HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal - Universität Witten/Herdecke

Klinik für Nuklearmedizin

 

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

Schwerpunkt der Klinik für Nuklearmedizin ist die Untersuchung und Behandlung aller Erkrankungen der Schilddrüse. Für deren Behandlung (Radiojodtherapie) steht eine der größten nuklearmedizinischen Stationen Deutschlands einschließlich mehrerer Betten für besonders spezialisierte und hochdosierte Behandlungen zur Verfügung. Andere Therapien (z. B. Schmerzbekämpfung bei Knochenmetastasen) können ambulant durchgeführt werden. Das Team Nuklearmedizin legt dabei besonderen Wert auf eine persönliche und individuelle Betreuung der Patienten. Die Klinik erfüllt die Qualitätsstandards nach ISO EN DIN 9001-2000.

 

Was ist Nuklearmedizin?

In der Nuklearmedizin werden sowohl Untersuchungen als auch Behandlungen mit Hilfe radioaktiver Substanzen durchgeführt. Die Untersuchung bzw. Behandlung ist nicht schmerzhaft und auch nicht mit direkten Nebenwirkungen wie Unwohlsein oder Übelkeit verbunden. Dies ist möglich, da die verwendeten Untersuchungs- und Behandlungssubstanzen in verschwindend kleinen Mengen verwendet werden. Die Untersuchungsgeräte sind offene Geräte (keine „Röhre“), machen keinen Lärm und engen nicht ein.

 

Vielfältige Behandlungsmöglichkeiten

Viele Erkrankungen sind nuklearmedizinischen Behandlungen zugänglich. Das umfangreichste Einsatzgebiet stellen die gut- und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse dar, bei welchen eine Radiojodtherapie zum Einsatz kommt. Die weitaus häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse sind gutartiger Natur, lediglich ein geringer Prozentsatz der Schilddrüsenerkrankungen ist bösartig. Gutartige Erkrankungen der Schilddrüse, welche einer Radiojodtherapie zugänglich sind, sind die Struma (Kropf), die Autonomien sowie die Basedow‘sche Erkrankung (M. Basedow, Autoimmunthyreopathie vom Typ Basedow). Bösartige Schilddrüsenerkrankungen sind anschließend an die operative Entfernung der Schilddrüse in der Regel ebenfalls hervorragend durch die Radiojodtherapie behandelbar.  

Bei Knochenmetastasen im Rahmen bösartiger Erkrankungen kann zum Zwecke der Schmerzlinderung eine Radionuklidtherapie durchgeführt werden. Durch Applikation des Radiopharmakons in Körperhöhlen können ansonsten schlecht behandelbare Pleura- oder Gelenkergüsse behandelt werden.

 

Nuklearmedizinische Untersuchungsmethoden

Ein weiterer Schwerpunkt sind die nuklearmedizinischen Untersuchungen (Szintigraphie, SPECT, SPECT-CT, PET-CT), die für das gesamte Klinikum und für ambulante Patienten durchgeführt werden. Prinzip der nuklearmedizinischen Untersuchung ist die Darstellungsmöglichkeit der Funktion und des Stoffwechsels verschiedender Organe sowie die Möglichkeit der Untersuchung des ganzen Körpers bei speziellen Fragestellungen in einem Untersuchungsgang.

Nuklearmedizinische Untersuchungen sind z.B.

 

  • Schilddrüsensonographie und –szintigraphie
  • Skelettszintigraphie
  • Myokardszintigraphie
  • Nierenfunktionsszintigraphie
  • Hirnszintigrahie (insbesondere Parkinsondiagnsotik)
  • Tumordiagnostik (Beurteilung von Primärtumor und Metastasen)
  • Entzündungsszintigraphie
  • Lungenszintigraphie
  • SLN-Darstellung
  • Ösophagusszintigraphie
  • Magenentleerungsszintigraphie
  • Blutungsquellensuche

 

Ein Wort zum Umweltschutz 

Der Umweltschutz spielt bei der Verwendung von Radioaktivität eine große Rolle. Patienten, die bei einer Schilddrüsenerkrankung eine Behandlung mit radioaktivem Jod erhalten, scheiden dieses während ihres stationären Aufenthaltes teilweise aus. Damit dieses radioaktive Jod nicht in die Umwelt gelangt, werden Abluft und Abwässer der nuklearmedizinischen Station durch ein mehrstufiges Verfahren, welches in dieser Form einmalig ist, gereinigt. Dadurch wird maximaler Umweltschutz gewährleistet.

 

 

 

Dr. med. Marco Tosch
Klinikdirektor
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