HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Leistungsspektrum

Die Klinik für Innere Medizin III bietet das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum ihres Schwerpunkts, der Hämatologie, Internistischen Onkologie und Palliativmedizin an. Zusammen mit den anderen Abteilungen des Zentrums Innere Medizin betreuen wir zusätzlich Patienten mit allen Formen "innerer" Erkrankungen und können dabei auf alle Diagnose- und Therapieverfahren eines Klinikums der Maximalversorgung zurückgreifen.

Innerhalb des Schwerpunkts Hämatologie und Internistische Onkologie spielt die Onkologie, d.h. die Wissenschaft von den Krebserkrankungen, die größte Rolle. Patienten mit Krebserkrankungen werden in den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden in vielen Abteilungen behandelt. In der Inneren Medizin III liegt jedoch der Anteil von krebskranken Menschen mit etwa 95% am höchsten. Wir konzentrieren uns auf die Therapie von Krebserkrankungen mit Medikamenten. Angeboten wird das gesamte Spektrum von der milden Therapie mit körpereigenen Substanzen, Immuntherapie und Standard-Chemotherapie bis hin zur intensiven Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation ("Knochenmarktransplantation") an.

Hämatologie ist die Wissenschaft von den Erkrankungen des Knochenmarks und Blutes, z.B. Blutarmut. Die meisten Patienten können ambulant beim niedergelassenen Facharzt behandelt werden. Wir sehen sie v.a. dann, wenn sie entweder schwer krank sind, eine spezielle Diagnostik erforderlich ist, oder wenn es sich um Erkrankungen handelt, auf die wir uns spezialisiert haben.

Da die Behandlung krebskranker Menschen heute fast immer nur dann erfolgreich ist, wenn mehrere Spezialisten zusammenarbeiten, übernimmt die Klinik Innere Medizin III viele Koordinationsfunktionen innerhalb der Klinikums. Sie ist auch Kernklinik des Onkologischen Zentrums, eines Zusammenschlusses von kooperierenden Kliniken.

Wir behandeln folgende Krebserkrankungen (Schwerpunkt Onkologie) Fast immer gilt der Grundsatz, dass man im Frühstadium von Krebserkrankungen mit einer chirurgischen Entfernung des bösartigen Gewebes die größten Heilungschancen hat. Wenn ein Krebs fortgeschritten ist, heißt das aber nicht, daß man nichts mehr tun kann: Einige Krebserkrankungen können selbst in weit fortgeschrittenen Stadien mit Medikamenten geheilt werden. Andere kann man mit Medikamenten so beeinflussen, dass das Leben verlängert und Beschwerden für lange Zeit beseitigt werden können. Diese medikamentöse Therapie ist unser Spezialgebiet.

  • Blut- und Lymphknotenkrebs
  • Leukämien, akute und chronische
  • Hodgkin-Lymphome (= Morbus Hodgkin)
  • Non-Hodgkin-Lymphome
  • Multiples Myleom (= Plasmozytom)
  • Krebs von "soliden" Organen
  • Lungenkrebs
  • Darmkrebs
  • Magenkrebs
  • Brustkrebs
  • Hoden- und Eierstockkrebs
  • Knochen- und Weichteiltumoren



Spezialgebiete

Durchflußzytometrie

Eine Spezialdiagnostik ist die Durchflußzytometrie (auch "FACS-Analyse" genannt). Darunter versteht man die sehr genaue Charakterisierung einzelner Zellen anhand ihrer Oberflächenmerkmale. Die Zellen werden mit hochspezifischen Meßsonden, sogenannten "monoklonalen Antikörpern" markiert und nach Anregung mit einem Laserstrahl in einem "Durchflußzytometer" vermessen.

