HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Stellungnahme zur RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter undercover"

Wiesbaden, 12.01.2016 - In der RTL Sendung „Team-Wallraff – Reporter undercover“ wurde am 11.1.2016 kritisch über unsere Klinik berichtet. Wir nehmen die Berichterstattung ernst, einige Reaktionen darauf machen uns sehr betroffen. Angeprangert wurden vor allem Missstände in unserer Notaufnahme.  Dazu möchten wir hier Stellung nehmen.

 

Die HSK Kliniken in Wiesbaden befanden sich zum Zeitpunkt der RTL Recherche (Mai 2015) mitten im Integrationsprozess nach der Übernahme durch HELIOS. Seitdem ist in unserer Klinik vieles in eine gute Richtung bewegt worden, auch wenn der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Das von Wiesbaden gezeigte Filmmaterial der Notaufnahme zeigt tatsächlich Probleme auf, die auch für uns nach der Übernahme erkennbar waren. Mit der Umsetzung notwendiger Veränderungen haben wir im zweiten Halbjahr 2015 begonnen.

 

Zum Thema 70 Prozent Laborverwechslungen/Identitätsfehler auf der Notaufnahme:

Die im Beitrag genannte Zahl ist nicht im richtigen Zusammenhang genannt worden.

Wir erfassen die Anzahl der Identitätsfehler, also Laborverwechslungen, für das Gesamthaus und pro Station. Wir behandeln jährlich rund 45.000 Patienten in der Notaufnahme. 2015 kam es dort in zwölf Fällen zu Identitätsfehlern, die Fehlerquote liegt hier also bei 0,026Prozent. Im Vergleich zu anderen Kliniken ist dies extrem niedrig.

 

Reinigung

Klaren Nachholbedarf gab es dagegen im Integrationsprozess im Bereich Reinigung. Wir haben unser Reinigungssystem komplett umgestellt, sowohl der Reinigungsprozess als auch die Reinigungsutensilien wurden geändert. Die Umstellung ist uns allerdings noch nicht vollumfänglich und gut gelungen. Uns ist bewusst, dass wir uns hier weiter verbessern müssen und daran arbeiten wir.

 

Personelle Besetzung der Zentralen Notaufnahme (ZNA)

Auch das Thema der personellen Besetzung der ZNA gehen wir aktiv an: Das Gesamtteam der Notaufnahme besteht derzeit mehr als 60 Mitarbeitern. Im Rahmen des Stellenabbaus, der alle Berufsgruppen und Bereiche der Klinik betraf, wurden 2015 in der ZNA 2,5 Stellen abgebaut. Wir haben gemeinsam mit dem Team nun einen Stellenplan aufgestellt, der von beiden Seiten als angemessen gesehen wird. Derzeit sind 5,5 Stellen unbesetzt. Diese Stellen haben wir ausgeschrieben, und wir führen derzeit Bewerbungsgespräche.

Die Versorgung der Patienten in unserer Notaufnahme ist jederzeit gewährleistet.  Das haben wir dem steten Engagement und dem Einsatz des ZNA-Teams zu verdanken. Umso bitterer ist es, dass dieses engagierte Team jetzt unter Beschuss gerät. Denn die Mitarbeiter der ZNA leisten hervorragende Arbeit. Dass in der Reportage viele kritische Aussagen unserer Mitarbeiter zu hören waren, zeigt uns, dass es uns noch nicht gelungen ist, im Veränderungsprozess alle Mitarbeiter ins Boot zu holen und sie von der Notwendigkeit der Veränderung zu überzeugen. Daran arbeiten wir weiterhin. 


Für die Aussage der angeblichen „Insiderin“ und „Informantin“, die im Film behauptet, in den HELIOS HSK werde aktive Sterbehilfe anstatt angemessener Pflege praktiziert, haben wir keinerlei Verständnis  und möchten uns davon klar distanzieren. Diese Aussage ist nicht nur falsch, sondern sie ist eine Ohrfeige für alle Mitarbeiter, die sich jeden Tag mit größtem Engagement für unsere Patienten einsetzen.  


Wir möchten allen Mitarbeitern danken, die sich trotz unserer oft schwierigen Lage engagiert einbringen, den Veränderungsprozess begleiten und aktiv mitgestalten. Nur gemeinsam können wir eine Wende schaffen. Wir sind fest davon überzeugt, dass uns dies auch gelingen wird.      


Weitere Informationen und Hintergründe zu dem Integrationsprozess in den HELIOS HSK  sowie  Stimmen unserer Mitarbeiter finden Sie in unseren Filmbeiträgen.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 52 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, zwölf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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