08.09.11
Überlingen, 08.09.2011
Die Qualitätsergebnisse für das Jahr 2010 der HELIOS Spital Überlingen sind seit kurzem unter der Webadresse www.helios-kliniken.de/ueberlingen-iqm abrufbar. Anhand dieser Werte lässt sich ablesen, wie erfolgreich die Klinik bei verschiedenen Krankheiten wie beispielsweise bei der Herzinsuffizienz behandelt. Die Ergebnisse des HELIOS Spitals Überlingen stammen aus der IQM-Datenauswertung von 132 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören.
Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz 183 Qualitätskennzahlen für 48 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren, die den medizinischen Qualitätskennzahlen der HELIOS Kliniken entsprechen. Das IQM-Verfahren wird für ein aktives Qualitätsmanagement genutzt, das durch die Optimierung der Behandlungsprozesse und Senkung der Komplikationsraten zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit führt. Das wichtigste Ziel der Initiative Qualitätsmedizin ist: Durch Transparenz die Verbesserung der Behandlungsqualität aktiv voranzutreiben und damit die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen.
Dr. Christian Kühnl, Ärztlicher Direktor des HELIOS Spitals Überlingen: „Die IQM-Ergebnisse helfen uns, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen. Deshalb waren die HELIOS Kliniken 2008 einer der Hauptinitiatoren der trägerübergreifenden Initiative Qualitätsmedizin.“
Die IQM-Werte zeigen klar die Stärken der Klinik, aber auch, wo sich das einzelne Haus gegebenenfalls noch verbessern kann. Im HELIOS Spital Überlingen wird mit Hilfe von Routinedaten seit vielen Jahren ein Ergebnis orientiertes Qualitätsmanagement betrieben. Die Veröffentlichung der Zahlen zeigt das gute Leistungsniveau der Klinik. Dementsprechend steigen die Leistungszahlen der Klinik in den letzten Jahren kontinuierlich. So konnten im HELIOS Spital Überlingen, einem Akutkrankenhaus mit 170 Betten, im Jahr 2010 mehr als 7.100 stationäre Patienten behandelt werden gegenüber dem Vorjahr mit rund 6.900 ein Zuwachs um drei Prozent und dies trotz umfangreicher Baumaßnahmen im gesamten Haus.
Die Überlinger Klinik hat bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) das Qualitätsziel deutlich übertroffen. Die Sterblichkeit lag für das Haus mit 6,8 Prozent weit unter dem Vergleichswert von 10,9 Prozent. Das bedeutet, dass in der Überlinger Klinik 2010 sehr viel weniger Patienten als in anderen vergleichbaren Krankenhäusern an einer Herzschwäche 2 verstarben. Bei den Erkrankungen der Lunge wurde die Sterblichkeit bei einer Lungenentzündung untersucht. Hier wurde das Qualitätsziel mit einer Sterblichkeit von 12,7 Prozent im positiven Sinn deutlich übertroffen, denn der anzunehmende Erwartungswert bei diesem Krankheitsbild liegt bei 15,1 Prozent.
Im Bereich der Darmchirurgie gilt die Rate an laparoskopischen Eingriffen (Schlüssellochchirurgie) bei Gallenblasenentfernungen als Qualitätsparameter. Hier wurden im HELIOS Spital Überlingen nahezu alle Patienten (ca. 99 Prozent) laparoskopisch operiert. Das sind deutlich mehr als in anderen Kliniken und im Bundesdurchschnitt. Weiterer positiver Aspekt: So genannte Umsteigeoperationen, d.h., wenn aus medizinischen Gründen von einer Schlüssellochoperation auf eine offene Operation gewechselt werden muss, gab es im Jahr 2010 in Überlingen nur einmal – ebenfalls ein sehr guter Wert. Die hohe Rate an laparoskopischen Eingriffen bedeutet für den Patienten weniger Schmerzen und eine rasche Erholung. Der hervorragende Wert in diesem Bereich demonstriert den exzellenten Kenntnisstand und die Routine der Mediziner des Überlinger Spitals hinsichtlich minimal-invasiver Operationen.
Im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie wird unterschieden zwischen geplanten Eingriffen zum Gelenkersatz und Operationen, welche auf Grund von Verletzungen und Knochenbrüchen durchgeführt werden müssen. Bei geplanten Gelenkersatzoperationen kam es in unserer Klinik zu keinem einzigen Todesfall 2010. Dies gilt sowohl für den Hüftgelenksersatz als auch für den Kniegelenksersatz. In der Unfallchirurgie sind drei Patienten mit Schenkelhalsbrüchen (5 Prozent) an den Folgen der Verletzung gestorben. In Anbetracht eines Durchschnittsalters von weit über 80 Jahren und diverser Begleiterkrankungen der Betroffenen ist dies ist ein guter Wert gegenüber dem
Erwartungswert von 5,8 Prozent Todesfällen.
Im Bereich der Urologie kam es bei 115 Operationen an der Prostata im Jahr 2010 zu keinen tödlichen Komplikationen. Diese Eingriffe wurden alle durch die Harnröhre durchgeführt.
In der Intensivmedizin wurde das Ziel bei Sepsis klar erreicht und der erwartete Wert sehr deutlich unterschritten (10,2 vs. 21,3 Prozent).
Insgesamt kann festgestellt werden, dass es im Jahr 2010 im HELIOS Spital Überlingen zu einer sehr positiven Entwicklung der Versorgungsqualität der Patienten über alle Fachbereiche hinweg kam, die sich derzeit weiter fortsetzt. Das HELIOS Spital Überlingen bietet eine hervorragende und qualitativ hochwertige Medizin. Den noch vorhandenen Herausforderungen stellen sich die
Mediziner und Pflegekräfte täglich und nutzen die Ergebnisse von IQM als Anhaltspunkte für stetige Verbesserungen.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen des HELIOS Spitals Überlingen und zur Initiative Qualitätsmedizin finden Sie unter:
Das Krankenhaus Überlingen gehört seit Februar 2007 zu den HELIOS Kliniken. Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung verfügt über 170 Betten. In der Klinik mit ihren Fachabteilungen Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, Viszeral- und Allgemeinchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Anästhesie und Radiologie sowie den Belegabteilungen HNO und Augenheilkunde arbeiten 415 Mitarbeiter. 2010 verzeichnete das Krankenhaus rund 7.100 stationäre und 14.600 ambulante Behandlungsfälle.
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 29 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.
HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.
Erik Thiel
Regionalleiter Unternehmenskommunikation Süd
Heliosweg
79379 Müllheim
Tel.: +49 (0) 7631 / 88-41 50
Fax: +49 (0) 7631 / 88-40 09
Mobil: +49 (0) 152 / 54 77 83 90
E-Mail: erik.thiel@
Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammen geschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Review Verfahren. In derzeit 132
Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM-Mitglieder jährlich rund 2,25 Mio. Patienten stationär. In Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären Versorgung bei über 11%.
Kontakt:
IQM Initiative Qualitätsmedizin e.V.
Friedrichstraße 166, 10117 Berlin
Mirja Kruthoff
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 34 661-084