Diese Untersuchung wird vor allem zur Diagnose von Blut- und Knochenmarkerkrankungen eingesetzt. Eine Leukämie oder ein Lymphom kann man mit der Durchflußzytometrie mit nahezu 100%iger Sicherheit nachweisen oder ausschließen. Auch das Zellmaterial, daß durch die Feinnadel-Aspirationszytologie gewonnen wird, ist hervorragend für die Durchflußzytometrie geeignet. In manchen Fällen ist diese Diagnostik zuverlässiger als bei Herausnahme ("Biopsie") von Gewebe.

Palliativmedizin

Viele fortgeschrittene Krebserkrankungen können leider nicht mehr geheilt werden. Unsere Abteilung Palliativmedizin hat sich auf die Betreuung von Menschen spezialisiert, bei denen oft andernorts " nichts mehr geht". Die Erfahrung zeigt aber immer wieder, dass solchen Menschen häufig sehr wohl geholfen werden kann. Sorgfältiges Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse, professionelle Behandlung belastender Beschwerden und eine umfassende Betreuung auch der Angehörigen kann neue Perspektiven eröffnen.

Näheres zu unseren Angeboten finden Sie auf den Seiten der Abteilung für Palliativmedizin.

Psycho-Onkologie

Die Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen erfordert nicht nur ein kompetentes ärztliches und pflegerisches Team. Eine Krebserkrankung greift vielmehr so grundlegend in das Leben eines Menschen ein, dass eine psycho-onkologische Beratung sinnvoll ist, um Unsicherheiten und Ängsten in Bezug auf das weitere Leben zu begegnen.

Patienten mit Krebserkrankungen wurden an den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden schon seit 1997 durch eine Diplom-Psychologin betreut. Seit Juli 1999 fördert die Deutsche Krebshilfe auf Antrag von Herrn Prof. Norbert Frickhofen den Aufbau eines Psycho-Onkologischen Teams, um dem Betreuungsbedarf einer onkologischen Schwerpunktklinik gerecht zu werden. Der Leiter des Teams, Herr Dipl.-Psych. Alf von Kries, und sein Team (5 Therapeuten) bieten allen stationären Patienten mit Krebserkrankungen und ihren Angehörigen Beratung und Betreuung an. Seit Juli 2008 bestehen auch die Voraussetzungen für ambulante Beratungen / Therapien.

Näheres erfahren Sie auf den Seiten des Psycho-Onkologischen Dienstes.

Therapiestudien

Fast alle Fortschritte in der Behandlung von Krebserkrankungen sind aus der systematischen Planung, Durchführung und Auswertung neuer Behandlungsmethoden in Form von Therapiestudien hervorgegangen.

Patienten reagieren jedoch bei dem Vorschlag, die Behandlung innerhalb einer Therapiestudie durchzuführen, häufig kritisch bis ablehnend. Dies ist verständlich, da das Wort "Studie" sehr leicht den Eindruck eines Experiments vermittelt. "Ich will kein Versuchskaninchen sein, sondern von meinem Arzt wissen, was er für die beste Therapie hält.

Therapiestudien haben jedoch gerade in der Onkologie viele Vorteile für die Patienten: Es handelt sich meist um Behandlungsprotokolle, in denen die neuesten Medikamente eingesetzt werden. Manchmal ist das jeweilige Medikament sogar nur innerhalb einer Studie verfügbar. Studien garantieren zudem einen hohen Qualitätsstandard, da die Protokolle von einer Gruppe von Experten erstellt und von Gutachtern und Ethikkommissionen überprüft wurden. Es ist erwiesen, daß Behandlungsergebnisse meist am besten sind, wenn die Therapie innerhalb einer Studie erfolgt. Nicht zuletzt liegt dies daran, daß dem behandelnden Arzt immer der Studienleiter "über die Schulter sieht" und die Kontrollen schon aus juristischen Gründen noch strenger sind als bei der Routinetherapie.

Aus den genannten Gründen bieten wir unseren Patienten häufig die Teilnahme an einer Therapiestudie an. Wir haben ein eigenes Studiensekretariat eingerichtet, in dem die Behandlungen überwacht und dokumentiert werden.

