So beugen Sie Bluthochdruck vor

Wenn der Blutdruck bei 140/90 mmHg liegt spricht man von Bluthochdruck. (Foto: HELIOS Kliniken)

Anfangs verursacht er keine Beschwerden, dennoch ist er weltweit einer der größten Gesundheitsrisiken: Bluthochdruck. Allein in Deutschland haben mehr als 30 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck – insgesamt leiden 40 Prozent der Gesamtbevölkerung darunter.

 

Bei einem Wert über 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Symptome können Kopfschmerzen, Schwindel und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Herzschlages sein. Diese Merkmale werden nicht immer als Hinweis auf Bluthochdruck erkannt. In den Industrieländern sind die Folgeschäden von Bluthochdruck wie Schlaganfall oder koronare Herzkrankheit die Haupttodesursache. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu unterschiedlichen Erkrankungen führen – sei es an den Blutgefäßen (Arteriosklerose), den Körperorganen (z.B. Niereninsuffizienz) oder dem Herz selbst (Herzschwäche).

 

Optimal ist ein Blutdruck unter 120/80 mmHg. "Damit ist unabhängig vom Alter das Risiko eines Schlaganfalls oder einer Herzerkrankung am geringsten", sagt Privat-Dozent Dr. Henning T. Baberg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie am HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Die Obergrenze von 140/90 mmHg für einen noch normalen Blutdruck gelte auch im Alter.  

 

Ein hoher Blutdruck im mittleren oder fortgeschrittenen Lebensalter ist nicht zwingend – mit einem entsprechend vorbeugenden Lebensstil kann ein normaler Blutdruck gehalten werden. Bluthochdruck-Experten glauben, dass eine Prävention einer späteren medikamentösen Hochdrucktherapie überlegen ist.

 

Tipps zur Vorbeugung von Bluthochdruck

  • Sport: drei Stunden moderates bis intensives körperliches Training pro Woche
  • Abnehmen: Bei Übergewicht dringend das Körpergewicht reduzieren. Hierdurch kann das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln, gesenkt werden.
  • Salz sparen: Salzarme Ernährung führt insbesondere bei familiärer Hypertonie und salzsensitivem Hypertonikern zur Blutdrucksenkung.
  • Alkoholbeschränkung: Maximal 30 Gramm Alkohol an einem Abend zu sich nehmen - das entspricht etwa einem Viertel Liter Wein oder 0,6 Liter Bier.
  • Nikotinverzicht: Zigaretten rauchen kann den Blutdruck akut steigern und ist ein weiterer Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen.
  • Stress verarbeiten: Chronischer Stress kann nachweislich die Entwicklung von Bluthochdruck fördern. Sport und Entspannungstechniken sind Gegenmaßnahmen.
  • Medikamente: Medikamente sollten nur nach Absprache mit dem Hausarzt eingenommen werden. Einige Wirkstoffe wie Cortison können den Blutdruck erhöhen.

 

Info

mmHG steht für Millimeter Quecksilbersäule und ist die Einheit, in der der Blutdruck gemessen wird.

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Priv.-Doz. Dr. med. Henning T. Baberg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie, HELIOS Klinikum Berlin-Buch
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