HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Therapieangebote

Psychiatrisches Integrationszentrum - PIZ

Die Integration der Ergo- und Physiotherapeuten ermöglichen ein ausgewogenes Therapieprogramm für alle stationären und teilstationären Patientinnen und Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Die Zusammenfassung der Spezialtherapeuten in ein Team stellt eine Ergänzung zum Gesamtkonzept der Klinik dar. Somit ist eine echte funktionale Zusammenarbeit mit den multidisziplinären Betreuungsteams für Patientinnen und Patienten eine qualitativ hohe Gesamtbetreuung zu gewährleisten.

Bereits beim ersten Patientenkontakt werden die Handlungskompetenzen der Patientinnen und Patienten durch individuelle Erstgespräche der/des zuständigen Therapeutin/en aktiviert und seine Autonomie gefördert, indem sie/er die persönliche Therapieplanung mitgestaltet und diese durch Einzelgespräche und/oder im Rahmen der Visiten in Bezug auf ihre Wirksamkeit evaluiert werden.

Ergotherapie

Ergotherapie unterstützt die Entwicklung und den Erhalt eines für die Patientinnen und Patienten zufriedenstellendes Betätigungsverhalten, welches durch Krankheit beeinträchtigt ist.  Es wird eine effektive ergotherapeutische Behandlung erbracht, die sinnvolle Resultate für und mit den Patientinnen und Patienten erzielen soll. Unterschiedliche Gruppen ermöglichen den Patientinnen und Patienten das Erlernen und Verbesserung der Basiskompetenzen im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich. Die Gruppen sind themen- und projektbezogen wie in folgenden Beispielen aufgeführt:

  • Werken – Individuelle Projekte:
    In diesen Gruppen werden klassische Medien eingesetzt Acrylfarben, Speckstein, Holz; eigene Projekte werden erarbeitet.
  • Experimentelles Malen:
    Hier stehen das Ausprobieren verschiedener Malmaterialien sowie deren Anwendung und das Erlernen unterschiedlicher Maltechniken im Vordergrund. Malanleitungen und Vordrucke ermöglichen eine strukturierte Vorgehensweise.
  • Malprojekte – Wanderausstellung für und in der Klinik:
    Diese Projekte werden bedarfsweise als gemeinsames Gruppenprojekt geplant und durchgeführt.
  • Kognitives Training:
    Dieses ganzheitliche Gedächtnistraining steigert spielerisch die Leistungen des Gehirn und beteiligt Körper und Geist. Abwechslungsreiche Übungen fördern spezifische Gehirnleistungen.
  • Computergestütztes kognitives Training:
    Dieses Programm ermöglicht einen individualisierten Ansatz. Aus den zahlreichen Übungen wird für jede Patientin und jeden Patienten ein eigenes Trainingsprogramm zusammengestellt. Das Programm ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Ergebnisse werden von den Patienten eigenverantwortlich auf einem Vordruck zur späteren Besprechung festgehalten.
  • Zeitungsgruppe:
    Schwerpunkte dieser Gruppe sind Kommunikation und Interaktion in der Gruppe, sowie das Interesse für aktuelles Zeitgeschehen wiederzufinden.

Arbeitstherapie

Dieser Bereich gibt den Patientinnen und Patienten die Möglichkeit die durch Erkrankung beeinträchtigten Grundarbeitsfähigkeiten zu erproben und zu verbessern. Dabei werden die Fähigkeiten im handwerklich-technischen Bereich, wie zum Beispiel ausdauerndes Arbeiten, Belastbarkeit, Arbeitsplanung und Koordination geübt und verbessert.

An die Patienten werden hierbei unterschiedliche Anforderungen gestellt, da die Werkstücke in Handarbeit oder mit Hilfe von Kleinmaschinen unter fachlicher Anleitung hergestellt werden. Kleine bis mittelgroße Werkstücke, wie zum Beispiel maßgefertigte Bilderrahmen oder Kleinmöbelstücke, werden mit verschiedenen Materialen (unter anderem Holz) angefertigt. Ergänzend zu diesem Programm wird computergestütztes Konzentrationstraining angeboten.

