HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Endoskopie

Magenspiegelung (ÖGD)

Bei der Magenspiegelung wird nicht nur der Magen, sondern auch die Speiseröhre und der oberste Teil des Dünndarms, der Zwölffingerdarm untersucht. Die Untersuchung ist sehr schonend, weil sie mit einem flexiblen und dünnen Spiegelungsgerät (Endoskop) durchgeführt wird. Gerne können Sie für die Untersuchung eine Schlafspritze (Sedierung) bekommen. Wichtig ist, dass Sie am Tag der Untersuchung nüchtern sind und eine Begleitperson haben, die Sie nach der Untersuchung nach Hause bringen kann, falls Sie die Untersuchung unter Sedierung bekommen haben. Bei der Magenspiegelung können aufgrund der modernen Gerätetechnik mit hochauflösender Abbildung bereits kleinste Veränderungen gesehen werden. So können auch bösartige Veränderungen so früh erkannt werden, dass sie in erfahrenen Händen endoskopisch entfernt werden können. In der Regel werden während einer Magenspiegelung Schleimhautproben entnommen. Dies dient z.B. dazu, Helicobacter pylori nachzuweisen. Dies ist ein Bakterium, welches Magenschleimhautentzündungen oder Geschwüre auslösen kann.

Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Darmspiegelung (Koloskopie) benötigt eine besondere Vorbereitung des Patienten um den Darm zu reinigen. Für diese Prozedur muss der Patient ab dem Vortrag nüchtern sein und eine Abführlösung trinken. Während der Untersuchung erhält der Patient ein Schlafmedikament. Im Rahmen einer Darmspiegelung wird nach Ursachen für Beschwerden wie Durchfall oder Blutungen aus dem Darm gesucht. Unsere Endoskope ermöglichen dabei mit einer hohen Auflösung die Darmschleimhaut zu untersuchen, so dass Krebsvorstufen (Polypen) frühzeitig erkannt werden können. Unsere Klinik bietet neben diesen diagnostischen Untersuchungen auch therapeutische Spiegelungen im Dickdarm an. So werden Krebsvorstufen minimal invasiv entfernt und Darmblutungen mit allen modernen Interventionstechniken behandelt.

ERCP

Die ERCP ist eine Methode um die Hohlräume der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse abzubilden.  Dabei wird das Endoskop über Mund und Magen bis in den Dünndarm zur Mündung des Gallengangs vorgeführt.  Die Gallengänge werden mit Hilfe eines Kontrastmittels unter Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen dargestellt. Das Verfahren dient der Diagnose und Therapie eines Gallestaus (Cholestase) sowie der Tumordiagnostik. Ein Gallestau kann durch Gallensteine oder Engstellen im Bereich der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge verursacht sein. Dabei besitzen wir alle Methoden diese Ursachen zu diagnostizieren und zu behandeln. Ein besonderes Merkmal unserer Klinik ist hierbei, dass wir auch ERCP Untersuchungen bei Patienten durchführen können, die ein Operation im Bauch (z.B. Billroth II oder Whipple-OP) gehabt haben und so eine veränderte Anatomie haben.

Cholangioskopie

Im klinischen Alltag ist die Einordnung von unklaren Veränderungen im Gallengang schwierig. Bei der Cholangioskopie handelt es sich dabei um die direkte Endoskopie der Gallenwege, bei der man sich den entscheidenden Vorteil der direkten Schleimhautbeurteilung nutzbar macht, um so Veränderungen im Gallengang direkt zu beurteilen, aber auch direkte Gewebeproben zu entnehmen. Damit ergeben sich nicht diagnostische Möglichkeiten sondern auch therapeutische Optionen, so zum Beispiel die direkte Zerstörung von eingeklemmten Steinen im Gallengang mit Hilfe von elektrohydraulischen Wellen.

Endosonographie

Der endoskopische Ultraschall (Endosonographie) ist für den Patienten mit einer normalen Magen- oder Darmspiegelung vergleichbar. Es werden allerdings spezielle Ultraschall- Endoskope verwendet, an deren Spitze eine Ultraschallsonde integriert ist. Das damit erzeugte Ultraschallbild kann in hoher Auflösung die Wand von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm und Dickdarm/Enddarm darstellen. Weiterhin können die benachbarten Organe, beispielsweise die Bauchspeicheldrüse, sehr genau untersucht werden. Wie bei der Abdomen- Sonographie  können auch in der Endosonographie die Techniken der Farbdopplersonographie und der Kontrastmittelsonographie eingesetzt werden. Die Methode wird zur Beurteilung von Tumoren der Speiseröhre, des Magen, des Enddarm und der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Weiterhin ist die Beurteilung des Gallenganges, und hier insbesondere die Suche nach kleinen Gallengangssteinen eine Domäne der Endosonographie. Auch die Entnahme von Gewebeproben unter direkter endosonographischer Sicht ist möglich. Neben den oben genannten diagnostischen Möglichkeiten setzen wir den endoskopischen Ultraschall auch therapeutisch ein. So können etwa Zysten der Bauchspeicheldrüse  unter endosonographischer Kontrolle vom Magen aus punktiert und mit einer Ableitung (Drainage) direkt in den Magen versorgt werden. Bestimmte Schmerzpatienten können mit einer endosonographisch gesteuerten Nervenblockade vom Magen aus behandelt werden.

Dünndarmspiegelung

Auch die Untersuchung des langen Dünndarms ist in unserer Klinik möglich. Patienten mit Verdacht auf einen Tumor oder eine Blutung im mittleren Gastrointestinaltrakt erhalten in der Regel zunächst eine Diagnostik mit einer Videokapsel, die die Größe einer Tablette hat. Wird hier eine Veränderung der Schleimhaut beobachtet ermöglicht eine spezielles Endoskop (Doppelballonenteroskop) die Untersuchung des gesamten Dünndarms. Im Rahmen dieser Untersuchung können auch alle gängigen Therapieverfahren in der Endoskopie angewandt werden.

Bauchspiegelung

Die Bauchspiegelung (Mini-Laparoskopie) ist eine zuverlässige und sichere Methode bei der Diagnose und Klärung von unklaren Lebererkrankung und Erkrankungen des Bauchfells (Peritoneum). Bei dieser Untersuchung wird eine Optik über einen kleinen Schnitt in den Bauchraum gebracht und ermöglicht so eine direkte Beobachtung der Organe. Dadurch kann zum Beispiel die Leberoberfläche direkt und sehr genau betrachtet werden umso gezielte Biopsien von auffälligen Arealen vorzunehmen.  Diese Methode ist auch bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko geeignet, denn eine mögliche Nachblutung kann so direkt und unter Sicht schnell und effektiv gestoppt werden.

Kaspelendoskopie

Die Kapselendoskopie ist als Goldstandard bei der Diagnostik von Dünndarmerkrankungen seit Jahren etabliert. Hierbei wird vom Patienten eine ca. 26 x 11 mm große Kamerakapsel geschluckt, die vom  Magen-Darm-Trakt ca. 50.000 bis 60.000 Bilder aufnimmt. Die Aufnahmedauer beträgt etwa 11 Stunden, in denen sich der Patient frei bewegen kann und sogar essen darf. Die Bilder werden nach außen auf eine tragbare Empfangs- und Speichereinheit gesendet. Die Kamerakapsel wird nur ein einziges Mal verwendet und auf natürlichem Wege ausgeschieden. Am nächsten Tag werden die gespeicherten Bilder auf einen Computer übertagen und zu einem Video zusammengefügt. Dieses Video wird von erfahrenen Ärzten ausgewertet und beurteilt.

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Klinik für Innere Medizin II: Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

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