
Das Kombinationsgerät – bestehend aus einer Einheit für Positronen-Emission-Tomographie (PET) und einer für Computertomographie (CT) – ermöglicht die zeitgleiche Darstellung der Stoffwechselaktivitäten und der Anatomie eines Patienten.
Insbesondere bei der Diagnostik von Bronchialkarzinomen ist das Gerät sehr wertvoll. Seit 2010 ist die PET-CT-Untersuchung vor einem operativen Eingriff aufgrund von Lungenkrebs in den Behandlungsleitlinien festgeschrieben. Das Gerät stärkt somit die Leistungskraft des Bergischen Lungenzentrums mit Dr. med. André T. Nemat (Klinik für Thoraxchirurgie) und Prof. Dr. med. Kurt Rasche (Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin).
Beim Betrieb des Gerätes kooperiert das HELIOS Klinikum Wuppertal mit dem Verbund Medizinischer Versorgungszentren „radprax“. „radprax“ ist mit 14 Standorten und 45 Radiologen, Nuklearmedizinern und Strahlentherapeuten einer der größten radiologischen Verbünde in NRW.
Seit 15 Jahren verfügt „radprax“ über Erfahrungen mit dem PET, seit sechs Jahren betreibt der Verbund auch das PET-CT, das in die Kooperation mit dem HELIOS Klinikum Wuppertal eingebracht wurde. Die gemeinsame Nutzung gewährleistet eine optimale Auslastung des einzigen Systems dieser Art im Bergischen Städtedreieck und sie kommt den Patienten zugute.
Der PET-CT wird im HELIOS Klinikum Wuppertal durch die Klinik für Nuklearmedizin (Dr. med. Marco Tosch), die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie (Prof. Dr. med. Patrick Haage) und seitens „radprax“ von Dr. med. Dr. rer.nat. Dirk Röhlen bedient. Wird am PET-CT eine Bestrahlungsplanung im Vorfeld einer Bestrahlung am Linearbeschleuniger durchgeführt – ein weiteres Einsatzgebiet – ist auch die Klinik für Strahlentherapie und Radio-Onkologie (Prof. Dr. med. Winfried Alberti) beteiligt.
Die fachübergreifende Nutzung des Gerätes macht es notwendig, dass die erzeugten Aufnahmen im gesamten System des Klinikums nutzbar sind. Das ermöglicht eine neue Software, die für Kompatibilität sorgt. So lassen sich Kernspin-, CT- sowie PET-Darstellungen und sogar Aufnahmen aus der Radiojodtherapie kombinieren, damit die Ärzte äußerst genaue Erkenntnisse darüber erhalten, was genau in einem bestimmten Bereich des Körpers eines Patienten passiert. So können die Therapien optimiert und auf die individuelle Situation angepasst werden.
Die PET stellt durch den Einsatz schwach radioaktiver Substanzen unterschiedliche Stoffwechselvorgänge dar, die durch die Kombination mit der CT dann genau anatomisch zugeordnet werden können. Dadurch wird insbesondere in der Onkologie eine präzise und rasche Lokalisation von Tumorgewebe (Primärtumoren oder auch Metastasen) möglich und eine Therapie kann gezielter geplant werden. Manche Therapie wird durch die PET-CT in eine andere Richtung gelenkt, unnötige Therapien werden vermieden. In der Onkologie liegt dann auch der Schwerpunkt der PET-CT-Diagnostik. Sie hat aber auch bei neurologischen oder kardiologischen Fragenstellungen ihren gesicherten Stellenwert.
Die Vorteile in Stichworten: