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Kolorektale Chirurgie

Die chirurgische Behandlung der Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie. So werden jedes Jahr deutlich über 300 größere operative Eingriffe am gesamten Darm vorgenommen.

 

Bösartigen Veränderungen des Dick- und Enddarms

Die zahlenmäßig größte Gruppe an Patienten leidet unter bösartigen Veränderungen insbesondere des Dick- und Enddarms. Demzufolge kommt das gesamte Spektrum der onkologischen Operationsformen zur Entfernung der Krebsgeschwulst des Darms zur Anwendung. Dabei wird der Tumor nach international gültigen onkologischen Kriterien chirurgisch mit dem entsprechenden Darmsegment einschließlich der dazugehörigen Lymphknotengruppe entfernt. Beim Enddarmkrebs ist daneben die komplette Entfernung des umgebenden Hüllgewebes obligat (totale mesorektale Exzision).

Von entscheidender Bedeutung ist die Lebensqualität des Patienten. Dies trifft vor allem bei bösartigen Geschwüren des Enddarms zu. Die Erhaltung des Schließmuskels und damit die Vermeidung eines dauerhaften künstlichen Darmausgangs gelingt häufig auch bei sehr tief sitzenden Tumoren, durch die Zusammenarbeit von Strahlentherapeuten und Onkologen bei gleichzeitiger Anwendung hochexakter schonender Operationsmethoden. In vielen Fällen können durch die präoperative Behandlung auch fortgeschrittene Tumorerkrankungen organschonend operiert werden

Viele der Therapien können ambulant bei niedergelassenen Kollegen durchgeführt werden, mit denen wir in engem Austausch stehen.

 

 

Entzündliche Veränderungen des Darmtraktes

Patienten mit entzündlichen Veränderungen des Darmtraktes, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa werden mit der Abteilung für Gastroenterologie interdisziplinär betreut.

Oft lassen sich im Rahmen der Langzeitbehandlung dieser Erkrankungen Operationen nicht vermeiden. Unter sorgsamer Abwägung sind sie wichtiger Bestandteil der modernen Therapie. Eine organschonende und gezielte Operation führt dann zur entscheidenden Besserung. Die Vorbedingung ist eine sorgfältige Operationsplanung unter Zuhilfenahme zeitgemäßer Diagnoseverfahren, die allesamt in unserer Klinik vorgehalten werden.

Durch die Anwendung laparoskopischer Methoden kann häufig auf eine große Baucheröffnung verzichtet werden. Dies gilt auch für die Entfernung des gesamten Dick- und Enddarmes bei der Colitis ulcerosa oder der FAP (Familiären adenomatösen Polyposis).

Auf laparoskopischem Weg kann ebenfalls sehr schonend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, sofern ein solcher erforderlich werden sollte. Dementsprechend verfügen wir über eine mehr als 20-jährige Erfahrung bei den Rekonstruktionsverfahren mit Pouchbildung. Diese Verfahren haben wir für die Laparoskopie optimiert und mittlerweile auch als narbenlose Operation (NOTES) weiterentwickelt.

 

 

 

Andere Entzündungen,

zum Beispiel die sehr häufige Sigmadivertikulitis (Entzündung von Divertikeln im Krummdarmbereich), können ebenso fast immer laparoskopisch (via Bauchspiegelung) operiert werden. Dies hat zu einer geringeren Belastung, rascheren Schmerzarmut und Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer geführt. Die Erholungszeit nach solchen Eingriffen ist ebenfalls deutlich kürzer. Während vor 10 Jahren Patienten mit einer solchen Zivilisationserkrankung noch fast 2 Wochen stationär waren, ist die Liegedauer zwischenzeitlich auf unter 1 Woche gesunken.

 

 

Chefarzt Prof. Dr. Wolfram Lamadé

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Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie 

 

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Prof. Dr. Wolfram Lamadé

 

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