HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Leistungsspektrum

Beratung

Aufgrund eines speziellen Vertrages mit den Krankenkassen wird Personen, die die Einschlußkriterien erfüllen, eine genetische Testung der beiden BRCA-Gene angeboten. Sie heißen BRCA1 und BRCA2, wobei BRCA für „BReast Cancer“ (engl. für Brustkrebs) steht. Zusätzlich werden Personen im Rahmen wissenschaftlicher Projekte untersucht, um zu ermitteln, wie hoch dort die Wahrscheinlichkeit ist, genetische Veränderungen zu finden.

In der Regel wird zuerst eine oder die erkrankte Frau aus der Familie untersucht. Wird dabei eine klare genetische Veränderung gefunden, können die noch nicht erkrankten Ratsuchenden aus der Familie getestet werden. Entsprechend dem vorliegenden Erbgang, haben im Schnitt 50% der weiblichen Nachkommen die Mutation vererbt bekommen, und 50% nicht. Letztere sind damit entlastet und benötigen keine spezielle Überwachung mehr, jenen 50% mit der vererbten Mutation, werden spezielle Früherkennungsprogramme und evtl. spezielle operative Maßnahmen angeboten. Eine intensivierte Früherkennung muss aber auch dann angeboten werden, wenn keine Veränderung gefunden wurde, das genetische Risiko bei der Ratsuchenden aber größer als 20% ist. Allerdings zeigen aktuelle Daten des deutschen Konsortiums, dass in Zukunft die Mehrheit der Töchter von erkrankten Frauen, die keine Mutation in den beiden BRCA-Genen haben, keine Früherkennung brauchen.

Nur wenn die erkrankten Familienmitglieder schon verstorben sind, wird eine noch nicht erkrankte Frau vollständig in den beiden Genen untersucht.

Die genetische Testung ist sehr aufwändig und dauerte deshalb früher mehrere Monate. Technologische Entwicklungen haben es aber möglich gemacht, die Untersuchungen jetzt innerhalb von 4-6 Wochen, in dringenden Fällen, sogar innerhalb zwei Wochen durchzuführen. Die Wahrscheinlichkeit eine Mutation zu finden, ist abhängig von der jeweiligen familiären Situation.

Bei etwa 5-10% aller Brust- und Eierstockskrebserkrankungen liegt eine genetische Veranlagung zugrunde.

Seit 1996 wurden im Rahmen eines Deutschen Krebshilfe Projektes deutschlandweit Beratungszentren für familiären Brust- und Eierstockskrebs eingerichtet. Das Konsortium "Familiärer Brust- und Eierstockskrebs" der Deutschen Krebshilfe, bestehend aus Gynäkologen, Humangenetikern, Molekulargenetikern und Psychoonkologen aller Zentren hat interdisziplinäre Empfehlungen für Beratung, genetische Testung und Prävention formuliert.

Im Jahr 2001 hat die Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie an der HSK in Wiesbaden eine Beratungsstelle für familiären Brust- und Eierstockkrebs gegründet.

Ratsuchende und betroffene Frauen und Männer, welche die folgenden Einschlusskriterien erfüllen und volljährig sind, empfehlen wir eine interdisziplinäre Beratung an einem spezialisierten Zentrum für familiären  Brust und Eierstockskrebs. 

Berücksichtigt werden sollten erst- und zweitgradige Verwandte der gleichen Familienseite (mütterlich oder väterlich) z. B. Mutter, Schwester, Tante, Großmutter, Onkel etc.

Die interdisziplinäre Beratung durch Gynäkologen, Humangenetiker und Psychologen beinhaltet Informationen über das individuelle Erkrankungsrisiko, Möglichkeiten der Gendiagnostik, Früherkennung und Prävention.

G-CPC Zertifizierte Dysplasiesprechstunde

Wir bieten Ihnen eine ausführliche Beratung, modernste Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen von Gebärmutterhals, Scheide und äußerem Genitale (Vulva). Wir sind zertifiziert gemäß den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft für Kolposkopie und Zervixpathologie (AG-CPC).

Schonende Therapie in unserem Kompetenzzentrum

Wenn bei Ihnen im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung ein auffälliger Abstrich diagnostiziert wurde oder Veränderungen im Bereich der Vulva aufgefallen sind, können Sie sich zur weiteren Abklärung in unserer Dysplasiesprechstunde vorstellen.

Unsere Aufgabe in der Sprechstunde ist es, durch zusätzliche Untersuchungen entzündliche Veränderungen, Krebsvorstufen (Dysplasien) oder frühe Stadien von Krebs zu erkennen, zu unterscheiden und wenn nötig zu behandeln.

In der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Dr. Horst Schmidt Klinik werden Patientinnen nach Vorgaben der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie von langjährig erfahrenen Ärzten untersucht und erfolgreich behandelt.

Einschlußkriterien

Mindestens drei Frauen der Familie (z.B. Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) sind an Brustkrebs erkrankt.

Mindestens zwei Frauen sind an Brustkrebs erkrankt, davon eine vor ihrem 51. Lebensjahr.

Mindestens zwei Frauen sind an Eierstockkrebs erkrankt.

Mindestens eine Frau ist an Brust- und Eierstockkrebs.

Mindestens eine Frau ist an Brustkrebs und eine Frau an Eierstockkrebs erkrankt.

Mindestens eine Frau ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt, und zwar vor ihrem 51. Lebensjahr.

Mindestens eine Frau der Familie ist an Brustkrebs vor ihrem 36. Lebensjahr erkrankt.

Mindestens ein Mann ist an Brustkrebs und eine Frau ist an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt.

SO ERREICHEN SIE UNS

Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie

Prof. Dr. med
Michael H. R. Eichbaum
Klinikdirektor

Ludwig-Erhard-Str. 100
65199 Wiesbaden

Telefon (0611) 43-2377
Telefax (0611) 43-2672

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