Steine im Harntrakt können an allen Stellen vorkommen. Befinden sie sich im Nierenbecken oder den Nierenkelchen spricht man von "Nierensteinen". Befinden sie sich im ableitenden Harnweg zwischen Nierenbecken und Blase spricht man Harnleitersteinen.
Die Behandlungsmethode des Steinleidens hängt wesentlich vom Steinort, der Größe bzw. der Anzahl der Steine und den individuellen Begleitumständen ab. So kann es auch zu einer Kombination der möglichen Therapieformen kommen.
In bis zu 70% aller Fälle, insbesondere bei kleineren Steinen im unteren Anteil des Harnleiters, kann es durch Einsatz von medikamentösen und physikalischen Mitteln zum spontanen Abgang des Steines kommen.



Die berührungsfreie Stoßwellenzertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen wurde in den 70-ger Jahren an der Universität München erfunden. In Wuppertal wurde Ende der 70-ger Jahre die 3. Maschine weltweit vom damaligen Ministerpräsidenten Rau eingeweiht. Seitdem gilt die Urologische Klinik Wuppertal als international renommierte Klinik zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen.
Bei der ESWL (= Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie) wird der Stein von außen durch die Haut mittels Stosswellen (gebündelten Schallwellen) in kleine und kleinste Teile zertrümmert, die dann auf natürlichem Wege ausgeschieden werden. Der Stein wird mit Hilfe Röntgenstrahlen oder mittels Ultraschall geortet. Die Steinzertrümmerung muß nicht in Narkose erfolgen. Es treten meist keine oder eher geringe Schmerzen auf, die durch sofortige Schmerzmittelgabe beherrscht werden. Pro Sitzung werden ca. 4000 einzelne Stosswellen auf den Stein gerichtet. Je nach Steingröße- und Steinhärte sind Wiederholungsbehandlungen nötig. Auf diese Weise können Nieren- und Harnleitersteine behandelt werden.