HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Leistungsspektrum

Methoden

Histologie


Das histologische Kernlabor des Instituts für Pathologie und Zytologie stellt Gewebeproben für die ärztliche Diagnose bereit. Routinemäßig kommen in unserem Institut folgende Methoden zur Anwendung: konventionelle Histologie (Paraffinhistologie, Schnellschnittuntersuchungen, Immunhistologie), enzymhistologische Diagnostik, immunhistochemische Diagnostik, Immunfluoreszenz-Mikroskopie, Immunzytochemie, Molekularpathologie.

Molekularpathologie

  • Im Rahmen des Akkreditierungsumfangs gem. DIN EN ISO/IEC 17020 verfügen wir über eine akkreditierte Molekularpathologie und arbeiten in zahlreichenzertifizierten onkologischen Zentren mit.
  • In der molekularen Diagnostik bieten wir für die zielgerichtete Therapie Mutationsanalysen an, z. B. RAS-Status (NRAS und KRAS), zu BRAF, EGFR, c-kit oder PDGFR-alpha sowie FISH-Analysen (z. B. ALK1- oder Her2neu-Status). Auf Proteinebene bieten wir die ELISA-Untersuchung zur quantitativen Bestimmung von uPA/PAI-1 bei G2-Mammakarzinomen an. Für die HNPCC-Diagnostik werden Mikrosatellitenanalysen durchgeführt.
  • Zur Tumordiagnostik werden neben Klonalitätsanalysen bei Lymphomen auch Fusionsgene analysiert (z. B. SSX bei Synovialsarkomen), miRNA-Analysen (z. B. bei Schilddrüsentumoren) sowie Mutationsanalysen eingesetzt (z. B. JAK2, IDH1/ IDH2, GNAS1).
  • Im Spektrum der Abteilung findet sich zusätzlich die molekulare Erregerdiagnostik zu Mykobakterien (TBC-Komplex), HPV oder EBV.


Neuropathologie

Auf Basis morphologischer Methoden an konventionellen Färbungen von Zytologien, Autopsien, Biopsien und Operationspräparaten bieten wir die neuropathologische Diagnostik an; abhängig von der Fragestellung kommen ergänzend enzym- und immunhistochemische sowie molekularpathologische Verfahren zur Anwendung.

Besondere Erkrankungsfälle diskutieren wir im Rahmen des Neuropathologischen Kolloquiums der HSK Kliniken. Darüber hinaus erörtern und beurteilen wir regelmäßig ausgewählte Fälle in neuropathologischen Zirkeln.

Schnellschnittdiagnostik - Begutachtung von Gewebe während der Operation

Schnellschnittuntersuchungen können Patientinnen und Patienten möglicherweise einen weiteren operativen Eingriff in Narkose ersparen, weil ein Pathologe noch während der Operation entnommenes Gewebe sofort untersucht:

  • Direkt aus dem Operationssaal wird das Gewebe an die Pathologie überreicht. Hier wird die Gewebeprobe tiefgefroren bei Minus 25 Grad Celsius; danach fertigen unsere medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten hauchdünne Gewebeschnitte an und färben diese.
  • Innerhalb von 20 Minuten nach Eintreffen des Materials begutachtet einer unserer Fachärzte das Präparat unter dem Mikroskop, erstellt eine vorläufige Diagnose und informiert den verantwortlichen Operateur.
  • Dieses Ergebnis hat direkten Einfluss auf den weiteren Verlauf beziehungsweise die Ausdehnung der Operation.
  • Das im Institut für Pathologie und Zytologie angewandte Verfahren richtet sich nach der DIN EN ISO/IEC 17020, Leitfaden zur Interpretation der Anforderungen und technische Kriterien für deren Anwendung zur Akkreditierung in der Pathologie/ Neuropathologie.


Schnellschnitt-Dienst

Das Institut verfügt über ein voll ausgestattetes Schnellschnittlabor mit betriebsbereiten Kryostaten.

