noch nicht freigegeben (12/09)
- Ca-Glukonat 10% 2g i.v. (Wirkdauer ca. 30 min, wirk sofort)
- Salbutamol 2 Hübe (falls Patient wach und kooperativ), repetitiv
- Insulin 20 IE i.v. bei BZ > 10 mmol/l als Bolus, weitere BZ-Kontrollen ggf. Glukose-Gabe; bei BZ < 10 mmol/l in 50 ml G 40% (Wirkeintritt nach ca. 30 min, -dauer ca 3-6 h)
- Na-Bicarbonat 8,4 % bei Azdose (Wirkeintritt nach ca 10 min, -dauer 2 h)
Die oben genannten Maßnahmen bewirken lediglich eine Kaliumumverteilung von extra- nach intrazellulär und sind daher keine endgültige Therapie der Hyperkaliämie. Es soll zeitnah eine Hämodialyse erfolgen: Anmelden des Patienten bei den Nephrologen, Anlage eines Shaldon- /Vorhoffkahteters)
Therapie mit Resonium eignet sich nicht im Notfall und nicht bei den Patienten im Schock!
Akuttherapie der Hyperkaliämie bei erhaltener Nierenfunktion:
- Furosemid 40 mg i.v.
- Schritte 2-4 wie oben
- Rücksprache mit den Nephrologen und engmaschige Kalium-Kontrollen (stündlich) um Indikation zur Dialyse rechtzeitig zu stellen.
Therapie der lebensbedrohlicher Hyperkaliämie (K+ > 6,5 mmol/l)
- Azidose- Ausgleich! Kaliumumverteilung von extra nach intrazellulär.
Ziel pH >7,3! Bei Beatmeten AMV-Steigerung, - ggf. Gabe von Natriumhydrogencarbonat 8,4 %: 100 ml als KI ( Menge=BExKGx0,3)
- Kein NaHCO3 bei normalem pH!
- Bei erhaltenden Nierenfunktion Furosemid 40 mg i.v. Elimination.
Insilin 20IE in 50 ml G40% als Kurzinfusion. Umverteilung.
5 µU/kgKG/min Senken den K+ um 1 mmol, volle Wirkung nach ca. 1 Stunde). - Cave! Kontrolle der BZ-Werte!
- β2-Mimetika inhalativ Salbutamol 2 Hübe, wiederholt oder Bricanyl 0,5, mg s.c. (Terbutalin, 7 µg/kgKG s.c. ).
Umverteilung durch die Aktivierung der Na+/K+-Pumpe. - Cave! Erhöhung des myocardialen VO2.
- Bei Therapieresistenz Kontaktaufnahmen mit den Nephrologen und Anlage eines Dialysekatheter (vorzugsweise in die V. jugularis interna dextra).
Beim Herzkreislaufstillstand und Hyperkaliämie zusätzlich zum CPR-Algoritmus:
- Ca-Glukonat 10 %, 2 g i.v. Aufheben des Depolarisationsblockes bei massivem K-Anstieg, wirkt sofort, dauert ca. 15-20 min. (wird mehr verabreicht, besteht zunehmend die Gefahr der proarrhythmogenen Wirkung bis hin zum induzierten Kammerflimmern. Bei digitalisierten Patienten ist dieses Risiko besonders hoch!!).
- Insulin-Gabe wie oben
- NaHCO3 100 ml. Je nach BGA-Entwicklung (z.B. persistierende Azidose mit pH<7,15) wiederholte Gabe.
- ggf. Salbutamol 2-4- Hübe
- Über Tel.:5022 Kontakt mit dem diensthabenden Nephrologen herstellen. Anlage eines Dialysekatheter in die V. femoralis, Anfordern der Notdialyse (Bei Katheterfehllage in der A. femoralis wird der selbige in situ belassen, um die Notdialyse darüber zu beginnen. Nach ROSC erfolg neue Katheteranlage. -> Konsil an die Gefäßchirurgen.)
- Vermeide Hypoventilation (Gefahr der Additionsazidose)
- Über frühzeitige SM-Indikation nach, ggf. Pacing transthorakal oder transvenös nachdenken. -> kardiologisches Konsil
- 20 IE Insulin (schnell wirksames Insulin, z.B. Actrapid) in in 500ml Glucose 10% und schnellstmögliche Verabreichung.
- Gabe von 80 mg Lasix (Furosemid) als Bolus.
Dezember 2009, Autor EE