Frühchen-TV für Eltern

Kamerasystem im HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal: Mütter und Väter von Frühgeborenen können ihren Nachwuchs nun von zu Hause aus im Blick behalten

 

Die Wochen und Monate, die Frühgeborene im Krankenhaus verbringen müssen, stellen für die Eltern und Angehörige eine Phase der Unruhe, der Unsicherheit dar – zumal es oftmals nicht möglich ist, dass Mama oder Papa rund um die Uhr vor Ort sind. Frühchen-TV, das nun im Perinatalzentrum des HELIOS Universitätsklinikums Wuppertal angeboten wird, soll hier Entlastung schaffen.

 

Eltern und Angehörige haben ab sofort Gelegenheit, sich zu bestimmten Tageszeiten per Live-Stream einen Eindruck von ihrem Baby zu verschaffen. Das Klinikum hat in ein Kamera-System mit gesicherter Verbindung investiert, auf das auch von außerhalb des Hauses zugegriffen werden kann – ein Angebot, das bundesweit bislang nur wenige Kliniken unterbreiten. Das Level-1-Perinatalzentrum des HELIOS Universitätsklinikums Wuppertal ist eine Frühchenstation der höchsten Versorgungsstufe.

 

Das Kamerasystem liefert einen Live-Videostream, den Mütter, Väter oder Großeltern über einen abgesicherten Zugang von jedem Gerät mit Internetzugang abrufen können. Der Video-Stream ist kompatibel mit den meisten bekannten Internetbrowsern auf Smartphones, Tablets, Notebooks und Computern.

 

Feste Online-Besuchszeiten

Die Besuchszeiten der Baby-Kamera im HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal werden vom Personal passend zu den Abläufen der Station festgelegt. Der Standard ist von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 19:00 bis 21:00 Uhr. Bei laufenden Untersuchungen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kamera über dem Bett vorübergehend deaktivieren.

 

„Das System ist eine Bereicherung für die Eltern“, sagt die Stationsleiterin Bianca Scheyer. „Wir stellen fest, dass die Eltern ein erhöhtes Sicherheitsgefühl haben, wenn sie die Technik nutzen.“ Seit das Baby-Kamerasystem aktiv ist, nutzen es rund die Hälfte der Eltern.

 

Auch die Akzeptanz auf Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei groß, so Bianca Scheyer: „Ärzte und Pflegepersonal waren von der ersten Idee bis zur Umsetzung jederzeit mit im Boot und konnten sich mit Vorschlägen einbringen.“

Einführung nach erfolgreicher Testphase

„Wir haben im Rahmen einer umfangreichen Testphase ermittelt, inwieweit die Kameras tatsächlich einen Mehrwert für die Eltern haben – und inwieweit die Arbeit auf der Station beeinflusst wird“, so Prof. Dr. med. Stefan Wirth, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin. „Im Anschluss konnten wir uns guten Gewissens für das System entscheiden, weil uns sowohl die Eltern als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr positives Feedback gegeben haben.“

 

Für Dr. med. Michael Heldmann, Leiter des Perinatalzentrums, leisten die Kameras einen Beitrag dazu, eines der Hauptprobleme rund um eine Frühchenstation abzufedern: die Phasen des Getrenntseins. „Wir haben jetzt einen Weg gefunden, zu einer noch intensiveren Bindung zwischen Mutter und Kind beizutragen“, so Dr. Heldmann. 

 

 

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HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

 

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

 

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

Kontakt:

HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal

Universität Witten/Herdecke

Jörn Grabert, Pressesprecher

Telefon: (0202) 896-20 75

E-Mail: joern.grabert@helios-kliniken.de<xml></xml>

 

 

 




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