Die Schnellschnitt-Annahme befindet sich auf Ebene 99, Pathologie, Raum 99-L-43 b (Probenannahme); die Übergabe von Patientenproben muss persönlich erfolgen. Schnellschnittannahme:

  • regulär Montag bis Freitag  08.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Schnellschnittannahme  nach 16.00 Uhr nur mit Voranmeldung 24 Stunden an Telefon 0611-43.2540

Telefon des verantwortlichen Arztes im Schnellschnitt-Dienst: (0611) 43-1164

Keine Annahme am Samstag, Sonntag und an Feiertagen.


Gewebeproben einsenden (außer: Nativmaterial für die Schnellschnittdiagnostik)

  • Für eine zuverlässige Diagnostik am Operationspräparat muss die Gewebeprobe direkt nach Entnahme in ein Formalin-befülltes Probengefäß entsprechender Größe eingelegt sein.
  • Bestes Fixationsmittel (wenige Ausnahmen) für histologische Untersuchungen: vierprozentiges gepuffertes Formalin (4%).
  • Das Volumenverhältnis Formalin zu Gewebe sollte mindestens drei zu eins betragen; andernfalls kommt es zur Autolyse.
  • Proben stets in gut verschlossenen und ausreichend großen Gefäßen einsenden.
  • Auf keinen Fall Aqua dest., Kochsalz oder Zellkulturmedium als Fixation benutzen,weil damit das Gewebe fault. Das Gleiche geschieht bei Fixation in zu wenig Formalin.
  • Externe Einsender: Bitte Verpackungsanweisung P 650 (UN-Nummer 3373) beachten, vielen Dank!

Information zur Einsendung von Muskelbiopsien
 
Qualitätsmanagement

Das Institut für Pathologie und Zytologie ist seit dem Jahr 2007 eine akkreditierte Inspektionsstelle gem. Norm DIN EN ISO/IEC 17020 Akkreditierung in der Pathologie/ Neuropathologie, DAkkS-Verfahrensnummer D-IS-13015-01-00.

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) mit Sitz in Berlin arbeitet nicht gewinnorientiert. Sie untersteht der Fach-, Rechts- und Finanzaufsicht des Staates; vgl. http://www.dakks.de.

Eine erfolgreiche Akkreditierung bietet Sicherheit und Verlässlichkeit: unser Pathologiebetrieb verfügt nachweislich über

  • ein von unabhängigen Begutachtern überwachtes Leistungsniveau
  • im vergleichbaren Wettbewerbsumfeld
  • mit Ergebniskontrolle der eingesetzten Mittel und Verfahren sowie
  • eine angemessene Qualifikation des verantwortlichen Personals.


Ringversuche
Im Rahmen der externen Überprüfung unserer diagnostischen Standards nehmen wir regelmäßig an Ringversuchen der Immunhistochemie und Molekularpathologie teil: Qualitätssicherungs-Initiative Pathologie, Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V., Berlin/ Bundesverband Deutscher Pathologen e.V., Berlin; vgl. http://www.quip-ringversuche.de.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

  • Referenzzentrum für die Diagnostik von Lungen- und Pleuraerkrankungen
  • Referenzzentrum für die Hormonrezeptoranalyse bei Mammakarzinomen
  • Kooperationen mit zertifizierten Genital- und zertifizierten onkologischen Zentren der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • Kooperation mit dem Eusoma-zertifizierten Mammazentrum der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • Kooperationen mit OnkoZert-zertifizierten Mammazentren (Asklepios Paulinen-Klinik, Wiesbaden; Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden)
  • Kooperation mit dem zertifizierten Onkologischen Zentrum der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • Kooperation mit dem zertifizierten Darmzentrum der Asklepios Paulinen-Klinik, Wiesbaden
  • Kooperation mit dem zertifizierten Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • Kooperation mit dem zertifizierten Darmzentrum Main-Taunus, Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH, Krankenhaus Bad Soden
  • Kooperation mit dem Gynäkologischen Krebszentrum der Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH, Krankenhaus Bad Soden
  • Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • Forschungsarbeit und Gutachtertätigkeit

SO ERREICHEN SIE UNS

Institut für Pathologie und Zytologie

Prof. Dr. med. Annette Fisseler-Eckhoff
Direktorin des Instituts

Ludwig-Erhard-Str. 100
65199 Wiesbaden

Telefon (0611) 43-2542
Telefax (0611) 43-3102

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