HELIOS Klinik Volkach

Leistenbruch

Ein Leistenbruch ist eine angeborene oder im Alter entstandene Lücke in der Bauchdecke. Je nach Größe des Defektes kann sich Gewebe des Bauchraums bis hin zu Dünndarmschlingen in die Lück pressen. Man erkennt in diesem Fall bereits eine Schwellung in der Leiste. Als Folge finden sich ziehende Beschwerden in der Leiste, Nervenirritation und Hodenschmerzen. Gefürchtet ist schließlich die Einklemmung einer Dünndarmschlinge mit Bildung eines lebensbedrohlichen Darmverschlusses. Die Diagnose wird durch Abtasten der Leiste und einer Ultraschalluntersuchung gestellt.

Die Leistenbruchoperation

Liegen Beschwerden bei einem kleineren Leistenbruch vor oder hat die Bruchlücke bereits eine bestimmte Größe erreicht, bei der die Gefahr einer Darmeinklemmung gegeben ist, muss die Bruchlücke durch eine Operation verschlossen werden. Hierfür wurde eine Vielzahl von Operationsmethoden entwickelt. Es werden offene Eingriffe mit oder ohne Einsetzen von Kunststoffnetzen und endoskopische Verfahren, hier immer mit Einbringen eines Kunststoffnetzes angewandt. Die Auswahl des Operationsverfahrens ist hier individuell bei jedem Patienten zu stellen. Je nach Operationsverfahren können die Eingriffe ambulant oder für ein bis zwei Tage stationär durchgeführt werden. In jedem Fall sind nach der Operation Schonphasen einzuhalten, die je nach Art des Eingriffes unterschiedlich lang sind.



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