HELIOS Klinik Bergisch-Land

Physikalische Therapie

Das Wirkprinzip der physikalischen Therapie besteht in einer gezielten Verabreichung physikalischer Reize auf den menschlichen Körper. Diese Reize (z.B.: Wärme, Kälte) rufen körperliche Reaktionen hervor, welche krankhafte Symptome und Prozesse positiv zu beeinflussen vermögen.

Komplexe Physikalische Entstauungstherapie

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE) besteht aus 4 Säulen:

  1. Lymphdrainage (bestehend aus einer Entstauungsphase und einer Erhaltungsphase)
  2. Kompression
  3. Bewegung in Kompression
  4. Hautpflege

 

Entwickelt ein Patient ein Lymphödem, so wird umgehend eine komplexe physikalische Lymphdrainage (KPE) eingeleitet. Bei der ersten Behandlung dokumentiert der Therapeut Konsistenz und Ort des Lymphödems. Ist eine Extremität betroffen, wird eine Umfangsmessung der betroffenen sowie der gesunden Seite durchgeführt.

 

Bei der Lymphdrainage werden durch spezielle Grifftechniken noch intakte Lymphknotenregionen angeregt, Mehrarbeit zu leisten, wodurch das betroffene Gebiet bzw. die Extremität entstaut wird. Falls erforderlich muss die betroffene Extremität gewickelt werden (Kompression). Es ist unerlässlich, Bewegungsübungen durchzuführen und diese weiterhin selbstständig im häuslichen Umfeld anzuwenden.

 

Der Verband ist kein Gipsverband , sondern eine Kompressionsbandage!

 

Beim letzten Behandlungstermin wird der reduzierte Umfang der betroffenen Extremität gemessen und dokumentiert.

 

Zum Ende des Rehaaufenthaltes erhalten die Patienten einen angepassten lymphlogischen Kompressionsstrumpf.

In der HELIOS Klinik Bergisch-Land werden folgende Behandlungsformen der physikalischen Therapie durchgeführt:

  • Komplexe physikalische Entstauungstherapie
    - manuelle Lymphdrainage
    - physikalische Entstauungstherapie
  • klassische Massage, Unterwassermassage
  • Wärmestrahler, Rotlicht
  • Kryotherapie
  • Kneipp-Güsse, Wechselbäder
  • medizinische Bäder, Luftsprudelbad
  • medizinische Teilbäder (Fußbäder, Sitzbäder etc.)
  • Reizstromtherapie
  • Mikrowelle
  • Ultraschalltherapie zur Narbenbehandlung
  • Hydroelektrobäder (Stangerbad, Vier-Zellen-Bad)
  • Inhalationen, Aerosoltherapie

 

In der Rehabilitation von Krebskranken lassen sich mit Hilfe physikalischer Therapieverfahren vor allem Folgestörungen behandeln, die durch die Tumoroperation, durch eine Bestrahlung oder durch Chemotherapie ausgelöst wurden.

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