DKD HELIOS Klinik Wiesbaden

Narbenhernie/Narbenbruch

Eine Narbenhernie entsteht aus den unterschiedlichsten Gründen als indirekte Folge einer stattgehabten Operation. Ursachen liegen im genetischen Bereich bei Vorliegen einer Bindegewebsschwäche mit einem Überwiegen der unreifen Kollagenentwicklung, bei Adipositas, Rauchern, Diabetes, COPD/Asthma oder aber nach Bauchdeckeninfekten. Allerdings ist keiner dieser Faktoren allein ursächlich für die Entstehung einer Narbenhernie, erst ein Zusammenwirken dieser Faktoren lässt eine Narbenhernie entstehen.

 

Narbenhernien können in allen Bereichen der Bauchdecke entstehen, selten auch im Bereich des Thorax nach entsprechenden Operationen. Häufig liegen die Narbenhernien im Bereich der Mittellinie oder der Flanke. Insbesondere dort ist die Bauchdecke nur schwach entwickelt, dementsprechend die Narbenhernien-Reparation auch eher schwierig.

Alle Narbenbruch-Operationen erfolgen im Rahmen eines stationären Klinikaufenthaltes.

Die Operation einer Narbenhernie sollte die Versorgung der gesamten Narbe einschließen. Lokale Versorgungen sind nicht ausreichend. Grundsätzlich ist die Bauchdecke mit einem Netz zu stabilisieren, das entweder in die hintere Schicht der Bauchdecke implantiert wird oder aber laparoskopisch als minimal invasiver Eingriff über eine Bauchhöhlenspiegelung eingebracht wird, Stichwort „Schlüsselloch-Chirurgie“.

Die Entscheidung zu dem einen oder anderen Verfahren hängt ab von der Narbenbruch-Beschaffenheit und –Größe, von der Voroperation und von den spezifischen Gegebenheiten des Patienten. Beide Verfahren sind längst etabliert und führen bei entsprechender Expertise zu guten Ergebnissen.

Kontakt

Bereichsleiter

Prof. Dr. med. Friedrich-Eckart Isemer

Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, spez. Unfallchirurgie

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