Kunstprojekte für die Klinik

In der Arbeitstherapie werden von Patientinnen und Patienten Konzepte für die Bilder- und Skulpturengestaltung ausgearbeitet und umgesetzt, die in der Klinik für Psychiatrie ausgestellt werden. Diese Projektarbeit ist ein integraler Teil des therapeutischen Ansatzes der es  Patientinnen und Patienten ermöglicht neue kreative Fertigkeiten zu erlernen und  Anregungen für persönlich Projekte zu erhalten. 

Körper- und Bewegungstherapie: Bewegung- und Wahrnehmung (W&B)

Dieser Therapiebereich wird vom Behandlungsteam der Physio- und Ergotherapeuten, durchgeführt. Diese Behandlungsform beruht auf der Annahme, dass der Zugang zur Psychomotorik auf der Ebene des Körpers liegt. Die Vorgehensweise ist sowohl funktional-übungszentriert, was die senso-motorischen Funktionen des Körpers betrifft, als auch erlebniszentriert und aktivierend.

Die Patientinnen und Patienten erleben in dieser Gruppe in spielerischer Weise, wie sie in Beziehung zu sich selbst und zu ihrer Umwelt stehen. Es können die sozialen Kräfte, Gruppendynamik und Selbsthilfepotentiale der Beteiligten zum Tragen kommen. Die Selbstwahrnehmung des Patienten auf der physischen, der affektiv-emotionalen, sowie der psychosozialen Ebene wird gefördert.

Physiotherapie

Die stabilisierende Wirkung von funktioneller Bewegungstherapie auf die Psyche und damit die Rehabilitation des Patienten in der Psychiatrie ist nachgewiesen, wobei beachtet werden sollte, dass kein Anspruch auf Ersatz einer Psychotherapie durch sportliche Aktivitäten und spezielle therapeutische Angebote erhoben werden soll.

Die Gruppenangebote der Physiotherapie der psychiatrischen Klinik werden in den Räumlichkeiten der Physiotherapie der HSK, sowie der psychiatrischen Klinik und auch außerhalb der HSK durchgeführt:

  • Frühaktivierung:
    Gehen auf dem Gelände der HSK nach dem Frühstück
  • Nordic Walking:
    Eine genau definierte sanfte Ausdauersportart aus Finnland, bei der NW-Stöcke zum Einsatz kommen, die eine Kräftigung, Mobilisation des Kreislaufes und Stoffwechsels und damit verbesserte Wirkung der Medikamente zur Folge haben. Sie wird mit Patienten aus allen Bereichen der Psychiatrie auf und außerhalb des Klinikgeländes ausgeführt.
  • Medizinische Trainingstherapie:
    Gerätetraining in den Räumen der Psychiatrie und der Physiotherapie zur Verbesserung der Kraft und Ausdauer
  • Offene Sportgruppen:
    Ballspiele, Zirkeltraining, Übungen zur Dehnung/Kräftigung, hier steht der Aggressionsabbau, das spielerische Gruppenerleben, Kreislaufanregung, sowie das Fördern der Eigeninitiative der Patienten im Vordergrund
  • Qi Gong:
    Übungen aus dem chinesischen Gesundheitssystem dienen der Regeneration und Entspannung, dem Stressabbau, der sog. Lebenspflege, sowie der Verbesserung der Körperwahrnehmung. Zentrierung steht dabei für das Finden der eigenen Mitte, das einer Selbstbesinnung und damit Rückverbindung zur eigenen Natur entspricht. Die uralten überlieferten Übungen der TCM (traditionellen chinesischen Medizin) führen zu Verbesserung der Zirkulation des Qi (der vitalen Lebensenergie) durch die Energieleitbahnen, die Meridiane, wodurch Blockaden und Stagnation im Fluss aufgehoben werden und die Wiederherstellung einer verlorengegangenen Harmonie begünstigt wird (Konzept der Einheit von Yin und Yang). Diese Gruppen sind für alle Bereiche der Psychiatrie offen.

Neben den Gruppenangeboten werden Einzelbehandlungen bei krankengymnastischen Indikationen, vom physiotherapeutischen Team der Psychiatrie durchgeführt, die von Ärzten und Psychologen der Psychiatrie verordnet werden.



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