HELIOS Klinikum Uelzen

Unser Leistungsspektrum

Die neurologische Abteilung hat insgesamt 87 Planbetten, diese verteilen sich auf 3 Kernstationen, Schwerkranke können auf der interdisziplinären Intermediate Care Station, der auch die Schlaganfalleinheit räumlich angegliedert ist, versorgt werden;

Das Schlaflabor verfügt über zwei Polysomnographieplätze.

Auf der anästhesiologisch geführten Intensivstation stehen insgesamt 24 Betten zur Verfügung.

In den genannten Versorgungsstrukturen der hiesigen  Neurologie wurden im vergangenen Jahr weit über 4.000 Patienten stationär behandelt, ca. 1000 davon aufgrund akuter Durchblutungsstörungen des Gehirns oder primären Hirnblutungen, weit über 600 aufgrund von Rückenschmerzen und Bandscheibenleiden.

Die Stroke Unit:
Der Schlaganfall ist ein bedrohliches Krankheitsbild, dass auf einer Spezialstation behandelt werden sollte.

Auf der Stroke Unit (Schlaganfall-Station) arbeitet ein interdisziplinäres Team von Ärzten, Schwestern/Pflegern, Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden zusammen. Ziel ist es, den betroffenen Patienten die größtmögliche medizinische und menschliche Sicherheit zu geben, mögliche Komplikationen früh zu erkennen und abzuwenden. Dazu gehört die kontinuierliche Überwachung und Behandlung des Blutdrucks, des Herzrhythmus, der Temperatur, des Blutzuckers sowie die klinische Überwachung des Patienten.
Es wird aber auch  zum frühest möglichen Zeitpunkt mit dem Training und der Behandlung der Schlaganfallfolgen begonnen (Krankengymnastik, Physio- und Ergotherapie und Logopädie (Sprachtraining)).

Unsere Stroke Unit ist zertifiziert, beteiligt sich an einer externen Qualitätssicherung und legt großen Wert auf die regelmäßige Weiterbildung all ihrer Mitarbeiter. Eine Reihe pflegerischer Mitarbeiter verfügen über abgeschlossene Zusatzausbildungen im Bereich der Schlaganfall-Pflege. Alleine im vergangenen Jahr führten wir über 40 „Lysebehandlungen“ durch.

Bei Patienten mit einem sehr frischen Schlaganfall kann nach Abwägung der Risiken eine Lysetherapie durchgeführt werden. Dabei soll das Blutgerinnsel in den Arterien des Gehirnes mit einem speziellen Medikament wieder aufgelöst werden.

Die Behandlung auf der Stroke-Unit beschränkt sich in der Regel auf wenige Tage, im weiteren Verlauf wird die Therapie auf der Neurologischen Normalstation oder in einer  Reha-Einrichtung fortgeführt.

Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe (http://www.schlaganfall-hilfe.de/)
Deutsche Schlaganfallgesellschaft (http://www.dsg-info.de/)

IMC
Auf der Intermediate Care Station arbeiten die Neurologen, Internisten und Chirurgen eng zusammen. Immer wieder gibt es Patienten, die abteilungsübergreifend behandelt werden müssen. Auf der IMC werden schwerkranke Patienten, die intensiv überwacht werden müssen, behandelt.

Intensivstation
Auf der anästhesiologisch geführten Intensivstation stehen 24 Betten zur Verfügung, die je nach Bedarf von verschiedenen Fachabteilungen belegt werden können. Hier werden neurologische Patienten mit z.B. schweren Hirnblutungen, rasch aufsteigenden Lähmungen (GBS) oder nach operativen Eingriffen am Gehirn behandelt. Auch die Durchführung einer Plasmapharese (eine Art „Blutwäsche“) ist bei bestimmten Krankheitsbildern möglich.

Schlaflabor
Im Schlaflabor stehen zwei Betten zur Verfügung. Hier wird hauptsächlich die obstruktive oder zentrale schlafbezogene Atmungsstörung („Atemaussetzer“) behandelt. Aber auch Insomnien (Schlaflosigkeit), Parasomnien, Somnabulismus (Schlafwandeln) und Narkolepsien können diagnostiziert und ggf. therapiert werden.

Normalstation
Auf der Normalstation werden alle weiteren neurologischen Krankheitsbilder  behandelt.
Dazu gehören Rückenschmerzen unterschiedlicher Ursache, Bandscheibenschäden, Multiple Sklerose, Krampfanfälle,   Parkinsonsyndrome, Kopfschmerzsyndrome, Schwindel, Demenzen, Muskelerkrankungen, Polyneuropathien und Amyotrophe Lateralsklerose.

Parkinson-Komplexbehandlung
An einem Parkinsonsyndrom Erkrankte können in der Parkinsonkomplexbehandlung neben einer medikamentösen Um- oder Neueinstellung intensive Krankengymnastische, ergotherapeutische und logopädische Anwendungen erhalten. Die konkreten Behandlungsschwerpunkte werden individuell definiert und die Therapien hierauf abgestellt.

Multimodale Schmerztherapie
Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen können unter bestimmten Voraussetzungen an einer sogenannten Multimodalen Schmerztherapie teilnehmen. Dies bedeutet körperliches, gedankliches und verhaltensbezogenes Üben unter ärztlicher Kontrolle. Alle Therapeuten arbeiten nach einem gemeinsamen Konzept.

In allen genannten Bereichen ist das gesamte Team sehr bemüht, für unsere Patienten den optimalen medizinischen Erfolg mit einem angenehmen Aufenthalt zu verbinden.

Im ambulanten Rahmen bieten wir eine spezielle Sprechstunde nach §116b SGB V für MS-Patienten an.



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