HELIOS Klinik Volkach

Knie

Beim Kniegelenk werden drei, voneinander einzeln zu betrachtende, Gelenkabschnitte unterschieden, die alle in verschieden ausgeprägtem Maße einen Verschleiß der gelenkbildenden Knorpelflächen aufweisen können. 

Der Oberschenkelknochen weist an seinem kniegelenknahen Ende jeweils an der Innen- und Außenseite einen Rollhügel auf. Diese bilden durch ihre Verbindung mit dem Schienenbeinkopf das innere und äußere Kniegelenkskompartiment.

Die Kniescheibe bewegt sich bei Beugung in der vorne am Oberschenkel befindlichen Knochenrinne und bildet so mit dem Oberschenkel das dritte Gelenkteil.

Wenn der Verschleiß dieser drei Gelenkkompartimente so groß ist, dass konservative Maßnahmen keine Beschwerdelinderung mehr bringen, dann ist hier eine Prothesenimplantation notwendig.

 

Mit einem Hautschnitt wird das Kniegelenk von vorne in Längsrichtung eröffnet. Der Oberschenkelknochen und der Schienenbeinkopf werden so abgekantet, dass  die Prothesenkomponenten belastungsstabil und drehsicher verankert werden können. Am Oberschenkel wird die ursprüngliche Knorpelfläche durch eine Metallkomponente ersetzt. Am Schienenbeinkopf wird eine Metallbasisplatte verankert, die dann den Plastikmeniskus aufnimmt. Beide Komponenten (Oberschenkel- und Schienenbeinkomponente) bilden zusammen die neuen Gelenkflächen. Dieser Gelenkflächenersatz wird mit Knochenzement auf den Knochen aufgeklebt. Diese sichere Befestigung garantiert bei einem eventuell notwendigen Zweiteingriff keine größeren Knochenverluste.

Je nach Ausmaß der Knorpelzerstörung kann ein einfacher oder ein kompletter Gelenkflächenersatz implantiert werden. Sind wesentliche, die Stabilität des Gelenkes sicherstellende Bänder zerstört, so werden auch verschieden stark gekoppelte Prothesenvarianten eingesetzt, die mehr oder weniger diese Bandfunktionen ersetzen.

Bei einem weit fortgeschrittenen Verschleiß der Kniescheibenrückfläche kann auch hier ein Rückflächenersatz erfolgen.

 

Nach der Operation sorgen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Narkoseärzten dafür, dass die Patienten möglichst schmerzfrei sind. So wird der Patient bereits am Tag nach der Operation aus dem Bett heraus mobilisiert und unter der Aufsicht und Anleitung unseres Pflegepersonals und unserer Physiotherapeuten frühzeitig wieder an ein schmerzfreies Laufen herangeführt.

 

Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel sechs bis acht Tage. Anschließend leiten wir in eine meist stationäre, dreiwöchige Rehabilitationsbehandlung über. Danach stellen sich die Patienten noch einmal in der Sprechstunde beim Operateur vor.   

 



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