HELIOS Klinik Volkach

Gallensteinleiden

Die häufigste Erkrankung der Gallenblase ist die Steingallenblase. Als Folge treten häufig Oberbauchbeschwerden ( oft nach fetthaltigen Speisen ) bis hin zu Koliken im Oberbauch auf. Besonders gravierend verläuft die Erkrankung, wenn sich die Gallenblase entzündet oder einer der Steine den Hauptgallengang verschließt und damit eine Gelbsucht verursacht. Als Folge kann schließlich eine lebensbedrohliche Bauchspeicheldrüsenentzündung entstehen. Die Diagnostik ist einfach mittels einer Ultraschalluntersuchung zu stellen. Zusätzlich werden Blutuntersuchungen durchgeführt um eine Entzündung oder einen Gallenstau zu erkennen.

Die endoskopische Gallenblasenentfernung

Beim Vorliegen von Gallensteinen ist eine operative Entfernung der Gallenblase unvermeidbar um die oben beschriebenen schweren Verläufe zu verhindern. Hier ist der heutige Goldstandard die endoskopische Operation – also die Schlüsselloch-Chirurgie. Über kleinste Hautschnitte wird der Bauchraum mit einer Videokamera begutachtet und mit Miniinstrumenten die Gallenblase von der Leber abgelöst und mitsamt dem darin befindlichen Steinmaterial entfernt. Nach einer wenige Tage andauernden Schonung und Diät kann der Patient wieder normale Kost zu sich nehmen – eine weiter Diät ist nicht erforderlich. Der stationäre Aufenthalt ist lediglich zwei bis drei Tage.

Weitere Untersuchungen und Therapien

Liegt eine Entzündung der Gallenblase vor, erfolgt zunächst eine ( meist intravenöse ) Therapie mit Antibiotika. Erst nach Abklingen der akuten Entzündung erfolgt die Entfernung der Gallenblase in oben genannter Weise. Wird im Blut ein erhöhter Bilirubin-Wert als Zeichen eines Gallenstaus gefunden, muss der Hauptgallengang im Rahmen einer Magenspiegelung sondiert und eine Kontrastmittel-Röntgenuntersuchung vorgenommen werden. Finden sich hier Steine im Hauptgallengang, werden diese mittels „Fangkorb“ entfernt. Auch hier wird die endoskopische Entfernung der Gallenblase in einer zweiten Operation angeschlossen. In selteneren Fällen wird bei der Ultraschalluntersuchung ein Gallenblasenpolyp gefunden. Um den Polypen einer feingeweblichen Untersuchung zuzuführen und damit eine bösartige Erkrankung ausschließen zu können, bedarf es ebenfalls der endoskopischen Gallenblasenentfernung.



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