HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Neuer Ansatz in der chirurgischen Behandlung der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung

Wiesbaden – Zum ersten Mal in Europa hat ein HNO-Ärzteteam der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden ein neuartiges Verfahren in der Behandlung chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) eingesetzt. Um die Wundheilung und Narbenbildung zu verbessern, wird während des endoskopischen Eingriffs ein mit einem kortisonhaltigen Medikament beschichtetes Polymernetz auf der Schleimhaut aufgebracht. In einem Zeitraum von ca. 30 Tagen gibt das Netz das Medikament langsam ab und löst sich selbst nach und nach auf. Das Ziel eines chirurgischen Eingriffs in der Behandlung der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist die Beseitigung der Engstellen und der Entzündungsfolgen (z.B. Nasenpolypen), um die Belüftung und einen regelrechten Sekretfluss in den Nebenhöhlen wieder zu gewährleisten. „Oft erschwert die Schwellung der Schleimhaut nach einer OP die Wundheilung und das Einbringen von Medikamenten“, erklärt Prof. Dr. med. Jan Gosepath, Direktor der Klinik für HNO-Heilkunde an den HELIOS HSK Wiesbaden. „Mit dem neuen Verfahren können wir die Belüftung der Nasennebenhöhlen deutlich schneller wiederherstellen und so den Heilungsprozess beschleunigen. Das Nebenhöhlensystem wird besser für lokale, entzündungshemmende Medikamente erreichbar – eine entscheidende Voraussetzung für die notwendige, längerfristige Nachbehandlung.“

Der Einsatz des Polymernetzes, das mit einem Kortison-Präparat beschichtet ist, hat noch einen weiteren Vorteil: Das Kortison wird direkt an der Schleimhautoberfläche abgegeben. Es wirkt örtlich und gelangt nicht in den Blutkreislauf.

Die neuartige Behandlung kommt in den HELIOS HSK im Rahmen einer Anwendungsstudie zum Einsatz. In den USA ist das Verfahren bereits zugelassen. Die dort durchgeführten Studien belegten den positiven Einfluss auf die Wund- und Entzündungsheilung in dem betroffenen Gewebe.

In den westlichen Industrieländern leiden ca. 15 Prozent der Bevölkerung an einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Die Betroffenen haben dauerhaft Probleme, durch die Nase zu atmen. Hinzukommen können Schmerzen, ein Druckgefühl im Gesicht und störender Sekretfluss von der Nase in den Rachen. Auch Geschmack- und Geruchsinn werden negativ beeinträchtigt. Eine operative Behandlung stellt vor allem für Patienten, bei denen eine medikamentöse Behandlung nicht anschlägt, eine Alternative dar. Die endoskopische (minimalinvasive) Operationstechnik ist schonend für den Patienten und ermöglicht eine schnelle Genesung.

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 52 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, zwölf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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