Es handelt sich hierbei oft nicht um eine Fehlbildung, sondern häufig um eine hormonelle Entwicklungsstörung, die dann auch hormonell beeinflussbar ist.
Eine Therapie sollte möglichst im ersten Lebensjahr beginnen um eine spätere Funktionsstörung (Spermienbildung) zu vermeiden.
Durch eine genaue körperliche Untersuchung, sonographische Untersuchung der Leisten und des Hodensackes, Protokollierung der Hodenlage über einige Tage und ggf. eine spezielle hormonelle Untersuchung können die verschiedenen Lagetypen festgestellt werden.
Prinzipiell ist eine hormonelle Therapie möglich, die jedoch nicht immer erfolgreich ist.
Dann jedoch steht ein operatives Verfahren zu Verfügung, um den Hoden dauerhaft im Hodensack zum Liegen zu bringen. Hierbei wird der Hoden mikrochirurgisch (mit Hilfe einer Lupenbrille) aus den Verklebungen gelöst und so freipräpariert, dass er spannungsfrei im Hodensack vernäht werden kann.
Die entsprechende Diagnostik und individuelle Therapieplanung erfolgt in unserer Kindersprechstunde und in enger Zusammenarbeit mit den Kinderärzten.
Da die Kinder nach der Operation Schmerzen haben können und eine Bettruhe die Wundheilung unterstützt, hat sich ein zweitägiger stationärer Aufenthalt in der Kinderklink bewährt.
Eine gemeinsame Unterbringung des Kindes mit einem Elternteil ist selbstverständlich möglich.
