Deutsch-Russischer Austausch, die Zweite

Unter Kollegen (v.l.): Dr. Florian Hobrack, Thomas Feske und Dr. Sara Bazrafshan und Prof. Dr. Axel Richter

Chirurgen aus dem HELIOS Klinikum Hildesheim besuchen russische Kollegen in Moskau


Hildesheim, 11. Januar 2017 - Manchmal braucht es nur drei Stunden Flug, um in einer anderen Welt zu landen. Diese Erfahrung haben jetzt vier Ärzte aus der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des HELIOS Klinikum Hildesheim gemacht. Nachdem sie im Sommer Besuch von ihren Fachkollegen aus Russland bekommen hatten, machten sich jetzt Chefarzt Prof. Dr. Axel Richter mit Oberarzt Thomas Feske sowie den beiden Assistenzärzten Dr. Sara Bazrafshan und Dr. Florian Hobrack auf den Weg ins ferne Moskau. Bei kalten minus sieben Grad Celsius machten die Chirurgen ihre ersten Schritte auf russischem Boden. Am Flughafen wurden sie von Moskauer Kollegen  empfangen und zum Vishnevsky Institut im Zentrum Moskaus gebracht. „Das ist ein beeindruckendes Gebäude. 14 Stockwerke hoch und voll russischer Geschichte“, erinnert sich Prof. Richter. „Zwar ist das Haus an sich schon etwas in die Jahre gekommen, dafür arbeiten die Kollegen dort mit modernster Technik.“ Das bedeute beispielsweise, dass eine äußerst anspruchsvolle Operation wie die Pankreaskopf-Entfernung mithilfe eines hochmodernen OP-Roboters komplett endoskopisch durchgeführt wird. „Das ist die Königsdisziplin“, betont Assistenzarzt Dr. Florian Hobrack. Drei Tage waren die Hildesheimer Chirurgen täglich von früh bis spät im Krankenaus, um die Abläufe auf den Stationen um im OP zu begleiten und zu diskutieren.


Auffällig war zudem die große Ruhe im gesamten Krankenhaus. „Das kenne ich aus deutschen Kliniken in diesem Maße nicht“, erzählt Oberarzt Thomas Feske beeindruckt. „Irgendwo ist immer Hektik. Patienten haben Anliegen, Kollegen suchen Rat, es muss alles schnell gehen. Hier in Moskau scheinen die Uhren etwas anders zu ticken.“ Er hatte aber auch den Eindruck, dass die dortigen Patienten vielleicht etwas genügsamer sind als in Deutschland. „Die medizinische Versorgung in Russland ist nicht so engmaschig wie bei uns. Menschen müssen teilweise sehr weite Wege auf sich nehmen, um ins Krankenhaus zu kommen. Dort angekommen sind sie sehr dankbar, dass Ihnen geholfen wird.“ Einen weiteren Vorteil, den russische Patienten genießen ist, dass ein Arzt rund um die Uhr für „seine“ Patienten zuständig ist. Anders als in Deutschland, wo jeweils der diensthabende Arzt für die Patienten auf der Station zuständig ist, gibt es in Russland einen festen Ansprechpartner. „Das führt zu einer starken Arzt-Patient-Bindung, ist aber natürlich für den Arzt ein sehr großer Aufwand“, berichtet Assistenzärztin Dr. Sara Bazrafshan. Finanzierbar ist das Ganze nur mit großer staatlicher Unterstützung. Eine weitere Besonderheit im russischen Krankenhaus sind die sogenannten Departments. Damit sind Bereiche gemeint, die sich auf eine bestimmte OP spezialisiert haben. So werden in einem Department nur Bauspeicheldrüsen operiert, während in einem anderen nur Dickdarm-OPs durchgeführt werden.


Neben dem Krankenhaus haben sich die vier Ärzte auch Moskau  angesehen. Bei einer Stadtführung mit ihrem Kollegen Ayrad Kaldarow besuchten sie unter anderem die berühmte Tretyakov Gallerie und bewunderten die imposanten Bauwerke der Metropole. Alles in allem war es eine interessante Erfahrung für die Mediziner. „Wir nehmen etwas für unseren beruflichen Alltag mit. In Zukunft wollen wir den Austausch noch weiter vertiefen“, sagt Prof. Axel Richter. Im Sommer kommen die russischen Kollegen dann wieder nach Hildesheim, um den medizinischen Austausch zu intensivieren.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.


HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Pressekontakt:
Mandy Sasse
Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon (05121) 894-1380
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