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Steinerkrankungen - Niere/ Harnleiter/ Blase

Endoskopische Steinentfernung im Harnleiter (URS=Ureterorenoskopie)

Dabei wird in Vollnarkose ein 3-4 mm dünnes Endoskop unter Sicht durch Harnröhre und Blase bis in den Harnleiter eingeführt. Durch das Instrument können die Steine dann zertrümmert (s. unten) und die Steinreste oder der gesamte Stein mit miniaturisierten Zangen oder Körbchen entfernt werden. Zur Vermeidung schwellungsbedingter erneuter Harnabflußstörungen mit Schmerzen ist häufig die Anlage einer inneren, d.h. komplett versenkten Harnleiterschiene aus Silikon erforderlich. Diese wird nach 1-2 Wochen in Lokalanästhesie mit einem flexiblen und extrem dünnen Blasenspiegelungsgerät wieder entfernt.

 

In der Urologie Wuppertal werden jedes Jahr mehr als 250 Harnleiterspiegelungen mit Steinentfernung durchgeführt.

Endoskopische (flexible) Steinentfernung im Nierenbecken

Je nach Lage des/der Steine im Nierenbecken kann man wie bei Harnleitersteinen mit einem gering beweglichen (sog. semirigiden) Instrument bis ins Nierenbecken „spiegeln“ und die Steine entfernen.

Sind die Steine jedoch seitlich in einem Nierenkelch positioniert, gibt es dünne und sehr flexible Instrumente, mit denen man im Nierenbecken „um die Ecke“ arbeiten und die Steine mit einem Fangkörbchen entfernen oder einer Mikrolaserfaser pulverisieren kann. Bei großen Steinen sollte aber eine Schlüssellochchirurgie durch die Haut erfolgen (s. unten, PNL)

Verschiedene Techniken der Steinzertrümmerung

Ist der Stein größer als der Durchmesser des Harnleiters, muss er zunächst in Einzelfragmente zerkleinert (lithotripsiert) werden, um danach die Einzelfragmente nacheinander durch das Endoskop zu entfernen.

 

Als Techniken der Steinzertrümmerung verfügt die Urologische Klinik in Wuppertal über verschiedene Techniken, die je nach Größe und Lokalisation des Steines angewandt werden. Entweder kommt ein Holmium-Laser der neusten Generation oder verschiedene pneumatische Systeme zur Anwendung. Während bei der Laser-Technologie mit einer dünnen flexiblen Glasfaser die Laserenergie auf den Stein übertragen wird, funktionieren die pneumatischen Systeme nach dem Prinzip eines extrem miniaturisierten Presslufthammers (sog. Lithoclast-Sonden).