HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Perinatalzentrum Level I

Die Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin bildet zusammen mit der Kinderklinik und Neonatologie (Direktor: Prof. Dr.med. Markus Knuf) das Perinatalzentrum Level I mit der höchsten Versorgungsstufe, Level I. Unter den Perinatalzentren Europas gehören die HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden nach einer Studie der Europäischen Union (MOSAIC-Studie) zu den Geburtskliniken, in denen Neugeborene trotz Frühgeburt nicht nur die besten Überlebenschancen haben, sondern v.a. die besten Chancen für ein Überleben ohne Spätfolgen. Denn an den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden ist das Risiko für die gefürchteten Komplikationen wie Hirnblutungen oder schweren Infektionen am geringsten. Entsprechend groß ist unser Einzugsgebiet. Das Vorgehen bei drohender Frühgeburt besteht in der konsequenten Anwendung spezifischer perinatologischer Prinzipien sowie einer möglichst schonenden Entbindung; und dies ist in dieser Situation bei weitem nicht immer ein Kaiserschnitt.

Überregionales Zentrum für Gestationsdiabetes

Die HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden sind seit mehreren Jahren als überregionales Zentrum für Gestationsdiabetes etabliert. Der Gestationsdiabetes, also die Zuckererkrankung in der Schwangerschaft, ist die häufigste Ursache für Geburtskomplikationen, bis hin zur Totgeburt, und verursacht durch epigenetische Veränderungen beim ungeborenen Kind, also durch Veränderungen im Ablesemechanismus der genetischen Information, die spätere Veranlagung zu Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck. An den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden werden jährlich über 300 betroffene Mütter betreut und entbunden, vermutlich die größte Gruppe in Deutschland, und inzwischen sind die Ergebnisse in dieser Risikogruppe heute genauso gut wie bei nicht betroffenen Schwangeren.


Hochauflösenden Ultraschalldiagnostik,

Die Ultraschalldiagnostik liefert wichtige, vielleicht sogar den wichtigsten Einblick in diese enge Beziehung. Die verschiedenen Formen der hochauflösenden Ultraschalldiagnostik, wie sonographische Feindiagnostik, Ersttrimesterdiagnostik, Dopplersonographie oder fetale Echokardiographie, sind bedeutende Schwerpunkte der Klinik. Die Ultraschalldiagnostik wird durch den Klinikdirektor in der Qualifikationsstufe DEGUM III (höchste Qualifikationsstufe im deutschsprachigen Raum) sowie von Oberarzt Dr. Dr. Andreas Klee, leitender Oberarzt, und Fr. Dr. Karin Supp, stellv. Leitende Oberärztin, in der Qualifikationstufe DEGUM II vertreten. Die Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin ist Ausbildungsklinik für Ultraschall in der Pränatal- und Geburtsmedizin.

Referenzzentrum für die CTG-Überwachung

Des Weiteren ist die Klinik Referenzzentrum für die CTG-Überwachung, also die elektronische Überwachung der kindlichen Herztöne unter der Geburt. An den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden wurden die ersten Untersuchungen zur Vermeidung des potentiell fatalen Verwechslungsrisikos mütterlicher und kindlicher Überwachungssignale durchgeführt, indem die mütterlichen Signale wie die eines Zwillings parallel mitregistriert wurden. Dieser Ansatz hat inzwischen Eingang in die Technologie industrieller CTG-Geräte gefunden.

Die Ergebnisse aus diesen beide Spezialgebieten, CMV und CTG, wurden auf dem Weltkongress für Perinatalmedizin 2010 und auf dem Europäischen Kongress für Perinatalmedizin 2011 vorgestellt und publiziert. Selbstverständlich sind diese guten Behandlungsergebnisse nur im Team zu erzielen und sind der Erfolg der sorgfältigen und engagierten Arbeit der Schwestern, Hebammen und Ärzte unserer Klinik und der umfassenden klinischen Erfahrung des Oberarztteams unter der Leitung von Dr. Dr. Andreas Klee.


Referenzzentrum für die Diagnostik und Therapie der CMV-Infektion

Die Klinik ist Referenzzentrum für die Diagnostik und Therapie der CMV-Infektion in der Schwangerschaft. Bei CMV handelt es sich um ein weit verbreitetes Virus, welches für gesunde Kinder und Erwachsene weitgehend unschädlich ist, aber beim ungeborenen Kind schwere Schädigungen verursachen kann. Dies ist die Ursache für die häufigste angeborenen Erkrankung des Neugeborenen. Die HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden verfügen bei dieser Infektion in Deutschland über die bisher beste Serie mit erfolgreichen Behandlungen zur Vermeidung des Übertritts des Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind und damit sind diese Kinder bei Geburt völlig gesund.


Intrauterine Therapie

Zu den Schwerpunkten der Klinik gehört die ultraschallgesteuerte pränatale Diagnostik, wie Fruchtwasseruntersuchung, Chorionzottenbiopsie oder Nabelschnurpunktion. Ein besonderer Schwerpunkt ist die intrauterine Therapie, also die direkte Behandlung des ungeborenen Kindes. Dabei werden Medikamente, Hormone oder auch Blut über eine Punktion des Fruchtwassers, der Nabelschnur oder auch direkt an das Kind gegeben. Elegant ist die indirekte Behandlung des ungeborenen Kindes, z. B. bei Herzrhythmusstörungen oder bestimmten Lungenfehlbildungen, und zwar mittels Gabe geeigneter Medikamenten an die Mutter, welche dann über den Mutterkuchen beim Kind zur Wirkung kommen. Hierher gehört auch die Förderung der kindlichen Lungenreife, ein seit vielen Jahren bewährtes Verfahren.


Materno-fetale Medizin

Die materno-fetale Medizin ist ein noch neues, medizinisches Spezialgebiet und beschäftigt sich mit der engen Wechselwirkung zwischen Mutter und ungeborenem Kind. Dieses Spezialgebiet wird in Deutschland vom Klinikdirektor als 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für materno-fetale Medizin vertreten. Bereits bei gesunden Schwangeren ist die enge materno-fetale Beziehung, also die Symbiose von Mutter und Kind sehr komplex und vielfältig. Im Falle einer Erkrankung in der Schwangerschaft können die Mutter oder das ungeborene Kind oder beide gleichzeitig betroffen sein. Dazu gehören Versorgungsstörungen des ungeborenen Kindes, die Zuckererkrankung in der Schwangerschaft, Infektionen von Mutter Und/oder ungeborenem Kind und die drohende Frühgeburt.


Planzenta-Restblut spenden

Als erste und bisher einzige Geburtsklinik im Rhein-Main-Gebiet, können werdende Mütter an den HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden seit 2008 das nach der Geburt übrige Plazenta-Restblut spenden, und zwar zugunsten der öffentlichen Blutbank des DRK-Blutspendedienstes Hessen – Baden-Württemberg, in Mannheim. Damit kann Menschen bei schweren Bluterkrankungen, wie z.B. Leukämie, mit ethisch unkritischen Stammzellen geholfen werden kann. Die sterile Gewinnung des Plazenta-Restblutes hat das Hebammen- und Ärzteteam des Kreißsaales als zusätzliche Aufgabe selbstlos übernommen. Diese wichtige Spendenaktion wurde von Fr. Anke Thöle, leitenden Hebamme und Oberärztin Dr. med. Karin Supp initiiert.


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Priv.-Doz. Dr. med. Markus Gonser
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