HELIOS macht OP Checklisten zum Standard

11.03.09, HELIOS Kliniken GmbH

  • Als erste Klinikgruppe setzt HELIOS ab April 2009 deutschlandweit verbindlich Checklisten bei allen Operationen ein
  • Neues Sicherheitssystem führt Patienten durch den Operationsprozess und soll Komplikationen sowie Todesfälle verhindern

Berlin, 11. März 2009 Operieren nach Plan rettet Leben. HELIOS hat das früh erkannt und macht ab dem 1. April 2009 Checklisten als Sicherheitssystem bei allen Operationen zur Pflicht.

Studie: Checklisten machen Operationen sicherer

Den Nutzen von Checklisten belegt eine aktuelle Studie, erschienen im New England Journal of Medicine (Haynes A.B. et al: A Surgical Safety Checklist to Reduce Morbidity and Mortality in a Global Population, New England Journal of Medicine: 360; 5, 2009.). Durch den Einsatz der von der Weltgesundheitsorganisation WHO entwickelten „Surgical Safety Checklist“ in acht Ländern konnte die Sterblichkeit von Patienten bei Operationen von 1,5 auf 0,8 Prozent gesenkt werden, die Komplikationsrate fiel von elf auf sieben Prozent. HELIOS war an der Entwicklung der Checkliste beteiligt.

Bereits ab März 2008 setzte HELIOS als erste Klinikgruppe in Deutschland diese WHO-Checkliste in einer achtmonatigen Testphase ein. Mit großer Wirkung, denn Nutzen und Wirksamkeit dieses Instrumentes überzeugten alle beteiligten Ärzteteams. Experten der medizinischen Fachgruppen bei HELIOS passten die WHO-Checkliste an die hiesige Praxis an und entwickelten zusätzliche Instrumente, die den Patienten durch den Operationsprozess begleiten.

Drei Checklisten bei HELIOS

Die Checkliste PRÄ dient der Einschätzung von Risiken, die bereits vor einer Operation bestehen. Das Risiko des Patienten wird interdisziplinär anhand von Vorerkrankungen, Befunden und Art der geplanten Operation eingeschätzt. Daraus leiten sich Vorgaben für die weitere Betreuung des Patienten ab.

Die Checkliste PERI, eine Weiterentwicklung der WHO Checkliste, dient der Vermeidung von Behandlungsfehlern unmittelbar vor, während und direkt nach der OP. Eine fehlende Patienteneinwilligung, falsch operierte Gliedmaßen oder im Körper vergessene Tupfer sollen damit verhindert werden.

Die Checkliste POST ist derzeit in der Entwicklung: Mit ihr wird der Patient nach der Operation engmaschig überwacht. Sie wird noch in diesem Jahr konzernweit in einer Testphase eingesetzt und soll ab 2010 verbindlich eingesetzt werden.

„Wir wollen, dass alle Patienten, die in einer HELIOS Klinik operiert werden, dieses Plus an Sicherheit bekommen. Der konzernweite Einsatz dieses Sicherheitssystems wird uns das ermöglichen“, sagte Dr. Francesco De Meo, Vorsitzender der HELIOS Geschäftsführung. „Checklisten sind eine sinnvolle Erweiterung unseres Qualitätsmanagements. Sie erlauben es uns, Behandlungsabläufe zu optimieren, Fehler rechtzeitig zu erkennen und damit letztlich Behandlungsfehler zu vermeiden“, so De Meo.

Erfolgskontrolle über HELIOS RiskConsole und Qualitätsmanagement

Die Wirksamkeit und den Erfolg der am 1. April startenden Initiative „Gemeinsam. Für mehr Sicherheit“ wird HELIOS fortlaufend überprüfen. Dazu nutzt die Klinikgruppe ihre so genannte RiskConsole, eine differenzierte Aufschlüsselung aller Haftpflichtfälle im Konzern. „Seit 2008 veröffentlichen wir alle Schadensfälle in unseren Kliniken. Mit dieser transparenten Erfassung werden wir die Wirksamkeit unserer Checklisten langfristig überprüfen können“, so der Leiter der Abteilung für Prozessentwicklung bei HELIOS, PD Dr. Henning Baberg. Darüber hinaus werden bei HELIOS Komplikationen und Todesfälle über das bereits seit 2001 etablierte Qualitätsmanagementsystem erfasst und im Peer-Review-Verfahren ausgewertet.

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Wuppertal, Schwerin und Krefeld nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 23 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Seniorenresidenzen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich 2 Millionen Patienten, davon 600.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt  über insgesamt mehr als 18.000 Betten und beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius SE.

Pressekontakt:
Constanze von der Schulenburg
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HELIOS Kliniken Gruppe
Telefon: +49 30 521 321 – 522
Mobil: +49 (172) 685 02 05
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Liste der Ansprechpartner
 

Präsentation PD Dr. Henning Baberg
Leiter Organisations-/Prozessentwicklung
HELIOS Kliniken GmbH
 

Präsentation Dr. Gerald Burgard
Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin u. Schmerztherapie
HELIOS Klinikum Erfurt
 

HELIOS Checklisten PRÄ und PERI
 

Flyer zur Kampagne Gemeinsam. Für mehr Sicherheit



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