HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Hilfe auf vier Pfoten für schwerstkranke Patienten

Der Kopf liegt auf den Pfoten, die Augen sind halb geschlossen. Das braune Fell bewegt sich auf und ab. So wartet Emma auf Anweisungen von Frauchen Ivana Seger. Um den Hals trägt die Labradorhündin ein Halstuch mit dem Schriftzug „Emma hilft!“. Ein Zeichen dafür, dass sie gerade „im Dienst“ ist. Denn Emma ist ein Therapiebegleithund. Der erste und der einzige in Wiesbaden, der in einem Krankenhaus eingesetzt wird. Ab dem 10. Februar wird Emma einmal in der Woche die Patienten auf der Palliativstation der HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken besuchen.

„Unsere Patienten sind oft müde und in sich gekehrt. Hinter ihnen liegen schlimme Erlebnisse und häufig eine lange Krankengeschichte. Emma sorgt für eine atmosphärische Veränderung. Für einige Menschen ist das ein Highlight. Sie blühen im Kontakt mit Emma richtig auf“, erklärt Yvonne Beuckens, Psychologin auf der Palliativstation der HSK. Sie hat das Projekt zusammen mit Dr. med. Wagner, Leiter der Palliativmedizin ins Leben gerufen.

Bevor eine Therapieeinheit startet, erhält Betreuerin Seger Informationen über das Krankheitsbild und die psychische Verfassung des Patienten. „Meistens wartet Emma an der offenen Tür. Wenn der Patient sie treffen möchte, rufe ich sie zu mir“, sagt Seger. Jeder entscheidet individuell, wie nah er Emma kommen möchte. Manche schauen die Labrador-Dame nur an, andere streicheln sie, noch andere möchten sie bei sich spüren. Dann nimmt die Hündin im Bett des Patienten Platz - trotz intensiver Reinigung vor jedem Besuch, vorsichtshalber auf einem großen Handtuch.

Therapiebegleithunde in Krankenhäusern sind noch sehr selten, denn es müssen hohe Hygienevorschriften und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Die Palliativstation der HSK verfügt über einen eigenen Zugang, über den der Hund auf die Station gelangen kann. Außerdem ist nicht jeder Hund für einen solchen Einsatz geeignet. „Emmas Verhalten beim Patienten kann man als Hunde-untypisch ansehen und ist wirklich Arbeit für sie. Das kann nicht jeder Hund, sowohl vom Naturell als auch von der Ausbildung her“, erklärt Psychologin Beuckens. Emma wurde für die Funktion des Therapiebegleithundes von Seger bewusst ausgewählt: „Ich wollte einen Labrador, weil das eine sehr menschenfreundliche Rasse ist. Außerdem sollte es ein Weibchen sein, denn Männchen sind nicht so filigran und, vor allem schwarze Rüden, ängstigen manche Menschen.“

Bei verschiedenen Tests wurde der Charakter des Welpen eingeschätzt. Emma überzeugte mit ihrer offenen, agilen und ausgeglichenen Art. Außer Dienst tobt sich die Hündin gerne aus. „Wir laufen täglich acht bis zwölf Kilometer. Das braucht Emma als Ausgleich zu ihrer Zeit als Therapiebegleithund, in der sie sich sehr ruhig und vorsichtig verhalten muss“, sagt die Betreuerin.

Das Projekt wird durch den Verein zur Förderung der Palliativ-Versorgung PalliAktiv e.V. Wiesbaden finanziert.

Pressekontakt:

Kirsten Feldmann
Unternehmenskommunikation und Marketing
HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken
Telefon: +49 0611 43 9649
E-Mail: kirsten.feldmann@helios-kliniken.de

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