Willkommen auf dem
HELIOS Hygiene-Portal
Etwa 600.000 Patienten infizieren sich jedes Jahr in deutschen Krankenhäusern mit Keimen. Die Infektionen können kranke Menschen erheblich schwächen, Schmerzen verursachen und zu einem verlängerten oder erneuten Krankenhaus- aufenthalt führen.
Rund 400.000 dieser im Krankenhaus erworbenen Infektionen sind nicht vermeidbar - auch wenn in der Hygiene des Krankenhauses alles richtig gemacht wurde. Diese Infektionen werden durch patienteneigene Keime verursacht, z.B. bei bauch- chirurgischen Eingriffen. Aber: Rund 200.000 der in deutschen Kliniken erworbenen Infektionen wären vermeidbar, wenn Hygieneregeln streng eingehalten würden. Deshalb hat Hygiene bei HELIOS eine hohe Priorität.
Auch wenn es keinen Parameter gibt, der eindeutig die Qualität des Hygiene- verhaltens beschreibt, nimmt HELIOS das Problem sehr ernst und ist für Transparenz, indem wir die Zahlen für 17 multiresistente und infektionsrelevante Erreger veröffentlichen.
- HELIOS Konzernregelung Hygiene: Sie ist für unsere Kliniken und Mitarbeiter verbindlich und basiert auf den Empfehlungen des Robert- Koch-Instituts (RKI). Sie schreibt unter anderem die Händedesinfektion für Ärzte und Pflegepersonal vor, und zwar vor und nach Kontakt am Patienten.
- Dokumentation: Täglich wird in unseren Kliniken dokumentiert, ob Patienten mit einem der wichtigsten Erreger wie z.B. MRSA besiedelt oder infiziert sind. HELIOS stellt diese Daten auf dieser Seite im "HygieneEinBlick" online: So ist für jede Klinik sichtbar, in welchem Umfang relevante Erreger bei Patienten nachgewiesen wurden. Bei Auffälligkeiten handeln wir sofort. Die Daten- veröffentlichung werden wir schrittweise so anpassen und vereinfachen, dass auch der Patient sie gut für sich nutzen kann. So wird es künftig über einen längeren Zeitraum hinweg möglich sein, nachzuvollziehen, wie sich die Zahl der in unseren Kliniken erworbenen Infektionen entwickelt.
- Screening: Patienten mit hohem Risikopotenzial werden bei der Klinikaufnahme auf bestimmte Erreger getestet (z.B. durch Abstriche von Nasen, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin). Risikopatienten sind zum Beispiel diejenigen, bei denen schon früher einmal eine Infektion festgestellt wurde, die chronische Wunden haben, oder die an einer Blutvergiftung oder einer Lungenentzündung leiden. Auch Patienten, die aus bestimmten Herkunfts- ländern wie z.B. Südeuropa, Nordafrika und Asien kommen, oder die in der Masttierhaltung arbeiten, werden bei ihrer Aufnahme getestet.
- Perioperative Antibiotika-Prophylaxe (PAP): Nach Knie- oder Hüftoperationen sowie nach bauch- und gefäßchirurgischen Eingriffen sind Patienten besonders anfällig für Infektionen. Bei diesen Operationen werden daher zudem 30 bis 60 Minuten vor dem ersten Hautschnitt vorbeugend Antibiotika gegeben, um eine Wundinfektion nach der Operation zu verhindern.
- Hygienepersonal: Verantwortlich für Umsetzung und Einhaltung der Krankenhaushygiene ist speziell geschultes Personal: Dazu gehören Hygienefachschwestern und -pfleger, Krankenhaushygieniker sowie die Hygienebeauftragten der Kliniken.