HELIOS übernimmt Mehrheit am Katholischen Klinikum Duisburg

Berlin, 31.10.2011

  • Klinikgruppe stärkt ihre Position in Nordrhein-Westfalen
  • Zusammenführung der Standorte in zwei Klinikneubauten
  • Direktion ‚Unternehmenskultur und Werte’ wahrt katholisches Profil

Berlin/Duisburg, 31. Oktober 2011 – Das Katholische Klinikum Duisburg (KKD) gehört künftig zur HELIOS Kliniken Gruppe. Mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am KKD baut HELIOS seine Position als größter privater Klinikträger in Nordrhein-Westfalen aus. Dort gehören bislang schon zehn Akutkliniken zu HELIOS, darunter die Krankenhäuser der Maximalversorgung in Wuppertal und in Krefeld. Der Kauf bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

 

HELIOS übernimmt 51 Prozent der Anteile am KKD; die restlichen Anteile werden zukünftig von der Kosmas und Damian GmbH gehalten, einer gemeinsamen Gesellschaft des Bistums Essen sowie der St. Elisabeth GmbH.

 

Zum KKD gehören ein Akutkrankenhaus der Maximalversorgung, das an vier Standorten in Duisburg mit insgesamt 1.034 Betten Patienten versorgt, sowie eine Rehabilitationsklinik mit 220 Betten. Darüber hinaus betreibt das KKD zwei Alten- und Pflegeheime und drei Servicegesellschaften. 2010 wurden in den Kliniken des KKD rund 30.000 Patienten stationär behandelt, davon rund 26.500 im Akutbereich. In den Kliniken und Servicegesellschaften arbeiten rund 2.200 Mitarbeiter. Das KKD erzielte im Jahr 2010 einen Gesamtumsatz von etwa 134 Mio. Euro.

 

HELIOS wird die vier Standorte der Akutklinik künftig an zwei Standorten zusammenführen. Zu diesem Zweck wird HELIOS im Norden Duisburgs am heutigen Standort St. Johannes-Hospital und im Süden am bisherigen Standort Marien-Hospital zwei neue Krankenhäuser mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 176 Millionen Euro errichten.

 

HELIOS wird an beiden Klinikstandorten medizinisch vollständig aufgestellte Akutkrankenhäuser entwickeln, von denen jedes für sich eine vollumfängliche Patientenversorgung mit ergänzenden neuen Schwerpunkten anbieten wird.

 

 „Wir freuen uns, dass das Katholische Klinikum Duisburg und seine Mitarbeiter künftig zu HELIOS gehören“, sagte der Vorsitzende der HELIOS Geschäftsführung, Dr. Francesco De Meo, heute in Duisburg. „Damit kommen gut aufgestellte Kliniken zum HELIOS Netzwerk in dieser Region hinzu.“ Zentraler Bestandteil der Partnerschaft sei der Erhalt des katholischen Profils, betonte De Meo. Eine für das KKD gemeinsam neu eingerichtete Direktion ‚Unternehmenskultur und Werte’ stelle sicher, dass auch unter der Trägerschaft von HELIOS die Orientierung an christlichen Werten erhalten bleibe.

 

„Ich freue mich, dass wir für das Katholische Klinikum Duisburg eine zukunftsfähige Lösung gefunden haben“, sagte der Generalvikar des Bistums Essen, Dr. Hans-Werner Thönnes. „Das mit HELIOS partnerschaftlich entwickelte Beteiligungsmodell sichert die erstklassige medizinische und pflegerische Versorgung des KKD auf hohem Niveau unter Beachtung der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Die Krankenhäuser werden nicht nur ihren konfessionellen Charakter bewahren. Mit der neu geschaffenen Direktion ,Unternehmenskultur und Werte‘ setzen beide Partner auch einen besonderen Akzent. Das Bistum Essen und die von ihr gegründete Kosmas und Damian GmbH freuen sich auf die Zusammenarbeit mit einem starken und leistungsfähigen Partner.“

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5  Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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