Der Gesundheitsmarkt in Deutschland

Der Gesundheitsmarkt zählte im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 zu einer der stabilsten Branchen in Deutschland. Allerdings hat sich der Trend steigender Ausgaben für die Gesundheit fortgesetzt. So nahmen allein im Jahr 2008 (neueste verfügbare Daten) im Vergleich zu 2007 die Ausgaben um 9,9 Milliarden Euro (3,9 Prozent) auf 263,2 Milliarden Euro zu. Das entsprach 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Das statistische Bundesamt erwartet für 2009 auf Grund des Rückgangs der Wirtschaftsleistung einen Anstieg dieses Anteils auf über elf Prozent. Die Kosten der stationären Akutversorgung stiegen 2008 um 3,5 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro. Damit entfällt etwa ein Viertel der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen auf den Krankenhaussektor.

Im Sektor der stationären Vorsorge und Rehabilitation lagen die Ausgaben bei
8 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent. Betrachtet man jedoch die Entwicklung seit 1995 (7,6 Milliarden Euro), wird deutlich, dass sich die Ausgaben in diesem Bereich seit mehr als zehn Jahren nominal nicht verändert haben.

Für den sich verstärkenden Wettbewerb zwischen Leistungserbringern sind die HELIOS Kliniken dank ihrer konsequenten Qualitätsorientierung, modernen Ausstattung und Investitionsstärke bestens gerüstet.

Der Akutklinikenmarkt

Während von 2000 bis 2007 die Anzahl der Krankenhäuser sich jährlich um ein Prozent und die Zahl der aufgestellten Betten um etwa 1,4 Prozent reduzierten, verlangsamte sich der Abbau von Überkapazitäten im Jahr 2008 deutlich: Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Krankenhäuser um 0,2 Prozent auf nunmehr 2.083 Einrichtungen und die Anzahl aufgestellter Betten um 0,7 Prozent auf 503.000 Betten.

Zugleich stiegen die Fallzahlen bundesweit um zwei Prozent (341.000 Fälle) auf 17,5 Millionen. Auch die Verweildauer verringerte sich weiter um 0,2 Tage auf 8,1 Tage. Durch diese Entwicklung erhöhte sich die Bettenauslastung im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 77,4 Prozent.

Der Rehabilitationsklinikenmarkt

Die Anzahl der Rehabilitationskliniken blieb 2007 und 2008 konstant bei 1.239 Einrichtungen. Die Fälle nahmen im gleichen Zeitraum um 3,4 Prozent auf rund zwei Millionen zu. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Belegungstagen zu beobachten: Sie stiegen um 2,8 Prozent auf 50,9 Millionen Tage, sodass die Verweildauer mit 25,3 Tagen (2007: 25,5 Tage) auf Vorjahresniveau lag.

In den letzten Jahren hat die Direktüberweisung aus Akut- in Rehabilitationskliniken an Bedeutung gewonnen. Durch die bundesweit steigenden Fallzahlen im Krankenhausbereich und eine stärkere Fokussierung der Überleitung von HELIOS Akutkliniken in eigene Rehabilitationseinrichtungen sind wir im Rehabilitationsklinikenmarkt gut positioniert.

Marktposition HELIOS

Auch 2009 konnte HELIOS seine Position als einer der drei großen privaten Klinikbetreiber ausbauen. Der deutliche Umsatzanstieg erklärt sich zum einen durch die fünf neu erworbenen Kliniken, zum anderen durch das starke organische Wachstum. So haben wir 2009 in unseren Kliniken rund 590.000 Patienten vollstationär behandelt; damit stieg die Fallzahl − bereinigt um Akquisitionseffekte − gegenüber dem Vorjahr um etwa 3,5 Prozent.

Auch die Verweildauer in unseren Akutkliniken liegt mit 7,1 Tagen erneut unter dem bisher veröffentlichten Bundesdurchschnitt (2008: 8,1 Tage). Dies bedeutet, dass wir gegenüber anderen Wettbewerbern einen deutlichen Vorsprung in der effizienten Gestaltung unserer Prozesse haben.

Trotz Abschluss der Konvergenzphase im Jahr 2009 wird der Krankenhausmarkt auch weiterhin von einer stark regulierten Vergütung gekennzeichnet sein. Grundlegende Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen erwarten wir im Jahr 2010 für den Akut- und Rehabilitationsklinikenmarkt nicht.

2010 erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent sowie ein EBIT zwischen 220 und 230 Millionen Euro. Auch unsere Prognose für 2011 stellt sich positiv dar.

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Weitere Informationen zu Markt, Wettbewerb und der Marktposition von HELIOS finden Sie im Geschäftsbericht...



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