Deichbrand: Schnelle medizinische Versorgung gefragt

Sie und ihre Kollegen hatten am Deichbrandwochenende alle Hände voll zu tun: v.l. Chefarzt Manuel Burkert und Michael Gay, leitender Pfleger der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme.

Sie und ihre Kollegen hatten am Deichbrandwochenende alle Hände voll zu tun: v.l. Chefarzt Manuel Burkert und Michael Gay, leitender Pfleger der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme.

55.000 Menschen haben Mitte Juli den kleinen Ort Wanhöden zum Beben gebracht. Das beliebte Musikfestival Deichbrand ist für die Ärzte und das Pflegepersonal der HELIOS Klinik eine Herausforderung. Von der Platzwunde bis zum Kreislaufversagen – eine schnelle und kompetente medizinische Versorgung war gefragt.

 

Jedes Jahr im Juli findet alljährlich das Openairfestival „Deichbrand“ am Flughafen in Nordholz/Wanhöden in der Nähe von Cuxhaven statt. Buden, Zelte und Bühnen stehen da, wo sonst die Flieger abheben. Unbeständiges Wetter mit Gewitter, gehört genauso dazu, wie feierfreudige Fans und Bier. Es riecht nach gegrillten Würstchen, die Sounds von den Bühnen dröhnen und Zehntausende amüsieren sich hier vier Tage zur Musik von bekannten Bands, wie Placebo, Marteria und Kraftklub.

 

Für viele bedeutet das Open Air auf grüner Wiese eine Auszeit von Schule, Uni, Beruf, raus aus dem stressigen Alltag rein ins Vergnügen. Nicht selten fließen große Mengen an Alkohol, der bei manchen dafür verantwortlich ist, dass der Festivalbesuch in der HELIOS Klinik Cuxhaven endet. „Getrunken wird schon ziemlich und weil es hier im Sommer selten wirklich warm ist, können denen, die ihren Rausch auf der Wiese ausschlafen, eine Unterkühlung drohen", so Chefarzt Manuel Burkert. Aber auch Austrocknung kann zum Problem werden, wenn die Festivalbesucher nur Alkohol anstatt Wasser trinken.

 

Auf alle Notfälle eingestellt

Manuel Burkert ist als Chefarzt für Intensiv-, Notfall- und Palliativmedizin und Leiter der Notaufnahme dafür verantwortlich den Ansturm an Deichbrandpatienten in der Klinik zu koordinieren. Sowohl Material als auch personelle Versorgung müssen stimmen, wenn der Massenandrang einsetzt. Dann wird in der Klinik eine separate Überwachungsstation eingerichtet. Zusätzliche Ärzte sind an den Tagen im Einsatz und in Rufbereitschaft, ebenso sind die Pflegedienstleitung und die Stationsleitungen anwesend, das Personal in der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme arbeitet in erweiterter Besetzung.

 

Die meisten Notfälle werden direkt von den Sanitätern und Ärzten auf dem Festivalgelände versorgt. 111 aber kamen in die HELIOS Klinik nach Cuxhaven und vier von ihnen, mussten sogar mit schweren Erkrankungen auf der Intensivstation behandelt werden. „Bei den meisten Patienten handelte es sich um kleinere Verletzungen, die wir in unserer Notaufnahme ambulant versorgen konnten“, so der engagierte Notfallmediziner Burkert.

 

Von der Pille danach, über Schnittverletzungen oder Sprunggelenksfrakturen, weil viele Fans barfuß über die Wiese laufen, Husten, Schnupfen, Blasenentzündungen bis hin zu schweren Brandverletzungen, weil die hungrigen, angeduselten Festivalbesucher mit ihren Grill kollidierten, sei alles dabei gewesen. „Allerdings hatten wir auch sehr ernstzunehmende Erkrankungen, wie einen Patient mit Herzbeutelentzündung, der stationär behandelt werden musste“, so Burkert.

 

Teamwork mit viel Herzblut

Erschöpft nach dem „Behandlungsmarathon“ aber dennoch voller Begeisterung, erzählt er von seinem Einsatz. Das Ganze sei eine Teamleistung gewesen, Hierarchien gibt es dabei nicht, sondern eine tolle Zusammenarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen. „Durch die Erfahrungen aus den Vorjahren konnte die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Johannitern, der Polizei, der Feuerwehr, der Gemeinde Wurster Nordseeküste, des Rettungsdienstes, sowie weiterer Stellen des Landkreises und mit dem Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide vertieft und vereinfacht werden“, schwärmt er. Und ist sich schon jetzt sicher, dass er nächstes Jahr wieder mit viel Herzblut und Tatkraft dabei ist, wenn die Größen aus der Musikbranche auf der Deichbrand-Bühne stehen.

 

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Über die HELIOS Kliniken Gruppe

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

 

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

 

HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

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Pressekontakt:

Anja Brandt
Referentin für Unternehmenskommunikation und Marketing
HELIOS Klinik Cuxhaven
HELIOS Klinik Wesermarsch
HELIOS Seehospital Sahlenburg
Telefon: +49 04721/78 1241
Mobil: +49 172/2104728
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E-Mail: anja.brandt@helios-kliniken.de




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