HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Indikation und Voruntersuchung

Was sind Kriterien für ein Cochlea-Implantat?

  • Völliger Schallempfindungshörverlust beider Ohren bei Kindern; Implantation kann dann bereits im ersten Lebensjahr erfolgen. Gehörlos geborene oder früh ertaubte Kinder sollten nach Möglichkeit spätestens bis zum achten Lebensjahr implantiert werden.
  • Schwerer bis völliger Schallempfindungshörverlust beider Ohren bei Erwachsenen: Eine Versorgung mit den bestmöglichen Hörgeräten führt zu keiner oder nur eingeschränkter
  • Sprachverständlichkeit. Bei erwachsenen Patientinnen und Patienten sollte die Hörstörung erst nach dem Spracherwerb eingetreten sein.
  • Es gibt keine obere Altersgrenze für eine Implantation. Doch der allgemeine und geistige
  • Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten und sein soziales Umfeld sind wesentliche Voraussetzungen.
  • Der Hörnerv muss funktionieren.
  • Keine medizinischen Kontraindikationen
  • Das Innenohr darf nicht verknöchert sein. Im Falle einer Verknöcherung ist die Versorgung mit einem CI eingeschränkt.
  • Hohe Motivation zur Teilnahme an Rehabilitationsprogrammen und angemessene
  • Erwartungen

Voruntersuchungen

Im Hörzentrum klären wir, ob eine CI-Versorgung sinnvoll und medizinisch möglich ist. Dazu bedarf es spezieller Untersuchungen, die ambulant oder im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthaltes in der unserer HNO-Klinik durchgeführt werden:

  • Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese klinische Untersuchung mit Ohrmikroskopie
  • HNO-fachärztliche Kontrolle und Beratung
  • Hör- und Sprachtests – mit und ohne Hörgeräte
  • objektive und subjektive Tests zur Funktionsüberprüfung der Hörschnecke und des Hörnervs (OAEs, BERA)
  • Test zur Überprüfung des Gleichgewichtorgans (Elektronystagmographie, Posturographie)
  • Promontorial-Test (zum Nachweis der erhaltenen Funktion des Hörnervs)
  • bildgebende Verfahren (Computertomographie, Kernspintomographie)

Informations- und Beratungsgespräch


In ausführlichen Informations- und Beratungsgesprächen werden die Grenzen und Möglichkeiten des Hörens mit dem Cochlea-Implantat aufgezeigt und die Bestandteile sowie die Funktion des CI aufgeführt und erklärt. Mögliche Risiken werden erläutert sowie der Ablauf der Rehabilitation nach der Implantation vorgestellt.

Nach Abschluss o.g. Untersuchungen erfolgt bereits präoperativ eine Vorstellung in der die stationäre Rehabilitation durchführenden Einheit

(Kinder: Cochlea-Implant Centrum Friedberg/Prof. Diller,

Erwachsene: Kaiserbergklinik Bad Nauheim Dr. Zeh/Dr. Rehbein).

Insbesondere bei Kindern sind hier Untersuchungen zur Sprech- und Sprachentwicklung sowie Hörpädagogische und psychologische Untersuchungen notwendig. Die Entscheidung für oder gegen eine Versorgung mit einem Cochlea-Implantat wird dann interdisziplinär gemeinschaftlich mit dem Patienten, bzw. den Eltern diskutiert. Wenn der Gesamtbefund für eine CI-Versorgung spricht, wird ein Termin für die Operation vereinbart.

SO ERREICHEN SIE UNS

Hörzentrum

Prof. Dr. med. Jan Gosepath
Leiter des Zentrums

Ludwig-Erhard-Str. 100
65199 Wiesbaden

Telefon (0611) 43-2368
Telefax (0611) 43-3628

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