Wenn es hämmert, klopft und pocht: Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne-Attacken

Können die Lebensfreude stark beeinträchtigen: Quälende Kopfschmerzen (Bild: HELIOS Kliniken GmbH)

Volkskrankheit Kopfschmerzen: Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann in Deutschland leidet darunter mehr als einmal im Monat. Anlässlich des Deutschen Kopfschmerz-Tages am 5. September und des Europäischen Migräne-Tages am 12. September erklärt ein Experte der HELIOS Kliniken Gruppe wie das Problem entsteht und was Sie dagegen tun können.

 

Kopfschmerzen sind so individuell, wie die Menschen, die darunter leiden: Es gibt schätzungsweise über 250 verschiedene Arten von Kopfschmerz. Spannungskopfschmerzen und Migräne gehören zu den häufigsten und bekanntesten Schmerzarten. „Die Ursachen beim Spannungskopfschmerz liegen oft in Halswirbelblockierungen bzw. in muskulären Rückenverspannungen“, sagt Dr. med. Guntram W. Ickenstein, Chefarzt der Klinik für Neurologie am HELIOS Klinikum Aue. Was kann man tun? Ein Spaziergang an der frischen Luft, ein Kühlpack im Nacken oder eine entspannende Rückenmassage (keine direkte Hals- bzw. Nackenmassage) können bereits kleine Wunder bewirken. In der Akutphase können Medikamente wie z.B. Paracetamol das rasche Abklingen der Kopfschmerzsymptome unterstützen. 

 

Ganz anders verhält es sich bei einer Migräne: Der Schmerz hämmert, sticht und pocht, meist nur in einer Kopfhälfte, dazu kommen Übelkeit, Erbrechen und Lichtscheue. „Ein Migräneanfall kann mehrere Tage andauern“, erklärt Kopfschmerzexperte Ickenstein. „Auslöser sind meist bestimmte Faktoren, sogenannte Trigger, die oft bei genetischer Vorbelastung zu einer Aktivierung der Schmerzzentren führen“. Manchmal kommt es vor einem Migräneanfall zu Empfindungsstörungen, den sogenannten Auren. „Hierbei wird vermutet, dass eine elektrische Entladungswelle über die kortikalen Neurone der Gehirnoberfläche läuft und diese funktionell für kurze Zeit beeinträchtigt (Spreading Depression)“ erläutert Dr. Ickenstein. Die Folge: Das Sehen ist eingeschränkt und wird von Flimmern und Lichtblitzen begleitet.

 

Die Auren gelten in der Regel als Vorboten eines Migräneanfalls. Um dem Anfall frühzeitig vorzubeugen, ist es für die Betroffenen wichtig, die Auslösefaktoren (Trigger) zu kennen. Viele Patienten führen deshalb ein so genanntes Migränetagebuch. Dadurch können z.B. Intensität und Häufigkeit der Anfälle dokumentiert und eventuell mit bestimmten Triggerfaktoren in Zusammenhang gebracht werden. Durch geeignete Medikamente gegen Migräne (wie z.B. Paracetamol, Ibuprofen,) ist heutzutage eine deutliche Schmerzlinderung bzw. Attackenreduktion und Steigerung der Lebensqualität  zu erreichen.


Acht Anti-Migräne Regeln und Maßnahmen zur Verbesserung des „Inneren Gleichgewichts“:

  • Versuchen Sie, ein Migräne-Tagebuch zu führen, um Triggerfaktoren wie z.B. bestimmte Nahrungsmittel zu erkennen.

 

 

  • Vermeiden Sie – wenn möglich – eine unkontrollierte Einnahme von Schmerzmedikamenten

  • Konsultieren Sie einen Kopfschmerzspezialisten und stimmen Sie die therapeutischen Schritte mit ihm ab.
  • Setzen Sie sich selbst nicht unnötig unter Druck und stellen Sie überzogene Erwartungen an sich und Ihre Umgebung zurück.
  • Lernen Sie, „Nein!“ zu sagen
  • Versuchen Sie, sich regelmäßig zu entspannen, z.B. bei klassischer Musik, einem ausgedehnten Spaziergang oder Yoga.
  • Ernähren sie sich gesund und ausgewogen. Vermeiden Sie den übermäßigen Genuss von Kaffee, Alkohol und Nikotin.
  • Sorgen Sie für einen ausreichenden und erholsamen Schlaf.
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