03.11.11
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat am 27. Oktober in Berlin Frau Prof. Petra Thürmann, Chefärztin für Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal, in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen berufen. Die Wuppertaler Pharmakologin, die auch einen Lehrstuhl der Universität Witten/Herdecke bekleidet, ist damit Teil des siebenköpfigen Gremiums, das durch seine Gutachten wichtige Impulse zur Reform des Gesundheitssystems setzt.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat die Aufgabe, Gutachten für den Bundestag über die Entwicklung in der gesundheitlichen Versorgung zu erstellen. Sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich sollen so Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aufgezeigt werden. Da Arzneimittel eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen spielen, kann Frau Prof. Thürmann als Pharmakologin Entwicklungen im Pharmasektor umfassend bewerten und ihre Expertise einbringen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit von Frau Professor Thürmann auch im Bundesgesundheitsministerium geschätzt wird und gratulieren ihr herzlich zur neuen Aufgabe. Die Berufung in den Sachverständigenrat ist eine Auszeichnung für die exzellente Forschungsarbeit, die sie auch am HELIOS Klinikum Wuppertal leistet und die in vielen Fällen ganz direkt unseren Patienten zugute kommt“, erläutert Manuel Berger, Klinikgeschäftsführer des HELIOS Klinikums Wuppertal.
Frau Prof. Thürmann hat als Pharmakologin bundesweites Renommee erlangt und verfügt über weitreichende Gremienerfahrung. Bereits 2002 war sie Mitglied in der Kommission, die eine Arzneimittel-Positivliste erarbeitet hat. Im vergangenen Jahr sorgte sie mit einem Forscherteam mit der Vorstellung der Priscus-Liste (Priscus = altehrwürdig) für bundesweites Aufsehen. Die Liste führt potenziell gefährliche Medikamente für ältere Menschen auf und soll Ärzten als Orientierung dienen. Eine vergleichbare Zusammenstellung hatte es zuvor in Deutschland nicht gegeben.
Als Chefärztin und Direktorin des Philipp Klee-Instituts am HELIOS Klinikum Wuppertal leitet die 51-Jährige zudem die Beratung bei und Erfassung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, und unterstützt innerhalb und außerhalb der HELIOS Kliniken bei Planung und Durchführung von Klinischen Studien. Zudem bekleidet Frau Prof. Thürmann den Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie der Universität Witten/Herdecke.
Hintergrund Sachverständigenrat (http://www.svr-gesundheit.de):
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat die Aufgabe, im Abstand von zwei Jahren Gutachten zu erstellen und in diesem Rahmen
Der nächste Bericht wird im Frühjahr/Sommer 2012 erscheinen. Er wird dem Bundestag über das Bundesgesundheitsministerium zugeleitet.
Die Empfehlungen des Gremiums sind in der Vergangenheit schon häufig vom Gesetzgeber aufgegriffen worden, z.B. die Kassenwahlfreiheit, die Einführung eines Risikostrukturausgleichs, die Förderung der ambulanten Pflege durch die Steigerung der Leistungsstufen und eine Dynamisierung der Leistungen, die Verbesserung der Versorgung Dementer oder der Ausbau von Präventions- und Rehabilitationsleistungen.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 30 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.
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