Patienten mit entzündlichen Veränderungen des Darmtraktes, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa werden mit der Abteilung für Gastroenterologie interdisziplinär betreut.
Oft lassen sich im Rahmen der Langzeitbehandlung dieser Erkrankungen Operationen nicht vermeiden. Unter sorgsamer Abwägung sind sie wichtiger Bestandteil der modernen Therapie. Eine organschonende und gezielte Operation führt dann zur entscheidenden Besserung. Die Vorbedingung ist eine sorgfältige Operationsplanung unter Zuhilfenahme zeitgemäßer Diagnoseverfahren, die allesamt in unserer Klinik vorgehalten werden.
Durch die Anwendung laparoskopischer Methoden kann häufig auf eine große Baucheröffnung verzichtet werden. Dies gilt auch für die Entfernung des gesamten Dick- und Enddarmes bei der Colitis ulcerosa oder der FAP (Familiären adenomatösen Polyposis).
Auf laparoskopischem Weg kann ebenfalls sehr schonend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, sofern ein solcher erforderlich werden sollte. Dementsprechend verfügen wir über eine mehr als 20-jährige Erfahrung bei den Rekonstruktionsverfahren mit Pouchbildung. Diese Verfahren haben wir für die Laparoskopie optimiert und mittlerweile auch als narbenlose Operation (NOTES) weiterentwickelt.
zum Beispiel die sehr häufige Sigmadivertikulitis (Entzündung von Divertikeln im Krummdarmbereich), können ebenso fast immer laparoskopisch (via Bauchspiegelung) operiert werden. Dies hat zu einer geringeren Belastung, rascheren Schmerzarmut und Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer geführt. Die Erholungszeit nach solchen Eingriffen ist ebenfalls deutlich kürzer. Während vor 10 Jahren Patienten mit einer solchen Zivilisationserkrankung noch etwa 2 Wochen stationär verweilten, ist die durchschnittliche Liegedauer zwischenzeitlich auf die Hälfte gesunken.