10.06.11
Messen und verbessern:
HELIOS Klinik Titisee-Neustadt veröffentlicht Qualitätszahlen
HELIOS Klinik Titisee-Neustadt veröffentlicht zum zweiten Mal ihre IQM-Qualitätsergebnisse
Ergebnisse zeigen besonders gute Werte bei der Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt und bei der minimal-invasiven Chirurgie
Die Qualitätsergebnisse für das Jahr 2010 der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt sind seit Mai unter der Webadresse www.helios-kliniken.de/titisee-iqm abrufbar. Anhand dieser Werte lässt sich ablesen, wie erfolgreich die Klinik bei verschiedenen Krankheiten wie beispielsweise beim Schlaganfall oder beim Herzinfarkt behandelt. Die Ergebnisse der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt stammen aus der IQM-Datenauswertung von 132 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören.
Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz 183 Qualitätskennzahlen für 48 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren, die den medizinischen Qualitätskennzahlen der HELIOS Kliniken entsprechen. Das IQM-Verfahren wird für ein aktives Qualitätsmanagement genutzt, das durch die Optimierung der Behandlungsprozesse und Senkung der Komplikationsraten zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit führt. Das wichtigste Ziel der Initiative Qualitätsmedizin ist: Durch Transparenz die Verbesserung der Behandlungsqualität aktiv voranzutreiben und damit die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen.
„Wir wollen unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen lassen, dabei helfen uns auch die IQM-Ergebnisse“, sagt Prof. Dr. Steffen Eggstein, Ärztlicher Direktor der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt. „Deshalb sind die HELIOS Kliniken seit 2008 einer der Hauptinitiatoren der trägerübergreifenden Initiative Qualitätsmedizin. Die IQM-Werte belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo wir uns noch verbessern können.“
In der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt wird mit Hilfe von Routinedaten seit vielen Jahren ein Ergebnis orientiertes Qualitätsmanagement betrieben. Die Veröffentlichung der Zahlen zeigt das gute Leistungsniveau der Klinik. Dementsprechend steigen die Leistungszahlen der Klinik in den letzten Jahren kontinuierlich. So konnten in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt, einem Akutkrankenhaus mit 151 Betten, im Jahr 2010 mehr als 6.700 stationäre Patienten behandelt werden gegenüber dem Vorjahr mit rund 6.380 ein Zuwachs um fünf Prozent.
In der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt wurden 2010 24 von 26 erreichbaren IQM-Qualitätszielen erreicht. So hat die HELIOS Titisee-Neustadt beispielsweise bei der Behandlung von Patienten mit einem Herzinfarkt und Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) das Qualitätsziel übertroffen. Das bedeutet, dass in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt 2010 deutlich weniger Patienten als im Durchschnitt der anderen IQM-Häuser und im Bundesdurchschnitt an den beiden genannten Diagnosen verstarben. Auch bei der Behandlung von Patienten mit einem Schlaganfall konnten überdurchschnittlich gute Ergebnisse erreicht werden. Bei den Erkrankungen der Lunge wurde als erster Parameter die Sterblichkeit bei Pneumonie (Lungenentzündung) untersucht. Hier wird das Qualitätsziel mit einer Sterblichkeit von 13,9 % erreicht. Das entspricht genau dem bei diesem Krankheitsbild anzunehmendem Erwartungswert. Unter Patienten mit einer COPD (schwere Asthma-Erkrankung) zeigt sich jedoch Verbesserungspotenzial: In den HELIOS Kliniken Titisee-Neustadt sind im vergangenen Jahr 8,2 Prozent der Patienten mit dieser Diagnose verstorben, der beobachtete Wert der Krankenhaussterblichkeit lag bei 5,7 Prozent. Hier wurde deshalb ganz genau nach möglichen Ursachen gesucht: Die Analyse dieser Fälle zeigte, dass es sich meist um schwerkranke Patienten mit unheilbaren Grunderkrankungen handelte. Einige der Patienten wünschten deshalb keine weitere maschinelle Beatmung.
Im Bereich der Darmchirurgie gilt die Rate an laparoskopischen Eingriffen (Schlüssellochchirurgie) bei Gallenblasenentfernungen als Qualitätsparameter. Hier wurden in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt fast alle Patienten ( 97,9 %) laparoskopisch operiert. Das sind deutlich mehr als in anderen Kliniken und im Bundesdurchschnitt. Auch die Rate von so genannten Umsteigeoperationen (d.h., wenn von einer Schlüssellochoperation auf eine offene Operation gewechselt werden muss) war deutlich geringer als üblich. Diese hohe Rate an laparoskopischen Eingriffen bedeutet für den Patienten weniger Schmerzen und eine rasche Erholung. Der hervorragende Wert in diesem Bereich demonstriert noch einmal den exzellenten Kenntnisstand der Mediziner der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt hinsichtlich minimal-invasiver Operationen.
Bei der operativen Versorgung von Leistenbrüchen und Nabelbrüchen trat in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt glücklicherweise kein Todesfall auf. Bei den großen Dickdarmoperationen, welche hauptsächlich wegen Krebserkrankung des Dickdarms durchgeführt werden, sind in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt deutlich weniger Fälle mit tödlichem Verlauf vorgekommen, als im Bundesdurchschnitt zu erwarten wären und in den Vergleichkrankenhäusern beobachtet wurden. Dieser hohe Sicherheitsstandard bei einem vergleichsweise komplexen und gefährlichen Eingriff ist in ganz besonderem Maße dem perfekten Zusammenspiel von Operateuren, Anästhesisten und Internisten als Behandlungsteam zu verdanken. Das hohe Qualitätsniveau in der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt spiegelt sich auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe wider. Glücklicherweise kam es zu keinem mütterlichen Todesfall im Rahmen einer Geburt. Bei den Geburten war die Rate an Dammrissen III. und IV. Grades mit 1,3 % unter dem Erwartungswert.
Im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie wird unterschieden zwischen geplanten Eingriffen zum Gelenkersatz und Operationen, welche auf Grund von Verletzungen und Knochenbrüchen durchgeführt werden müssen. Bei geplanten Gelenkersatzoperationen kam es in unserer Klinik zu keinem einzigen Todesfall 2010. Dies gilt sowohl für den Hüftgelenksersatz als auch für den Kniegelenksersatz. Auch bei den als besonders kompliziert bekannten Hüftprothesenwechsel-Operationen war 2010 in unserer Klinik glücklicherweise kein Todesfall zu verzeichnen.
In der Unfallchirurgie sind 2,8 % der Patienten mit Schenkelhalsbrüchen trotz Operation an den Folgen der Verletzung gestorben. Dies ist ein hervorragender Wert gegenüber dem Erwartungswert von 5,5 % Todesfällen.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen der HELIOS Klinik Titisee-Neustadt und zur Initiative Qualitätsmedizin finden Sie unter:
www.helios-kliniken.de/titisee-iqm
www.initiative-qualitaetsmedizin.de