Neugeborenenvorsorge

Nach der Entbindung rückt auch die Sicherheit des Neugeborenen für uns in den Mittelpunkt. Daher bieten wir neben den üblichen Vorsorgeuntersuchungen zusätzliche Tests an und verfolgen ein spezielles Programm zum Wohl Ihres Kindes. Wir legen beispielsweise Babys zum Schlafen grundsätzlich in die als sicher geltende Rückenlage und klären Sie als Eltern über vorbeugende Maßnahmen für einen sicheren Schlaf auf. Als weitere Vorsorgemaßnahmen bieten wir Ihnen eine Prophylaxe mit den Vitaminen D (wichtig für die Knochenbildung) und K (steuert die Blutgerinnung) an sowie die sogenannte Credé-Prophylaxe, die sich als sichere Methode zur Vermeidung von Augeninfektionen bewährt hat.

Hörscreening

Hörstörungen wurden bislang bei Kindern häufig erst nach dem Spracherwerb und damit viel zu spät entdeckt. Um sie früher festzustellen und gegebenenfalls auch zu behandeln, führten die HELIOS Kliniken ein spezielles Früherkennungsverfahren ein. Die Messung sogenannter otoakustischen Emissionen können Geburtshelfer, Kinderärzte oder auch Kinderkrankenschwestern durchführen.

Unter otoakustischen Emissionen versteht man akustische Signale, die das Ohr selbst hervorruft. Damit macht sich der Test die Tatsache zunutze, dass das Ohr akustische Signale nicht nur empfängt, sondern auch aussendet. Eine HNO-ärztliche Qualifikation der untersuchenden Ärzte oder eine Mitarbeit der kleinen Patienten ist dabei nicht erforderlich.

Inzwischen fordern Experten und Fachgesellschaften das Neugeborenenhörscreening generell als Vorsorgeuntersuchung auch in allen anderen deutschen Krankenhäusern einzuführen.

Tandem-Massenspektrometrie

Die Tandem-Massenspektrometrie ermöglicht, mit einem einfachen Bluttest insgesamt 17 angeborene Stoffwechseldefekte aufzudecken. Mit den Screeninguntersuchungen auf Stoffwechselkrankheiten können wir angeborene, mitunter lebensbedrohliche Stoffwechselstörungen bei Neugeborenen frühzeitig erkennen und - wo möglich - behandeln, um Langzeitschädigungen zu vermeiden. Ein weiterer Vorteil unserer Methode: Die bislang übliche Wartezeit bis zum fünften Lebenstag entfällt. Bei HELIOS ist die Blutabnahme nach der 48. Lebensstunde Standard. Dies ist der früheste Termin für diese Untersuchung, da das Neugeborene zuvor bereits gestillt worden sein muss. Auch ambulant entbindende Frauen können ihr Kind testen lassen. Dann entnimmt die Hebamme das Blut.

Für den Test bedarf es wie bisher nur einiger Tropfen Fersenblut auf einen Teststreifen. Wo die Abrechnung der Untersuchung mit den Krankenkassen noch nicht geregelt ist, übernimmt HELIOS die anfallenden Zusatzkosten bis auf Weiteres als Serviceleistung. Zusätzlich testen wir bei Ihrem Kind auch die Schilddrüsenfunktion und schließen ein Adrenogenitales Syndrom (Störung der Geschlechtsentwicklung) aus.

Bilirubinmessung

Das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs heißt Bilirubin. Nach der Geburt ist die Leber noch nicht in der Lage, das Bilirubin abzubauen und auszuscheiden; zugleich zerfallen gerade dann viele rote Blutkörperchen. Wenn der Bilirubin-Spiegel ansteigt und eine bestimmte Höhe überschreitet, kann sich der Farbstoff im Gehirn ablagern und Schäden hervorrufen. Um einen Anstieg frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen wie den Einsatz einer Blaulicht-Lampe ergreifen zu können, müssen wir den Bilirubingehalt des Blutes überprüfen. Zumeist muss dem Baby dazu Blut entnommen werden. In den HELIOS Kliniken ist das anders: Wir messen den Bilirubin-Spiegel grundsätzlich unblutig und ersparen den Neugeborenen so das Stechen.



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