Sonntagsvorlesung im März: "Wie viel „Schwindel“ steckt in der Halswirbelsäule?"

Beschwerden der Halswirbelsäule und Schwindel sind häufig zusammen auftretende Symptome

  • HELIOS Klinik Köthen lädt zur Sonntagsvorlesung unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Krüger am 13. März 2016 um 11 Uhr in das Veranstaltungszentrum am Schloss Köthen
  • Referent: Dr. med. Oliver Knauf
  • Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Mehr als jeder zehnte Patient beim Hausarzt klagt über Schwindelgefühle. Im Alter nehmen Störungen im Gleichgewichtssystem deutlich zu. Über die Herausforderungen bei der Diagnostik und Behandlung des Schwindels informiert Facharzt Dr. med. Oliver Knauf am 13. März 2016 um 11 Uhr im Veranstaltungszentrum am Schloss Köthen, Anna-Magdalena-Bach-Saal, Schlossplatz 5, 06366 Köthen.

 

„Schwindel ist ein unspezifisches Krankheitssymptom. Für die Betroffenen ist er eine unangenehme Wahrnehmung als Ergebnis nicht übereinstimmender, widersprüchlicher Informationen verschiedener Sinnesorgane. Er ist eine Bewegungsillusion und daher in unterschiedlichem Maß beeinträchtigend“, sagt Dr. med. Oliver Knauf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der HELIOS Klinik Köthen.

 

Für Schwindel gibt es eine Vielzahl möglicher Ursachen: Erkrankungen der Nerven und des zentralen Nervensystems, des Gleichgewichtsorgans im Innenohr, des Herz-Kreislaufsystems, der Augen und auch der Psyche. „Wir unterscheiden zwischen peripheren und zentralen Schwindelformen. Wenn der Schwindel seine Ursachen direkt im Gleichgewichtssystem hat, liegt ein sogenannter vestibulärer Schwindel vor. Ist der Schwindel auf das Herz-Kreislauf-System zurückzuführen, sprechen wir vom kardiovaskulären Schwindel. Sehr häufig wird allerdings die Kopfgelenksblockierung als mögliche Schwindelursache vergessen“, informiert Dr. med. Oliver Knauf.

 

Schwindel äußert sich vielfältig. Er kann plötzlich, ohne Vorzeichen als Schwindelanfall oder vermehrt in Form von Drehschwindel auftreten. In einigen Fällen geben bereits die Schwindelmuster Hinweise auf die mögliche Ursache. Jedoch geht nicht jedes Krankheitsbild mit nur einer typischen Schwindelform einher. Daher sind häufig mehrere unterschiedliche Untersuchungen notwendig, um die möglichen Auslöser des Schwindels zu erkennen und ernstere Erkrankungsursachen auszuschließen. Erst dann kann eine zielgenaue Therapie erfolgen.

 

„Beschwerden der Halswirbelsäule und Schwindel sind häufig zusammen auftretende Symptome. Ob jedoch Verletzungen oder Beschwerden an der Halswirbelsäule Schwindelerscheinungen auslösen können, ist noch nicht vollständig geklärt“, sagt der Orthopäde. Häufig werden Funktionsstörungen der Halswirbelsäule als dritthäufigste Ursache für Schwindel in Deutschland genannt. Es existieren aber weder eindeutige klinische Symptome noch bildgebende Verfahren, um genau jene Zusammenhänge zu beweisen. Dieser sogenannte vertebragene Schwindel entsteht durch eine Fehlhaltung  des Halses mit einhergehender Verspannung der Muskulatur  und nachfolgend falschen Informationen aus den hochsensiblen Nerven dieser Region über die Stellung des Kopfes im Raum. Dieser Schwindel kann in den meisten Fällen  durch manualtherapeutische Behandlung der Halswirbelsäule  und Physiotherapie deutlich verbessert werden.

 

Über die Zusammenhänge zwischen Halswirbelsäule und Schwindel informiert Dr. med. Oliver Knauf im Rahmen der „Sonntagsvorlesung“ am 13. März 2016 um 11 Uhr im Veranstaltungszentrum am Schloss Köthen, Anna-Magdalena-Bach-Saal, Schlossplatz 5, 06366 Köthen vor. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Das HELIOS Klinikum Köthen lädt Betroffene, Angehörige und Interessierte regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sonntagsvorlesung“ ein, sich über aktuelle medizinische Themen und Fragestellungen zu informieren. In allgemein verständlichen Vorträgen geben die Mediziner Auskunft zu einzelnen Krankheitsbildern, erläutern Maßnahmen, um gezielt vorzubeugen, klären über die Entstehung häufig vorkommender Volksleiden auf und besprechen Möglichkeiten der Diagnostik. Alle Experten stehen im Anschluss gerne für Fragen zu Verfügung.

 

Klinikkontakt:
HELIOS Klinik Köthen
Klinik für Orthopädie
Facharzt Dr. med. Oliver Knauf
Sekretariat:
Gabriele Lindner
Telefon: (03496) 52-12 74
Telefax: (03496) 52-12 09
E-MAIL

 

.................................................................................

 


Die HELIOS Klinik Köthen ist  Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Klinik hat ein zertifiziertes Traumazentrum und ein zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum. In der modernen Geburtsabteilung kommen jedes Jahr  rund 400 Kinder zur Welt. Über 400 Mitarbeiter versorgen jährlich 11.000 stationäre und ca. 13.000 ambulante Patienten.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 17 Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als  4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:
Martin-Thomas Wachter
Referent PR/Marketing
Tel. (03923) 739-219
Mobil: (0172) 314 69 72
E-MAIL




Über uns