HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Pläne für den Ersatzneubau der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden vorgestellt

Modern, funktional und dank der gut durchdachten Anordnung der Bereiche mit optimalen Wegen für Mitarbeiter und Patienten – so soll das neue Gebäude sein, in das 2020 die HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken umziehen werden. Die Pläne für das rund 200 Millionen Euro teure, größtenteils von HELIOS finanzierte Projekt, stellten heute gemeinsam Kristian Gäbler, Geschäftsführer der HELIOS HSK und Ralf Jäger, Geschäftsführer der EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden mbH, vor. „Mit diesem Entwurf liefern wir einen wichtigen Baustein für die Umsetzung des Stadtverordnetenbeschlusses von Juni 2011, in dem neben der finanziellen Konsolidierung der Neubau der Klinik verankert wurde. Es ist ein wichtiger Schritt, um Wiesbaden als Gesundheits-Standort zu stärken und seine Zukunft zu sichern“,  so Jäger.

Das siebengeschossige Gebäude mit einer Gesamtfläche von knapp 96.000 m2 – das entspricht dem Volumen von ca. 630 Einfamilienhäusern – wird auf dem freien Gelände links der heutigen Klinik entstehen. Die ersten zwei Ebenen erstrecken sich über das gesamte Baufeld. Im Erdgeschoss sollen die Notaufnahmen für Kinder (rechts) und Erwachsene (links), die Funktionsdiagnostik sowie alle Ambulanzen untergebracht werden. Statt den bisher getrennten Ambulanzen für jede Fachrichtung wird es in der neuen Klinik Ambulanzzentren für mehrere, miteinander verwandte Fachbereiche geben. Die Kopfambulanz beispielsweise wird ein Anlaufpunkt für alle Patienten mit Beschwerden im Kopf- und Halsbereich sein, ob es sich um Augen-, HNO- oder eine neurologische Erkrankung handelt. „Hier können die Aufnahme und die notwendige Diagnostik an einem Ort stattfinden. Das macht die Wege für die Patienten und auch die Wartezeiten dank besserer Planbarkeit deutlich kürzer“, erklärte Gäbler. Im Erdgeschoss wird es auch Platz für Geschäfte, eine Cafeteria mit Terrasse sowie einen Vortragsraum mit etwa 300 Plätzen geben.

Das erste Obergeschoss ist für die Operationssäle und Intensivstationen vorgesehen. Insgesamt sollen hier 22 OP-Säle, sechs Kreißsäle, ein Sectio-OP für Notkaiserschnitte und mehrere Herzkathetermessplätze eingerichtet werden. In unmittelbarer Nähe der entsprechenden OP-Räume sind die Überwachungs- und Intensivstationen für Erwachsene, Kinder und Frühgeborene geplant. 

Auf die ersten zwei Ebenen sollen quer hintereinander vier dreistöckige Gebäudeteile mit Bettenstationen aufgesetzt werden. Die Logik der fachlichen Bündelung und Zuordnung setzt sich in den Bettenhäusern fort: So sind im Bettenhaus A – über der Erwachsenen-Notaufnahme im Erdgeschoss und den Intensivstationen im 1. OG – die Pflegestation und die Stroke-Unit geplant. Im Bettenhaus D, über der Kindernotaufnahme im Erdgeschoss und den Kreißsälen im 1. OG, sollen die Stationen der Kinderklinik und die Wochenstationen untergebracht werden.

Aufgrund der Hanglage ist eine Besonderheit möglich: Das Gartengeschoss, das an der Frontseite unterirdisch beginnt und unter anderem Umkleidekabinen, Zentralsterilisation und verschiedene Werkstätten beherbergt, läuft auf der Rückseite der Klinik ebenerdig aus und bietet Patienten der onkologischen Tagesklinik und der Palliativstation die Möglichkeit, die Grünflächen zu benutzen. Unter dem Gartengeschoss auf ungefähr der Hälfte der Gesamtfläche ist Raum für die Technik (Lüftung-, Heizungs- und Elektroanlagen) vorgesehen. „Bei der Planung haben wir sowohl das heutige Leistungsspektrum als auch die geplanten Erweiterungen beispielsweise in der Kinder- und Jugendmedizin, in der Kardiologie, der Neuro-, Intensiv- und Gefäßmedizin berücksichtigt. Rechts der Klinik bleibt aber noch Platz für eventuelle bauliche Erweiterungen“, so Gäbler.

Einige der jüngeren Gebäude der heutigen Klinik sollen erhalten bleiben und weiterhin benutzt werden, wie die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie oder die Bauten, in denen das Institut für Labordiagnostik und Hygiene, das Institut für Pathologie und die Verwaltung beheimatet sind. „Es ist ein gut durchdachter Entwurf, der die Voraussetzungen erfüllt, die man heutzutage an eine Klinik der Maximalversorgung in einer Landeshauptstadt stellt. Besonders freut mich, dass der Planungsprozess so schnell und stringent unter Beteiligung aller Fachexperten stattgefunden hat“, sagte Axel Imholz, Gesundheitsdezernent der Stadt Wiesbaden. Noch in diesem Jahr will HELIOS den Bauantrag stellen, im Frühjahr 2016 soll der Spatenstich erfolgen.

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 52 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, zwölf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.


HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.



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