HELIOS Klinikum Uelzen

Sternenkinder

"Ihr habt Spuren hinterlassen …“

so steht es auf dem Stein der Grabstelle für Sternenkinder auf dem Waldfriedhof in Medingen– andere sagen auch: Es ist eine Grabstelle „für stille Geburten“.

Dieser 2. Begriff beschreibt die Situation ganz gut – es ist still um diese Geburten.

Man spricht nicht gern darüber, denn es ist nur schwer auszuhalten, dass gerade beginnendes Leben und Tod so nahe beieinander liegen. Es zeigt uns, wie unsicher unser Leben ist. Vielleicht ist es deshalb so still um diese Geburten.  

Doch für Sie als Mütter und Väter ist es ganz anders. Für Sie sind diese Kinder zu einem Teil ihres Lebens geworden und es ist schwer, fast unbegreiflich, dass sie von ihnen Abschied nehmen mussten. In Gedanken waren sie bei ihnen. Sie machten Pläne und schauten sich immer wieder die Ultraschallbilder an. Auch wenn sich der Bauch noch nicht wölbte, so waren doch die Veränderungen körperlich spürbar. Für sie war ihr Kind ganz real.
Es hatte schon Raum eingenommen in ihrem Leben. Deshalb hat es Spuren hinterlassen, als es viel zu früh von ihnen ging.
Auch wenn es noch so klein war, es ist ein Verlust. Es ist kaum zu fassen, dass man Abschied nehmen muss, bevor eine richtige Begrüßung und ein Kennenlernen möglich sind. Es ist als ob eine Welt zusammenbricht.
Es ist schwer. Es braucht Zeit sich neu zu orientieren. Es braucht Zeit, um Abschied zu nehmen und zu trauern.
Und es braucht auch einen Ort, wo man trauern kann. 
     

Auf dem Hauptfriedhof in Uelzen und auf dem Waldfriedhof in Medingen ist so ein Ort geschaffen worden. Hier wird gewürdigt, dass diese Kinder Spuren hinterlassen haben. Hier wird die Trauer der Eltern ernstgenommen und Sie können immer wieder hierher kommen, um Abschied zu nehmen. Jede und jeder auf seine Weise. Vielleicht manchmal ganz allein, vielleicht auch gemeinsam als Eltern und manchmal bei einer Trauerfeier auch mit anderen, denen es ähnlich geht.

Doch diese Grabstelle kann auch ein Ort sein, wo man sich an Kinder erinnert, die schon lange tot sind, weil sie viel zu früh gestorben sind. Auch sie haben Spuren hinterlassen, die nach Jahren kaum verblasst sind. Die Erinnerung an sie ist immer noch mit Trauer verbunden.
Manchen Eltern hilft es auf diesem Weg der Trauer, sich ihr Kind als einen Stern vorzustellen. Deshalb reden wir auch von Sternenkindern. Die Sterne sind unendlich fern, für uns nicht erreichbar. Aber sie sind da. Sie sind da, auch wenn wir sie nicht sehen können, weil es Tag ist oder der Himmel von Wolken bedeckt ist. Die Sterne sind immer da, und manchmal leuchten sie uns. Und wir leben unter ihrem Licht, in ihrem Licht. Das, was an guten Hoffnungen da war, das bleibt und begleitet die, die sie erwartet haben, weiter.

Im Kleinen Prinzen sagt der kleine Prinz:
„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können."
(Saint Exupery, Der kleine Prinz)

Für tot geborene Kinder unter 500g Geburtsgewicht gibt es keine gesetzliche Bestattungsplicht, aber auch dann kann Ihr Kind bestattet werden. Sie können Ihr Kind auf einer dafür vorgesehenen Grabstätte gemeinsam mit anderen tot geborenen Kindern kostenfrei bestatten. Grabstätten befinden sich auf dem Hauptfriedhof in Uelzen und dem Waldfriedhof in Medingen.

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