Rückenprobleme bei Kindern - worauf Eltern beim Schulranzen achten sollten

In einen Schulranzen sollte nicht mehr als für den Tag erforderlich gepackt werden. Foto: HELIOS Kliniken

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Selbst Kinder klagen über Rückenleiden. Fast die Hälfte aller Schulkinder hat eine Haltungsschwäche. Die Ursachen: falsche Schulranzen oder Schulmöbel, aber auch zu wenig Bewegung oder eine schwache Bauch- und Rumpfmuskulatur.


Eltern sollten – nicht nur zum Schulanfang  - darauf achten, dass ihre Kinder mit dem richtigen Schulranzen ausgerüstet sind. So kann Folgeschäden wie Rückenschmerzen oder Haltungsschwächen bei Kindern vorgebeugt werden. Grundsätzlich gilt: Kinder sollten nicht mehr Bücher und Schulbedarf als für den jeweiligen Tag nötig mitnehmen.  Außerdem sollte der Schwerpunkt des Ranzens möglichst nah am Körper liegen. Der Tornister sollte zudem über beide Schulterblätter getragen werden, der Schulranzenrücken gut gepolstert sein und an mehreren Stellen am Rücken anliegen. Die Träger sollten verstellbar, dennoch fest sitzen und mindestens fünf Zentimeter breit sein.

 

"Mindestens genauso wichtig wie Gewicht und Form des Ranzens ist, dass sich die Kinder ausgewogen ernähren und vor allem ausreichend bewegen. Denn häufig ist eine schwache Rückenmuskulatur für die Rückenschmerzen eines Kindes verantwortlich", sagt Privatdozent Dr. Mellerowicz, Chefarzt der Klinik für Kinderorthopädie im HELIOS Klinikum Emil von Behring in Berlin. "Die Rückenmuskulatur wird vor allem durch Sport trainiert."  Jede Bewegung zählt. Ob klettern, springen, rennen oder einfach herumtoben – der Aufbau von Muskeln wird immer gefördert und der Rücken kann sich gesund entwickeln. Den Schulweg mal zu Fuß zurücklegen oder gezielte Übungen wie Rumpfbeugen oder Bauchmuskeltraining stärken den Rücken ebenfalls.

 

Anhaltende Rückenschmerzen im Kindesalter sind ein Warnsignal und ernstzunehmen. Die Ursachen sollten immer von einem Kinderorthopäden abgeklärt werden.

Der Schulranzen –  sieben Tipps für Eltern

  • Kaufen Sie den Schulranzen in einem Fachgeschäft.
  • Achten Sie beim Ranzen auf Größe und Gewicht.
  • Der Schulranzen sollte nicht über die Schultern des Kindes hinausragen und mit seiner Oberkante am Nackenansatz abschließen.
  • Achten Sie darauf, dass der Schulranzen komplett auf dem Rücken getragen wird.
  • Die Trägerriemen sollen ausreichend breit (mindestens fünf Zentimeter), gut gepolstert und immer konstant eingestellt sein.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur die Schulsachen mitnimmt, die es an dem Tag wirklich braucht.
  • Sorgen Sie für feste Schulranzenentrümpelungstage und beziehen Sie Ihr Kind aktiv ein bzw. übertragen Sie ihm diese Aufgabe.

 

Die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist sowohl Stütz- als auch Bewegungsorgan und besteht aus

  • sieben Halswirbeln
  • zwölf Brustwirbeln
  • fünf Lendenwirbeln
  • fünf Kreuzbeinwirbeln
  • fünf Steißbeinwirbeln.

Von unseren 34 Wirbeln sind die Halswirbel am beweglichsten, die Kreuz- und Steißbeinwirbel hingegen sind fast starr. Zwischen den einzelnen Wirbeln befinden sich biegsame, zirka fünf Millimeter dicke Bandscheiben, die Stöße abfedern und die Wirbel stabilisieren.

Bilder zum Download

Bild: HELIOS Kliniken

Priv.-Doz. Dr. med. Holger Mellerowicz
Chefarzt der Klinik für Kinderorthopädie, HELIOS Klinikum Emil von Behring
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Bild: HELIOS Kliniken

In einen Schulranzen gehören nur die Bücher für den jeweiligen Tag.
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Natalie Erdmann
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