Die Keime immer im Blick

Der aktuelle „HygieneEinBlick“ des Hygiene-Portals der HELIOS Kliniken zeigt es: Im Jahr 2016 ist die Anzahl der im Krankenhaus erworbenen multiresistenten Keime im HELIOS Klinikum Schwelm in allen drei wesentlichen Haupt-Erreger-Gruppen zum Teil deutlich zurückgegangen. Multiresistente Keime können für abwehrgeschwächte Patienten eine ernsthafte Gefahr darstellen, weil sie resistent - also unempfindlich - gegen die meisten Antibiotika und deshalb bei Infektionen schwerer zu behandeln sind. Daher kümmert sich ein ganzes Experten-Team der Krankenhaushygiene im Klinikum mit verschiedenen Maßnahmen darum, die Ausbreitung dieser Keime, die für gesunde Menschen nicht gefährlich sind und die deshalb jeder an sich tragen kann, zu  verhindern.

 

So lässt sich in der Graphik nachvollziehen, wie viele Patienten einen MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus), einen VRE (Vancomycin resistente Enterokokken) und einen MRGN (Multiresistente gramnegative Erreger) im Jahr 2016 mitgebracht haben und wie viele Patienten den Keim während ihres Klinikaufenthaltes (nosokomial) erworben haben. Auch die Entwicklung beider Messgrößen in den letzten drei Jahren ist ablesbar.

 

Dabei zeigt sich wie in den vergangenen Jahren auch, dass im HELIOS Klinikum Schwelm eine hohe Anzahl von Patienten einen MRSA-Keim mitbringen, die sogenannte MRSA-Last sehr hoch ist. Dies begründen die Hygiene-Experten unter anderem mit der hohen Screeningrate des Klinikums. „Wir screenen seit Jahren über 70 Prozent unserer Patienten bei Aufnahme“, erläutert Hygienefachkraft Ute Gaulke nur eine von vielen ineinandergreifenden Hygiene-Maßnahmen im Schwelmer Krankenhaus. Dazu gehören auch noch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, insbesondere die Händehygiene, die Umsetzung eines Leitfadens der Krankenhaushygiene und eines Erregerleitfadens inklusive umfassender Pflichtschulungen aller Mitarbeiter und eine umfangreiche Evaluation der Hygienedaten, aus den regelmäßig weitere Maßnahmen abgeleitet werden. So konnte im HELIOS Klinikum Schwelm die sogenannte Inzidenz, also die Anzahl der im Krankenhaus erworbenen Erreger-Fälle pro 100 Gesamt-Fälle, im Vergleich zu 2013 im Fall des MRSA von noch 0,23 in 2013 auf 0,18, beim VRE 0,06 auf 0,03 und beim MRGN ebenfalls auf von 0,23 auf 0,09 gesenkt werden.

 

Dies ist beispielsweise beim VRE-Keim bedeutsam. Hier konnte das HELIOS Klinikum Schwelm durch sein umfassendes Hygienemanagement die noskomialen Fälle deutlich reduzieren, während HELIOS-weit eine steigende Tendenz zu beobachten ist. Vancomycin-resistente Enterokokken kommen im Verdauungstrakt des Menschen vor und sind zunächst harmlos; sie können jedoch unter anderem durch Antibiotikagabe eine Resistenz gegenüber dem Antibiotikum Vancomycin ausbilden und bei abwehrgeschwächten Menschen zu schweren Infektionen führen, die sich durch eine Vielzahl weiterer Antibiotikaresistenzen nur sehr schwer bekämpfen lassen.

 

Ähnlich positiv ist auch der Verlauf beim MRGN. Hier handelt es sich auch um Darm- und Feuchtkeime mit besonderen Resistenzen gegenüber Antibiotika.  Die Zahl der nosokomialen MRGN-Fälle im HELIOS Klinikum Schwelm ist im Verlauf der letzten drei Jahren weiter gesunken, während gleichzeitig der Anteil mitgebrachter Fälle gestiegen ist, wenn auch nicht mehr auf das Niveau von 2013. Hier lag der Anteil mitgebrachter Fälle 2016 beispielsweise um das 10,7-fache höher als der der nosokomialen Fälle. „Dies zeigt, wie gut es uns gelingt, auch die Ausbreitung von Keimen aus dieser Erregergruppe zu verhindern“, freut sich Ute Gaulke über die aktuellen Zahlen.

 

Durch das Gesamtpaket aller Maßnahmen wurde das Klinikum bereits seit mehreren Jahre mit dem Silbernen Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“ ausgezeichnet sowie vom MRE-Netzwerk im Ennepe-Ruhr-Kreis zertifiziert.

 

 

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

Pressekontakt:
Maren Esser
Referentin für Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 2336 48-1601  
E-Mail:  maren.esser@helios-kliniken.de




Über uns