Die Teilnahme an einer Studie ist selbstverständlich immer ein Angebot, das angenommen oder abgelehnt werden kann. Studien sind auch keine Züge, aus denen man, einmal eingestiegen, nicht mehr aussteigen kann. Alle Ethikkommissionen verpflichten den behandelnden Arzt, Patienten jederzeit auf ihren Wunsch hin aus einer Studie herauszunehmen.

Multiples Myeleom (Plasmozytom)

Für Patienten mit Multiplem Myelom (in Deutschland auch "Plasmozytom" genannt) hat die Klinik Innere Medizin III ein spezielles Informationsangebot aufgebaut. Bisher finden Sie folgende Informationen: Eine gute und verständlich geschriebene Übersicht über die Erkrankung und moderne Diagnostik und Therapie finden Sie in dem in Deutsch geschriebenen Patientenhandbuch der US-Selbsthilfegruppe IMF.

Informationen zu und von Selbsthilfegruppen erhalten Sie auf der deutschsprachigen unabhängigen Internetseite des Vereins Myelom Deutschland e.V., sowie auf den englischsprachigen Seiten der weltweit größten Myelom-Selbsthilfegruppe "International Myeloma Foundation" (IMF) und den mehr in Richtung Forschung orientierten Seiten der Myeloma Research Foundation.

Auf den Seiten der deutschen und amerikanischen Selbsthilfegruppen finden Sie auch aktuelle Sammlungen von Links zu allen Themen rund um das Multiple Myelom.

Links mit Informationen zu Krebserkrankungen für Patienten

Deutschsprachige Seiten

Krebsinformationsdienst Heidelberg: Guter Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Deutsche Krebsgesellschaft: Zusammenschluss aller Berufsgruppen, die Patienten mit Krebserkrankungen betreuen. Er bietet tagesaktuelle Informationen zu vielen Themen der Krebsmedizin.

Deutsche Krebshilfe: Die bekannte Organisation unterstützt durch Spendengelder die Krebsforschung und die Behandlung von Krebskranken und bietet viele nützliche Informationsmaterialen kostenlos an.

INKANET: Inkanet vernetzt Initiativen für Patienten und leitet Patienten zur selbständigen Informationsrecherche an.

IQWIG: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen informiert über Fragen aus der gesamten Medizin.

AEZQ: Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin bietet ebenfalls Information zu allgemeine Gesundheitsthemen.

Englischsprachige Seiten

PLWC: "People living with cancer" ist eine vielfach ausgezeichnete und fachlich hervorragende Informationsquelle für Patienten, erstellt von der weltweit größten Onkologie-Fachgesellschaft "ASCO".

Behandlung von Bluterkrankungen

Wenn eine Behandlung von nichtbösartigen Bluterkrankungen beim niedergelassenen Facharzt nicht möglich ist oder eine Erkrankung vorliegt, für die wir spezielle Therapien anbieten, kann die Behandlung auch hier im Klinikum erfolgen. Es geht dabei vor allem um folgende Störungen der Blutbildung: 

 

KrankheitFachausdruck
Blutarmut oder Blutfülle
Zu viele oder zu wenige weiße Blutzellen
Zu viele oder zu wenige Blutplättchen
Knochenmarkversagen 


Immunerkrankungen des Blutes
Lymphknotenerkrankungen
  

Anämie oder Polycythaemie
Leukozytose oder Leukopenie

Thrombozytose oder Thrombopenie

Anämie, Aplastische Anämie (=Panmyelopathie)
Immunhämolyse, Immunthrombopenie (ITP)
Lymphome (nicht durch Krebserkrankungen verursacht)

SO ERREICHEN SIE UNS

Innere Medizin III: Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin

Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen
Klinikdirektor

Telefon (0611) 43-3009
Telefax (0611) 43-3012

E-Mail



Über uns