HELIOS Hanseklinikum Stralsund

Epilepsie

Das Risiko einmal im Leben einen einzelnen epileptischen Anfall zu erleiden, ist sehr hoch: Zehn Prozent der heute 80-Jährigen haben im Laufe ihres Lebens einen Anfall erlitten. Von Epilepsie spricht man jedoch erst, wenn Anfälle wiederholt auftreten. Zirka vier Prozent aller Menschen erkranken während ihres Lebens an einer Epilepsie. Die Epilepsie ist damit eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Trotz der Diagnose „Epilepsie“ ist ein nahezu normales und erfolgreiches Leben möglich. Beispiele für berühmte Persönlichkeiten, die an einer Epilepsie litten, sind die Schriftsteller Charles Dickens, Fjodor Dostojewski und Edgar Allen Poe.

In Deutschland leben zurzeit etwa 800.000 Betroffene, 40.000 Personen erkranken jedes Jahr neu. Epilepsie beginnt nicht nur im Kindes- und Jugendalter, sondern besonders häufig erkranken ältere Menschen nach dem 60. Lebensjahr.

Bei den meisten Epilepsie-Patienten können die Anfälle heute durch eine medikamentöse Therapie gut kontrolliert und eine Anfallsfreiheit erreicht werden. Hierzu muss aber die jeweilige Epilepsieform richtig diagnostiziert und das entsprechend günstigste Medikament ausgewählt werden. In den vergangenen Jahren wurden eine Reihe besonders wirksamer und sehr gut verträglicher Medikamente in die Epilepsiebehandlung eingeführt, was die therapeutischen Möglichkeiten sehr erweitert hat.

Spezielle Therapiefragen können sich z.B. ergeben, wenn eine zusätzliche Erkrankung eintritt, die medikamentös oder operativ behandelt werden muss, oder wenn etwa eine Schwangerschaft besteht. Die Neurologie am HELIOS Hanseklinikum Stralsund bietet eine kompetente Hilfe für Epilepsie-Patienten an.

Prof. Dr. med. Jörn Peter Sieb

Chefarzt
Tel.: 03831 35-2550
Fax.: 03831 35-2555
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