DKD HELIOS Klinik Wiesbaden

Bauchdeckenhernie/Bauchdeckenbruch

Der Bauchdeckenbruch entwickelt sich im Bereich der Mittellinie oberhalb des Bauchnabels oder aber direkt als Nabelbruch. Die Nabelregion stellt eine Schwachstelle der Bauchdecke dar, musste doch während der Schwangerschaft die Nabelschnur durch eine Lücke der Bauchwand treten, um das werdende Kind zu versorgen.

Die Mittellinie der vorderen Bauchwand ist oberhalb des Bauchnabels eher schwach ausgebildet und lässt hier häufig unter Bauchdeckenbelastung (Adipositas, Schwangerschaft) eine Vorwölbung, eine sog. Rektusdiastase, i.d.R. unter Einschluss des Bauchnabels erkennen. Die Rektusdiastase allein stellt i.d.R. keine Operationsindikation dar.

Eine Bauchdecken-Hernie in der Mittellinie unterhalb des Bauchnabels ohne Voroperation kommt aus anatomischen Gründen nicht vor. Erst, wenn eine Operation mit Schwächung der Bauchwand in der Vorgeschichte stattgefunden hat, kann sich auch hier eine Hernie, eine sog. Narbenhernie, entwickeln. Neben diesen eher häufigen Bruchformen bestehen aber auch seltenere Brüche, deren Kenntnis Voraussetzung für eine differenzierte, operative Behandlung darstellt.

Je nach Ausgangssituation kann die Bauchdeckenhernie offen oder laparoskopisch/minimal-invasiv durchgeführt werden. Es ist notwendig, ein Kunststoffnetz zur Bauchdeckenverstärkung einzubringen.

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Prof. Dr. med. Friedrich-Eckart Isemer

Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, spez. Unfallchirurgie

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