„Das große Niesen“: Wenn die Allergie zuschlägt

Nase frei für Frühling und Sommer: Allergien lassen sich wirksam lindern
(Foto: HELIOS)

Sieben Tipps für Allergiker

 

Blühende Bäume und Sträucher: Für die einen zeigt sich so der Frühling von seiner schönsten Seite, für die anderen beginnt damit eine qualvolle Zeit. Wer von Heuschnupfen oder anderen Allergien geplagt wird, hat keine Freude am frischen Grün. Rund 16 Millionen Deutsche leiden inzwischen an einer wiederkehrenden Pollenallergie. Völlig schutzlos steht heute aber niemand mehr dem blühenden Frühling gegenüber. HELIOS gibt sieben Tipps gegen „das große Niesen“.

 

Schnupfen, tränende Augen, Juckreiz in den Schleimhäuten oder unaufhörliches Niesen – manche Menschen merken die Ankunft des Frühlings besonders schnell. Sobald Eiche, Esche, Buche oder Birke blühen, treten die ersten Beschwerden auf. Der Grund: Bei Pollenallergien handelt es sich um sogenannte Sofortreaktionen, die bereits wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem auslösenden Stoff, dem Allergen, auftreten.

 

„Werden Allergien nicht behandelt, können sie chronisch werden“, warnt Prof. Dr. med. Percy Lehmann, Direktor des Zentrums für Dermatologie, Allergologie und Umweltmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal. Weil der Auslöser der meisten Symptome der Botenstoff Histamin ist, muss vor allem seine Wirkung blockiert werden. Die Behandlung erfolgt mit sogenannten Antihistaminika. Das Problem: Sie lindern zwar die auftretenden Symptome, können aber nichts gegen die zugrundeliegende Krankheit ausrichten.

 

„Die meisten Allergien – etwa gegen Pollen oder Hausstaub – kann man durch eine Hyposensibilisierung behandeln“, erklärt Prof. Lehmann. Ziel ist es, den Patienten mit stetig steigenden Dosen des unverträglichen Stoffs an das Allergen zu gewöhnen. Eine frühzeitige Behandlung mit dieser Methode verhindert oft auch den Übergang von der Allergie zum allergischen Asthma. Empfindet der Allergiker die oben beschriebenen Symptome als sehr unangenehm und einschränkend, handelt es sich beim allergischen Asthma um eine ernsthafte Erkrankung, die dauerhafte Schäden an den Atmungsorganen zur Folge haben kann. Die auffälligsten Symptome hier: Kurzatmigkeit oder Giemen, das sind pfeifende Geräusche beim Ausatmen.

 

Wie kann man als Allergiker einem chronischen Asthmaleiden vorbeugen? Und was sollte man als Allergiker beachten?

 

Sieben Tipps machen in der Pollenzeit das Leben leichter:

 

  • Wenn die Ursache für Ihre Allergie oder Ihr allergisches Asthma gefunden worden ist: Versuchen Sie jeglichen Kontakt mit der allergieauslösenden Substanz zu vermeiden.
  • Eine frühzeitige Hyposensibilisierung hilft, Ihr Immunsystem gegen die Pollen zu stärken (Beginn: etwa sechs Monate vor Pollenflug)
  • Pollenflugvorhersagen helfen Ihnen, den Tag zu planen
  • Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte mit ausreichender Bewegung und gesunder Ernährung
  • Wechseln Sie täglich Ihre Kleidung und regelmäßig Ihre Bettwäsche
  • Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol
  • Planen Sie Urlaubsreisen während der Heuschnupfenzeit – am besten ans Meer!

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