HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben

Wichtige Krankheitsbilder auf einen Blick

Herzerkrankungen

Erkrankung der Herzkranzgefäße (Angina pectoris) und Herzinfarkt

Als Angina Pectoris bezeichnet man einen starken Schmerz und ein Engegefühl in der Brust, die durch eine Durchblutungsstörung des Herzens ausgelöst werden. Die Schmerzen strahlen oft in den linken Arm (Innenseite) aus. Die Erkrankung beruht auf einer durch Verkalkung bedingten Verengung der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose). Dadurch entsteht ein Sauerstoff- und Nährstoffmangel im Herzen, der mit schmerzhaften Zuständen einhergeht, so genannten Angina-Pectoris-Anfällen. Ein solcher Anfall kann insbesondere durch körperliche oder seelische Belastung ausgelöst werden. Die Dauer eines Anfalls liegt zwischen Sekunden und Minuten. Ein Angina-Pectoris-Anfall ist noch kein Herzinfarkt, kann aber Vorbote eines drohenden Herzinfarktes sein. Bei länger anhaltenden, mit den verordneten Medikamenten nicht zu unterbrechenden Schmerzanfällen muss an einen Herzinfarkt gedacht werden. Der Patient sollte in diesem Fall umgehend medizinische Hilfe rufen.
Beim Herzinfarkt werden Durchblutung und Sauerstoffzufuhr in einem bestimmten Bezirk des Herzens durch hochgradige Blockierung einer Koronararterie unterbrochen. Wenn das verschlossene Gefäß nicht innerhalb weniger Stunden mittels Ballondilatation oder durch den Einsatz spezieller Medikamente (Lysetherapie) wieder eröffnet wird, stirbt ein Teil des Herzmuskels in Folge des Sauerstoff- und Nährstoffmangels ab.
Der Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Die Sterblichkeit lag zuletzt in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei  rund11 % der stationär behandelten Infarktpatienten. Die Sterblichkeit ist in der Frühphase am höchsten. Sehr viele Patienten versterben noch vor Aufnahme in ein Krankenhaus. Die Früherkennung bei entsprechenden Schmerzen kann daher lebensrettend sein.


Typische Risikofaktoren für Herzgefäßverengung und Herzinfarkt sind:

  • Rauchen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Hohe Blutfettwerte
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Stress
  • Bewegungsmangel


Für alle Patienten ist die Vorbeugung zur Vermeidung des Fortschreitens der koronaren Herzerkrankung außerordentlich wichtig. Hierzu gehören vor allem eine Änderung der Lebensweise (Verzicht auf das Rauchen, Gewichtsreduktion, körperliche Betätigung) sowie die medikamentöse Therapie (Senkung der Blutfettwerte und Blutdruckeinstellung).

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Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

Bei der Herzinsuffizienz beziehungsweise Herzschwäche ist das Herz nicht mehr in der Lage, die Organe und Gewebe mit ausreichend Blut und demzufolge mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Die Leistung des Herzens kann den Bedarf des Körpers an Blut nicht decken. Der betroffene Patient spürt dieses Missverhältnis, welches sich in Luftnot, Schwindel und Leistungsabfall äußert, zuerst unter Belastung und später auch in Ruhe.

Die linke Herzkammer pumpt im so genannten großen Kreislauf (Körperkreislauf) sauerstoffreiches Blut von den Lungen in den Körper. Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme Blut, das von den Organen, Muskeln und anderen Geweben zurückfließt, in die Lungen, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird (Lungenkreislauf).
Bei linksseitiger Herzschwäche (Linksherzinsuffizienz) arbeitet die linke Herzhälfte unzureichend, und das Blut staut sich in der Lunge (Stauungslunge). Es kommt zu einer Wasseransammlung in der Lunge bis hin zum Lungenödem.
Bei rechtsseitiger Herzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz) staut sich das Blut in den Geweben des Körpers. Es kommt zu Wasseransammlungen im Körper (z. B. in beiden Beinen, in der Bauchhöhle und in der Leber). Ist die Pumpfunktion beider Herzkammern eingeschränkt, spricht man von einer globalen Herzinsuffizienz.
Zu den Ursachen der Herzinsuffizienz zählen vor allem die Verengung der Herzkranzgefäße einschließlich des Herzinfarkts, Herzmuskelerkrankungen und -entzündungen, Bluthochdruck und Herzklappenfehler. Die chronische Herzschwäche kann man heute fast als Volkskrankheit bezeichnen.  

 

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Weitere Erkrankungen des Herzens

Unter den vielfältigen weiteren Krankheitsbildern sind vor allem die Herzrhythmusstörungen, die Veränderungen der Herzklappen sowie Herzmuskelerkrankungen durch Entzündungen oder Stoffwechselstörungen zu erwähnen.

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Diagnostik

Wir bieten u.a. folgende Möglichkeiten zur Diagnostik der Herzerkrankungen:

  • Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und körperliche Untersuchung
  • EKG (Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG)
  • Echokardiographie (transthorakale Ultraschalluntersuchung - durch die Brustwand, transösophageale Ultraschalluntersuchung - Schluckechokardiographie durch die Speiseröhre)
  • Stressecho
  • Herzkatheter-Untersuchung
  • Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
  • Röntgenuntersuchung
  • Langzeitmessung des Blutdruck
  • Ultraschall (Sonographie)
  • Schlaflabor
  • Überprüfung von Schrittmachereinstellungen und Abfragen
  • Laboruntersuchungen (Herzenzyme, Blutfette)
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Therapie

Möglichkeiten der Therapie von Herzerkrankungen sind:

  • Interventionelle Therapien mittels Herzkatheter (Stentimplantationen - Einbringen von gefäßstützenden Metallspiralen, PTCA = Aufdehnen verengter Gefäßabschnitte durch das Aufblasen eines Ballons)
  • Lysetherapie: Auflösung von Blutgerinnseln mittels gerinnungshemmenden Medikamenten zur Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes
  • Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren zur Therapie der Herzrhythmusstörungen
  • Ablationen (Verödung elektrischer Fehlleitungen im Reizleitungssystem des Herzens)
  • Intensivtherapie inklusive Beatmung
  • Medikamente

Hinweis: Die genannten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten stehen nicht im vollem Umfang in jeder Klinik zur Verfügung. Wir arbeiten dann mit Spezialisten in der Umgebung zusammen, so dass eine umfassende Diagnostik und Therapie in jedem Fall garantiert wird. Bitte erkundigen Sie sich bei Bedarf vor Ort.

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Videos zu diesem Krankheitsbild



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