HELIOS Klinikum Siegburg

Wichtige Krankheitsbilder auf einen Blick

Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich

Ausgewählte Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich

 

Die Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich lassen sich systematisch unterteilen in:

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Entzündungen

Hier handelt es sich überwiegend um Gehörgangs- und Mittelohrentzündungen (Otitis media). Das Mittelohr ist ein mit Schleimhaut ausgekleideter, luftgefüllter Hohlraum, der zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr liegt. Ein Luftkanal zwischen dem Mittelohr und dem Nasenrachenraum, die so genannte Ohrtrompete, sorgt im Normalfall dafür, dass der Druckausgleich im Mittelohr stattfinden kann. Häufige Ursache für eine Mittelohrentzündung sind über die Ohrtrompete fortgeleitete Infektionen aus dem Nasen- und Nasenrachenbereich. Durch eine Schleimhautschwellung in der Ohrtrompete wird diese verschlossen und die Erreger können sich im nun abgeschlossenen Mittelohr vermehren. Die häufigste Ursache dafür sind bei Kindern vergrößerte und chronisch entzündete Rachenmandeln (Adenoide) sowie chronische Infekte der oberen Luftwege. Bei der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) gelangen Krankheitserreger über den Nasengang in die Nasennebenhöhlen und führen zu schmerzhaften Infektionen der Schleimhäute. Nasennebenhöhlenentzündungen kommen gehäuft im Zusammenhang mit Infektionen der oberen Atemwege vor. Eine Behinderung der Nasenatmung aufgrund vergrößerter Nasenmuscheln oder einer verschobenen Nasenscheidewand machen besonders anfällig für die Erkrankung. Auch Allergiker leiden vermehrt darunter. Weitere Infektionen im Kopf- und Halsbereich sind Kehldeckelentzündungen (Epiglottitis), Mandelentzündungen (Tonsillitis), Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose), Speicheldrüsenentzündungen (Parotitis) sowie Nasen- und Rachenpolypen.
Alle Entzündungen sind durch den richtigen Einsatz von Antibiotika und, falls erforderlich, durch operative Sanierung erfolgreich behandelbar.

Als Folge häufiger Entzündungen können Cholesteatome und Nasennebenhöhlen-Polypen entstehen.

 

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Gut- und bösartige Neubildungen

Die wichtigsten Tumore im Kopf-Hals-Bereich sind Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) und Zungenkrebs. Bei frühzeitiger Erkennung sind die Heilungschancen gut. Hauptursache für die Entstehung dieser bösartigen Neubildungen ist übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum.

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Fehlbildungen

Fehlbildungen im Kopf- und Halsbereich sind überwiegend angeborene Erkrankungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder der Wolfsrachen. Die Behandlung dieser Erkrankungen erfolgt je nach Bedarf in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kieferorthopädie, Zahnheilkunde, Logopädie und Pädiatrie.

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Funktionsstörungen (insbesondere Gehör und Gleichgewichtsorgan)

Zu den häufigsten Patienten gehören solche mit Beeinträchtigungen des Hörvermögens und anderen Krankheitsbildern, wie z. B. Schwerhörigkeit, Gehörlosigkeit, Tinnitus, Hörsturz, Gleichgewichtsstörungen, Stimm- und Sprachstörungen.

Viele Erkrankungen können auch erfolgreich ambulant versorgt werden. Gerade bei den Erkrankungen mit Beeinträchtigungen des Gehörs und des Sprachvermögens ist eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Hörprüfungsspezialisten, Gleichgewichtsprüfungsspezialisten, Neurologen, Internisten, Physiotherapeuten und, falls notwendig, Sozialarbeitern und Psychologen erforderlich.

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Diagnostik

Wir bieten Ihnen u.a. folgende Möglichkeiten zur Diagnostik der Erkrankungen des Kopf- und Halsbereiches an:

  • Klinische Untersuchung und Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)
  • Bildgebende Diagnostik: CT, MRT, Röntgen, Ultraschall
  • Endoskopie: Spiegelung der oberen Atem- und Speisewege und der Nasennebenhöhlen
  • Phoniatrie: Diagnostik und Therapie von Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen
  • Audiometrie: Diagnose von Erkrankungen der Hörorgane
  • Diagnostik von Gleichgewichtsstörungen
  • Allergietests
  • Laboruntersuchungen, z. B. Diagnostik von Entzündungen

 

 

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Therapie

Therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung von Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich sind:

  • Endoskopische und mikroskopische Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie
  • Chirurgie der Tränenwege
  • Endonasale Laserchirurgie (Laserbehandlung innerhalb der Nase)
  • Ohrchirurgie: Verschluss von Trommelfelldefekten, Sanierung von Entzündungsprozessen
  • Gehörverbessernde Operationen:
  • Wiederherstellung der Funktion der Gehörknöchelchenkette (Tympanoplastik)
  • Knochenverankerte Hörgeräte
  • Teilimplantierbare Hörgeräte
  • Innenohrhörprothese (Cochleaimplantate)
  • Laserchirurgie
  • Plastische, rekonstruktive und funktionell-ästhetische Chirurgie im Kopf-Hals-Bereich zur Korrektur z. B. bei Veränderungen der Nasen- oder der Ohrmuschelform, Versorgung von Gewebsdefekten, Verbesserung der Nasenatmung
  • Schädelbasis-Chirurgie
  • Tumorchirurgie (inkl. neck dissection)
  • Traumatologie (Versorgung von Verletzung von Kopf und Hals in Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neurochirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Augenheilkunde)
  • Kehlkopfchirurgie (inkl. Stimmbandchirurgie) und Chirurgie der Luftröhre

Hinweis: Die genannten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten stehen nicht im vollem Umfang in jeder Klinik zur Verfügung. Wir arbeiten dann mit Spezialisten in der Umgebung zusammen, so dass eine umfassende Diagnostik und Therapie in jedem Fall garantiert wird. Bitte erkundigen Sie sich bei Bedarf vor Ort.

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