HELIOS Klinik Wittingen

Eingriffe am Magen

Die häufigsten Erkrankungen des Magens sind Entzündungen und Geschwüre, wobei Männer hierbei 4 x häufiger betroffen sind als Frauen.

 

Symptome sind insbesondere Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit. Die Beschwerden nehmen bei Nahrungsaufnahme häufig zu, während sich die Beschwerden bei Geschwüren des Zwölffingerdarms häufig durch Nahrungsaufnahme bessern.

 

Die Diagnose wird durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) gestellt.

 

Die Behandlung der Geschwüre ist eine Domäne der medikamentösen Therapie; zum einen durch Gabe eines so genannten Protonenpumpenhemmers (Senken des Säurespiegels) und andererseits  einer antibiotischen Therapie bei Besiedlung mit Keimen (Helicobacter), der Eradikationstherapie.

 

Eine chirurgische Therapie ist nur bei  Komplikationen wie Blutung oder Durchbruch in Form von Übernähungen oder Umstechungen erforderlich. Selten geworden sind unter der medikamentösen Therapie Eingriffe zur Erweiterung des Magenausgangs oder Magenteilentfernungen bei  anhaltenden Geschwüren trotzkonsequenter Medikamenteneinnahme.

 

Seltener sind die Tumorerkrankungen des Magens. Pro Jahr erkranken etwa 18.000 Menschen in Deutschland neu, wobei auch hier Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

 

Als Risikofaktoren gelten neben Alkoholkonsum und Rauchen insbesondere die Aufnahme großer Mengen gepökelter Nahrung und Grillgut, wo Nitritsalze in die krebserregenden Nitrosamine umgewandelt werden. Ein weiterer Risikofaktor stellt die Magenbesiedlung mit dem Keim Helicobacter dar; durch die konsequente Behandlung des Keims mittels einer Eradikation ist die Zahl der Magenkrebserkrankungen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Vererbliche Anlagen liegen in nur 5% der Fälle vor.

 

Mögliche Symptome des Magenkrebses können Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Aversion gegen Fleisch sein.

 

Gute Heilungschancen bestehen insbesondere bei frühen Tumorstadien, so dass bei entsprechenden Symptomen umgehend ein Arzt aufgesucht werden sollte, um eine Magenspiegelung vornehmen zu lassen.

 

Die Behandlung besteht in der Regel  je nach Tumortyp in einer teilweisen oder kompletten Entfernung des Magens. Die Nahrungspassage wird durch zwischenschalten eines  Dünndarmabschnittes wiederhergestellt.

 

Je nach Ausdehnung des Tumors kann vor oder nach der Operation eine Chemotherapie erforderlich sein, hierzu erfolgt bei uns eine enge Zusammenarbeit mit einem Onkologen.

 

 



Über uns