"Am Aschermittwoch ist alles vorbei" Tipps zum richtigen Fasten

Bild: HELIOS Kliniken

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ – für die einen bedeutet das lediglich das Ende der närrischen Zeit, für die anderen ist es der Beginn der Fastenzeit, in der vor allem eines im Vordergrund steht: Der Verzicht auf Nahrung.

 

Ob zur Entschlackung und Regeneration für Körper und Seele, als spirituelle Erfahrung oder zur Reduktion des Körpergewichtes – fast jeder hat einen eigenen, ganz persönlichen Grund, sich fürs Fasten zu entscheiden. Je nach Hintergrund und Ziel stehen deswegen auch verschiedene Wege zu Fasten offen. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor:

 

Saftfasten:

Beim Saftfasten wird komplett auf feste Nahrungsmittel verzichtet. Erlaubt sind nur ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees, Mineralwasser, Gemüsebrühe sowie Obst- und Gemüsesäfte (und diese nur in begrenzter Menge bis zirka einen halben Liter pro Tag). Die Trinkmenge pro Tag sollte insgesamt mindestens drei Liter betragen.

 

Totales Fasten oder Nulldiät:

Auch hier wird vollständig auf feste Nahrung verzichtet. Im Gegensatz zum Saftfasten sind nur energiefreie Getränke wie ungesüßte Tees und Mineralwasser zugelassen. Davon sollten zirka drei Liter pro Tag getrunken werden. Weil beim totalen Fasten die Gefahr eines Mangels an Vitaminen und Mineralstoffen droht, kann die Einnahme von Substitutionspräparaten sinnvoll sein. Wichtig: Diese Fastenkur darf nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Auch Vitamin- und Mineralstoffergänzungen sollten mit dem Arzt abgesprochen sein.

                                                                      

Heilfasten:

Wer sich zum Heilfasten entschließt, will seiner Gesundheit etwas Gutes tun oder das Wohlbefinden erhöhen. Voraussetzung für das Heilfasten ist - neben einer gezielten Vorbereitung - die Darmentleerung (u.a. mit Glaubersalz) zu Beginn. In der Durchführung ist das Heilfasten dann dem Saftfasten sehr ähnlich.

Wichtig: Heilfasten sollte am besten in einer Gruppe und unter entsprechend erfahrener Anleitung durchgeführt werden.

 

Klara Dürr, Diät-Assistentin am HELIOS Klinikum Müllheim, rät zu einer guten Vorbereitung, wenn man sich zum Fasten entschließt: „Grundsätzlich sollte jeder, der fasten möchte, mit seinem Hausarzt klären, wie sinnvoll für ihn eine Fastenkur ist – und in welcher Art und Weise sie am besten durchgeführt werden sollte.“ Kinder, Schwangere, stillende Mütter oder alte Menschen z.B. dürften nicht fasten, sagt Dürr. „Aber auch Menschen mit Untergewicht, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Nierenerkrankungen, Leberleiden oder anderen allgemein schweren Krankheiten sollten auf Fastenkuren verzichten“, rät die Diät-Expertin.

 

Oft hoffen viele Menschen mit Übergewicht, durch eine Fastenkur rasch die überflüssigen Pfunde zu verlieren. Grundsätzlich können bei Gewichtsreduktion auch Stoffwechselwerte wie Cholesterin und andere Blutfettwerte, Harnsäure, Blutzucker und sogar der Blutdruck gesenkt werden. „Wer nach dem Fasten-Ende aber gleich wieder in die alten Essgewohnheiten verfällt, dem kann der sogenannte Jojoeffekt drohen, und damit die schnelle Zunahme der erst mühsam verlorenen Kilos“, so Klara Dürr. Deshalb der Rat der Diät-Expertin: „Nach zehn Tagen Fastenkur freut sich Ihr Körper ganz besonders, wenn Sie ihn die restlichen 355 Tage des Jahres ausreichend mit Flüssigkeit versorgen, ihn mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen und gesunden Ernährung verwöhnen und ihm dazu noch reichlich frische Luft und Bewegung gönnen.“

Bilder zum Download

Download

(jpg, 1,15 MB)

Ihr Ansprechpartner

Erik Thiel
Unternehmenskommunikation
Regionalleiter Süd

Telefon: (07631) 88-4150
E-Mail



Über uns