HELIOS Hanseklinikum Stralsund

Station für Psychotherapie (Station 53)

An welche Patientinnen und Patienten wenden wir uns?

Es werden schwerpunktmäßig Patientinnen und Patienten behandelt, die an einer depressiven Erkrankung, Angsterkrankung oder an einer Somatisierungsstörung leiden oder die sich in oder im Anschluß an eine suizidale Krise befinden und keiner geschlossenene Behandlung bedürfen. Behandlungsvoraussetzung ist eine Behandlungs- und ggf. Veränderungsmotivation sowie die Bereitschaft zu einer regelmäßigen Therapieteilnahme.

 

Patienten mit vorwiegend psychotischen Störungen, schweren hirnorganischen Veränderungen oder primären Suchterkrankungen sollten auf einer jeweils anderen Station unserer Einrichtung behandelt werden.

 

Die Station 53

ist eine offene Psychotherapiestation mit einem Einzel-, einem 3-Bett und sieben 2-Bettzimmern mit insgesamt 23 Behandlungsplätzen. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Sanitärtrakt ausgestattet. Weiterhin stehen Aufenthalts- und Speiseräume zur Verfügung; in der therapiefreien Zeit besteht die Möglichkeit zur Nutzung einer Tischtennisplatte sowie eines Fahrradergometers. Die Räume der Ergotherapie befinden sich im ersten Stockwerk.

 

Das Therapiekonzept

basiert auf einem halboffenen Gruppenpsychotherapiesetting in drei Gruppen, das wöchentlich therapeutische Gruppen- und Einzelgespräche vorsieht.

 

Der psychotherapeutische Zugang ist individuell tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Da das umgebende Beziehungsgeflecht in unserem Verständnis eine wichtige Rolle im Verständnis der aktuelle Störung aber auch ihrer Bewältigungsmöglichkeiten birgt, versuchen wir Angehörige soweit möglich in den therapeutischen Prozeß einzubeziehen.

 

Die komplementären Therapien beinhalten Sozio- und Ergotherapie, Physiotherapie, kommunikative Bewegungstherapie, das Erlernen von Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) sowie Psychoedukation (der „Erwerb von Wissen“ über die Grundlagen, Therapiemöglichkeiten etc. der jeweiligen Störung). In Kombination zur Psychotherapie erfolgt in der Regel eine psychopharmakologische Behandlung. Zusätzlich kommen weitere biologische Therapieverfahren (z.B. Lichttherapie, Schlafentzugsbehandlung etc.) zur Anwendung.

 

Die Behandlungsziele

werden zu Beginn der Behandlung mit der Patientin / dem Patienten individuell festegelegt: In erster Linie handelt es sich um vollständige Besserung oder zumindest Linderung der geklagten Beschwerden und Krankheitssymptome (z.B. Depression oder Angst).

 

Ziele der Behandlung können aber auch die Klärung eventuell zugrundeliegender persönlicher oder zwischenmenschlicher Konflikte, die Bewältigung schwerwiegender Verluste oder Lebensereignisse, die Verbesserung des Selbstwertgefühls oder sozialer Kompetenzen oder eine soziale Reintegration sein.

 

Unser Team

besteht derzeit aus elf Schwestern, drei Therapeut(inn)en, zwei Psycholog(inn)en, einem Arzt, einer Sozialarbeiterin; einem Ergotherapeuten, einer Physiotherapeutin und einer Oberärztin.

 

Die Therapiedauer

wird individuell vereinbart: Zum Erreichen der o.g. Therapieziele ist in der Regel ein Zeitraum von vier bis sechs Wochen erforderlich, eine kürzere oder längere Behandlungsdauer ist jedoch möglich.

 

Ist eine längerfristige psychotherapeutische Behandlung indiziert, besteht die Möglichkeit, dies im Rahmen mehrerer von ambulanten Intervallen unterbrochenen stationären Behandlungsphasen zu realisieren.

Prof. Dr. med. Harald Jürgen Freyberger

Chefarzt
Tel.: 03831 45 2100
Fax.: 03831 45 2105
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